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 Gemeinschaftshaus

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AutorNachricht
Slade

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   So Jul 04, 2010 4:12 pm

Fast schon zu sehr konzentrierte sich Slade auf das Tisch decken. Nachdem er auch die Gläser aufgestellt hatte goß er die Nudeln ab und stellte sie mit allen anderen Sachen auf den Tisch.

Das Essen war angerichtet. Und er merkte was er für einen Hunger hatte. Doch erstens wollte er nicht wie ausgehungert sich als Erster setzten ohne auf die anderen zuwarten und zweitens wusste er nicht ob der Schlagaustausch zwischen den Neuen beendet war. Auf einmal meldete sich Jamie zu Wort. Und was sie sagte rüttelte Slade noch ein wenig mehr wach. Es stimmte, sie mussten die nächsten Tage oder Wochen miteinander auskommen. Also würde er sich erst einmal zusammen reißen und die Neuen ankommen lassen. Entweder sie verstanden sich irgendwann oder halt nicht.

Seine Gedanken wurden unterbrochen als Naima aus dem Gemeinschaftshaus stürmte . Jamie ging ihr nach. Nun standen sie hier. Amber nach wie vor in der Küche ohne einen Ton zusagen. Er wusste nicht ob es an den Neuen, an der Stimmung oder sogar an ihm selbst lag. Die Neuen hatten ihre Orte nicht im geringsten verlassen. Slyven stand immer noch sehr gelangweilt an der Tür und Syricaz saß am Fenster in der Sonne. Er sah wirklich mitgenommen aus. Slade hätte gefragt was passiert war und oder gefragt ob er Hilfe bräuchte aber das verkniff er sich lieber. Auch Riley und Nihlus waren still geworden. Er hielt es nicht mehr aus.

Ich würde mal sagen das wir Essen können.

Er wollte sich gerade setzten als Jamie wieder herein kam. Sie sagte das Naima die Insel verlassen habe undb sich von einem Boot abholen lassen hatte. Slade las noch einmal den Brief durch. Warum war sie gegangen? Und warum hatte sie sich nicht verabschiedet? Er konnte es sich nur irgendwie zusammen reimen. Aber villeicht hatte sie hier wirklich nicht reingepasst. Jetzt waren sie 5 Jungs und 2 Mädchen. Es konnte nur spannend werden.
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Amber

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   So Jul 04, 2010 10:10 pm

Mitlerweile hatten Slade und Jamie den Tisch gedeckt, wobei sich die anderen Jungs mit irgendwelchen sinnlosen Sätzen belöffelten. Da war sie ganz der Meinung von Jamie, die versucht hatte die Gruppe zur Vernunft zu bringen und die Blonde nickte zustimmend. Schließlich kannten sie sich alle noch gar nicht richtig und deshalb sollte man sich keine voreiligen Vorurteile bilden, sondern erstmal abwarten. Irgendwas in ihr sagte jedoch, dass der Alltag auf der Insel alles andere als friedlich ablaufen wird. Naja was solls. Hauptsache sie konnte sich irgendwo auf der Insel von dem Ganzen fernhalten. Cambio war dazu bestimmt groß genug.
Die Blonde merkte, wie der neue Schwarzhaarige sie kurz musterte. Seine gelangweilte und übertrieben „coole“ Art – und die des anderen – nervte sie jetzt schon. Seine Augen hatten stets den gleichen Blick und sie fragte sich, wie er diese Maske die ganze Zeit aufrechterhalten konnte. Aber im Grunde war es ihr egal. Denn wenn er sich damit noch toller fühlt, dann sollte er doch.

Amber wollte endlich was essen, da das Frühstück ja ausgefallen war. Sie ging noch schnell zum Kühlschrank, um sich eine Flasche Ketchup zu holen und sie auf dem Tisch zu stellen. Gerade als sie Platz nehmen wollte wie Slade, ging Jamie aus dem Zimmer und kam mit, einer aus ihrer Sicht, schlechten Nachricht zurück. Irgendwie hätte sie es sich denken können und irgendwie hätte man es vielleicht verhindern können, dass Naima gegangen war, doch nun war es zu spät. Trotz ihrer stillen und vershclossenen Art, obwohl sie selbst auch nicht viel anders war, kam es ihr so vor, als steckte mehr dahinter. Naja da konnte man wohl nichts machen und augenblicklich fragte die Blonde sich, ob es noch mehr solcher Fälle geben wird. Den Gedanken schüttelte sie jedoch schnell wieder ab. Man musste ja nicht immer so negativ denken wie sie.
Irgendwie musste es ja trotzdem weitergehen und damit die anderen sich auch endlich setzten oder zumindest damit die Hungrigen essen konnten sprach sie.

Also ich weiß nicht wie es euch geht aber mein Magen macht sich langsam bemerkbar und ich hätte nichts dagegen, wenn wir etwas essen würden.

Es sollte eine nette Einladung sein und nun setzte sie sich gegenüber Slade. Dann schaute sie in die Runde, um die Gesichtsregungen der anderen zu lesen.
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Gast
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   Do Jul 15, 2010 2:36 pm

Riley lies seinen Blick durch den Raum schweifen. Diese Situation war langsam einfach nur ermüdend. Immer diese wunderbare Grüppchen Bildung, seit der Schule liefen solche Situationen immer gleich ab. Es war schon fast berechenbar. Der schwarzharrige blieb an keinem Anwesenden mit seinem Blick länger hängen als nötig, doch er musterte sie alle nochmals.
Naima war also verschwunden, bis auf den einen Abend am Strand hatte er sie nicht noch einmal gesehen. Es bekümmerte ihn nicht weiter, sie war schon am Anfang zu Still gewesen hatte sich in ihrer Unsicherheit versteckt und das Leben nicht genießen können. Sie hätte sicherlich angefangen zu weinen, wenn sie gesessen hätte, dieser Teil der Gruppe war sicherlich ihr Spezialgebiet.
Slade hatte den Tisch so brav gedeckt, das er sich sicherlich einen Keks als Dankeschön versprach. Riley kam einfach nicht darüber hinweg das dieser Junge etwas so liebes an sich hatte, etwas was so nach besten Freund stank, das er am liebsten den Kopf weg gedreht hätte. Dieses Typ Mensch hatte er nie besonders geschätzt, doch er musste ihm anerkennen das er sich Mühe gab die Atmosphäre zu entspannen.
Amber saß da, sie passte wirklich gut zu Slade, sie schienen eins dieer Paare werden zu können, die die Welt verbessern wollen.
Sie war eigentlich recht hübsch, doch nicht sein Typ. Sie schlugen nun der Reihe nach vor zu Essen, doch eigentlich hatte er keinen Hunger, zumal er an den Kochkünsten der anderen stark zweifelte.

Es war wirklich erstaunlich wie gut die Gruppenaufteilung ohne Absprache funktionierte. Man konnte sie zuordnen und die Reaktionen der Teilnehmer erraten.
Slade, Amber und Nihlus -das wäre sicherlich Naimas Gebiet gewesen- besetzen die passive Schiene, versuchten nicht aufzufallen
oder lenkten sich mit Ersatzhandlungen ab. Sie wollten, so kam es ihm vor, mit der ganzen Sache herzlich wenig zu tun haben und am liebsten die unbeschwerte Stimmung des Lagerfeuerabends.
Dann gab es da noch die andere Front. Sie waren teils Auslöser, teils Mitwirkende und meistens war es ihnen egal wie sich die Situation entwickeln würde.
Doch am schlimmsten waren sie, wenn sie diese Tendenz aufwiesen. Die Tendenz das sie vernünftiger waren, das der Rest sich unmöglich verhielt und das sie natürlich den durchblick hatten.
Riley wusste das er die Hoffnung der anderen gewesen war, das sie hoffte das er sich in einen verbalen Kampf stürzte, das er den Neuen vielleicht klar machen sollte das sich hier alle lieb haben sollten. Doch warum?
Wahnsinnige Sympathie brachte er ihnen wahrlich nicht entgegen, doch was kümmerte es ihn, das sie einen auf cool machen mussten, das sie sich erst präsentierten und dann aus der Sache heraus hielten.
Wenn er Stress mit anderen haben wollte, hätte er Zuhause einen Drogendealer auffleiegn lassen können, da hätte er nicht erst hier her kommen müssen. Im war es im Moment wirklich egal was die anderen taten, er hatte genug mit sich zu tun.
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Syricaz

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   Mi Aug 04, 2010 5:27 pm

Es war mal wieder so wie immer. Er war dort, hatte vielleicht nur ein paar Sätze gesagt und schon wurde ein riesen Drama daraus. Die meisten Leute ließen sich viel zu schnell angreifen, was allerdings ein verdammt geiles Schauspiel für ihn bot und er nicht mal im Geringsten daran dachte, seine Art vielleicht zu ändern. Wenn dann auch noch Sly da war, war das Schauspiel eigentlich perfekt, wie in so einer Talkshow, wo die Leute sich richtig zofften und die anderen vor dem Fernseher saßen und sich bepissten vor Lachen. Ja, das Leben war unfair. Aber eben nicht für ihn. Und das machte die Sache so verdammt genial. Wer genauso lebte und dachte wie er selbst, würde es verstehen. Alle anderen, nunja... Fühlten sich angegriffen? Besonders, da sie Slyven gleich mit ihm gemeinsam beleidigten. Er musste sich übelst zusammenreißen, nicht lachend von der Fensterbank zu fallen. Aber er war ein Meister der Schauspielerei, es würde zu geil werden nachher mit Sly darüber zu reden und sich dann auf dem Boden zu kugeln. Und das würden sie so oder so tun, da gabs keinerlei Zweifel dran. Sein Gesicht blieb ausdruckslos, seine Haltung desinteressiert und völlig entspannt. Er sah übelst demoliert aus, doch das beeinträchtigte nicht im Geringsten die Perfektion, die ihm scheinbar ins Gesicht gemeißelt worden war.

Doch als dieses Riley Ding da noch die Worte nach seinem Hier-bin-ich-und-ihr-seid-jetzt-alle-mächtig-beeindruckend-Auftritt plazierte, war es für Syricaz's Selbstbeherrschung ein Tropfen zu viel. Er lachte, tarnte es übertrieben schlecht als Hustanfall und blickte dann mies grinsend aus dem Fenster, als fände er die Umgebung unglaublich faszinierend. Riley war schwul? Das passte ka wie die Faust aufs Auge. Wo war Syr hier bloß gelandet? In so einer Show, ähnlich wie Big Brother mit versteckten Kameras? Das würde der Sachen seiner Meinung nach ziemlich nahe kommen. Die Rothaarige schien ein bisschen Ordnung in den 'Konflikt' bringen zu wollen. Ohne das er es wollte, folgte ein Kommentar seinerseits auf ihre Worte.

"Aye, aye, Ma'am."

Er hatte dies nur gemurmelt und es war ihm auch ziemlich egal, ob es jemand gehört hatte, oder ob irgendwer darauf reagierte. Er hatte eh schon zu viel riskiert in der 'Zivilisation', da machte es hier auch keinen Unterschied mehr. Die Rothaarige ging hinaus, hatte er sie vergrault? Auch egal, es kümmerte ihn kaum, was hier passierte. Doch sie kam wieder, faselte irgendwas von einer Naima, aber er hörte kaum zu. Er beobachtete draußen die Umgebung, schloss die Augen, das fiese Lächeln immernoch auf seinem eleganten Antlitz, lauschte auf die Geräusche im Haus, Sly schien keinen Kommentar abzugeben. Wahrscheinlich brodelte es langsam in seinem Inneren, zu erwarten wäre es. Mal sehen, wer als erstes hochging, denn auch wenn er es erst mit Humor genommen hatte, würde jeder wissen, dass es in ihm langsam an den Nerven nagte, denn er war manchmal viel zu explosiv und wenn ihm dann auch noch irgendwelche Penner meinten auf den Sack gehen zu müssen, mit irgendwelchen peinlichen Sprüchen, wars das mit der Selbstbeherrschung im körperlichen Sinne ziemlich schnell.

Anscheinend kam nun der Teil, wo alle friedlich zusammen saßen und aßen, lachten, das Leben liebten. Doch niemals würde er sich da mit hin setzen, weil ihn alles sowieso schon ankotzte, auch gewisse Personen die meinten den Macker hier spielen zu müssen. Bevor er vielleicht noch gefragt wurde, ob er sich zu den anderen gesellen wollte, richtete er sich langsam auf, teils wegen seinen Verletzungen die nun protestierten, aber eigentlich nur, weil es den Effekt besser wirken ließ. Er stand auf, ließ seine Finger knacken und ließ dabei den Blick im Raum wandern. Kurz blieb er bei Sly hängen, irgendwas ließ Syr's Blick sagen, dass er nun jetzt einen Abgang machen würde, dann wanderte der Blick über allen andere, ohne dass er sie ansah, nur Riley hob er sich für den Schluss auf. Als sich Syr's Blick auf ihn richtete, hatte dieser schon fast was gefährlich blitzendes an sich. Er legte den Kopf leicht schief, schritt mit purer Eleganz und Perfektion auf diesen zu, da er sowieso an ihm vorbei musste, um zur Tür zu kommen. Kurz vor Riley blieb er stehen. Es war ihm egal, ob die anderen nun vor Repsekt die Luft anhielten, ob die anderen Typen schützend hinter Riley treten würden. Er wäre innerhalb von 5 Minuten mit allen fertig. Vielleicht auch in 2, denn er hätte mit größter Wahrscheinlichkeit Sly an seiner Seite.

"Ich sag jetzt mal das, was ich die ganze Zeit denke. Komm damit klar, oder auch nicht. Es interessiert mich nicht die Bohne. Erstens, deine Sprüche sind das peinlichste was ich seit Jahren gehört habe. Ehrlich, ich musste mich übelst zusammen reißen, dich nicht einfach auszulachen. Zweitens solltest du dir merken, wer mich und oder meine Freunde beleidigt und sei es auch nicht direkt, hat bei mir komplett verschissen. Und wer bei mir verschissen hat, sollte sich besser in Acht nehmen. Einen ruhigen Schlaf wünsche ich schonmal. Und drittens, geh mir aus dem Weg, du nimmst mir das Licht für meinen Abgang..."

Er sprach ruhig, gefährlich und so ernst, dass man meinen konnte er würde die Wahrheit sprechen, selbst wenn er behaupten würde, die Erde sei eine Scheibe. Er wartete nicht lange, schubste Riley aus dem Weg und machte sich auf den Weg zur Tür. Er kam an Sly vorbei, nickte diesem noch einmal zu und trat dann aus der Tür, um sich auf den Weg zum Strand zu machen. Dort angekommen, ließ er sich in den Sand fallen, legte sich auf den Rücken. Die Kapuze rutschte ihm von seinem blonden Haarschopf und gab die ganzen Verfärbungen und Platzwunden preis, die er damit verdeckt hatte. Seufzend schloss er die Augen, die Arme neben sich liegend, sein Brustkorb hob und senkte sich regelmäßig.

-> wechselt zum Strand
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   Di Aug 10, 2010 4:33 pm

ABSCHIEDSPOST

Riley hatte der Ansage des Blonden kaum zugehört. Es war Syricaz also egal ob er, Riley mit seinen Worten zurecht kam. Was hatte er gleich gesagt? Von wegen, das seine Sprüche peinlich waren? Und das er seine Freunde nicht beleidigen sollte. Er konnte sich ein Achselzucken kaum verkneifen. Was den ersten Part der Rede anging: wenn er ihm nicht zuhören wollte, weil er das mies fand, hatte Riley damit kein Problem. Er lies sich ja auch nicht von der ziemlich arroganten Art einschüchtern. Wer war er denn, dass er solch einen Schwanzvergleich brauchte? Ihm waren die beiden Neuen sowas von Scheißegal, er konnte gar nicht glauben Zeit damit verschwendet zu haben über sie nachzudenken, jede Sekunde war ein Verlust. Was den zweiten Vorhalt betraf: Riley konnte sich nicht erinnern jemals einen der Beiden angesprochen zu haben, in keinster Weise hatte er überhaupt zu ihnen Kontakt aufgenommen. Wahrscheinlich hatten sie sich schon vor seinem Blick gefürchtet, wie die Sieben Geislein vor dem bitterbösen Wolf, dachte er sarkastisch. Es gab anscheinend Menschen, die niemanden eine Chance geben, weil sie voreingenommen sind. Er konnte das nicht verstehen. Riley war niemand, der je hinter einem anderen her gerannt wäre, nur um mit diesem befreundet zu sein. Niemals würde er sich wegen soetwas verstellen. Entweder man akzeptierte ihn so wie er war, oder man lies es bleiben. Er jedenfalls versuchte jedem eine Chance zu geben. Auch diesen Beiden hätte er eine Chance gegeben, von ihrem schon widerlichen Gehabe abzukommen um einfach mal normal zu ticken. Jeder hatte Probleme und die meisten veränderten einen Charakter. Manche Menschen waren einfach unfreundlicher, gröber, fast schon primitiv in ihren Denkweisen. Kein Wort hatte Riley an sie gerichtet und schon spürte er das sie ihn hassten. Fast kam es ihm so vor, als sei er gar nicht der eigentliche Grund, vielleicht waren es einfach die Umstände. Doch er konnte nicht nach vollziehen, das keiner der anderen, die er konnte und teilweise sogar mochte, hinter ihn trat, ihm zeigte das er nicht allein war. Denn so schien der Moment zu wirken. Die ruhigen distanzierten sich. Die, die sich für Schlauer hielten, traten nicht hin zu. Für jeden in dieser Blockhütte aus dem eigentlichen Durchgang, wäre er in die Bresche gesprungen, jeden hätte er verteidigt, ohne Rücksicht auf Konsequenzen. Die meisten wussten das nicht. Nicht einer, so schien es...
Ihm war es egal was sie von ihm hielten, seine Zeit hier war begrenzt. Schon juckte es ihn wieder auf die Uhr zu sehen. Bald war es soweit. Als er sich nocheinmal im Zimmer umsah, jeden einzelnen von den Anwesenden eine Sekunde nur mit einem harten Blick betrachtete und schließlich den Raum verließ, verfolgte ihn eine bestimmte Melodie. Es war einer der emotionalsten Momente seines Lebens. Plötzlich fiel ihm etwas ein, etwas, was er anfangs nicht bedachte hatte. Jamie.
Doch er hatte keine Wahl. Schnell lief er in seine Blockhütte. Immer noch summte er das Lied.


Musik an | Musik aus

irisches Volkslied

Die Briefe waren schnell gefunden. Er war kein Mensch der vielen Worte, das Schreiben lag ihm mehr. Deshlab hatte er hier einige Zeilen für die, von denen er an nahm das sie sie lesen wollten. Der Weg zum Gemeinschaftshaus viel im schwer. Vor der Tür lies er sein Gepäck fallen, die Gitarre gab ein seltsames Geräusch von sich. Doch es war ihm egal. Er wusste das er sobald nicht mehr darauf spielen würde, denn das einzige Lied, welches er in sich trug zerfras ihn und würde ihn nur noch mehr verletzten. Seltsam...er kannte sie doch kaum.
Langsam, zum letzten Mal öffnete er die Tür. Als er den Raum betrat hätten 100 Mann darin stehen können, er sah nur Jamie, Amber und Slade.

Leute, ich muss euch was sagen. Meine Zeit auf Cambio ist vorbei. Als einziger auf dieser Insel war es mir gestattet ein Handy mit zu nehmen. Ich meldete mich für diese Reise, bevor ich die Ergebnisse hatte. Jetzt ist es allerdings fast amtlich. Heute habe ich Bescheid bekommen und deshalb muss ich von hier weg. Mein Leben steht auf dem Spiel. Ich besitze keine ansteckende Krankheit, aber eine schwere. Es jetzt in Worte zu fassen würde es zu real machen. Hier. Für euch habe ich ein paar Zeilen geschreiben, darin erfahrt ihr mehr. Es tut mir Leid.

Bei diesen Worten blickte er Jamie offen an. So offen, wie er noch nie einen Menschen angeblickt hatte. Wenn sie wirklich die war, die ihn ändern konnte, die Richtige war, so würde sie den Blick richtig deuten. Ihn im lag das Hoffen auf Verzeihung, die Wahrheit, was er nach so kurzer Zeit schon für sie empfand und eine stumme Bitte. Sie sollte ihn nicht einfach so vergessen , auch wenn sie sich auf der Insel für einen dieser arroganten Arschlöcher entschied. Seine einzige Angst war das Vergessen werden.

Also dann, vielleicht sehen wir uns wieder. Die Chancen auf Heilung stehen gut, wenn ich sofort behandelt werde. Es war schön hier mit euch. Hoffentlich höre ich später mal was, ihr sicherlich viel zu erzählen...Ich muss jetzt gehen, mein Planet braucht mich!

Er nickte Slade zu. Nie hatte er etwas gegen ihn gehabt, man hatte ihn wunderbar aufziehen können. Dann blickte er Amber an. Ob sie aus ihrem Schneckenhaus trat? er hoffte das die beiden sich richtig entschieden und für einander da waren. Sein letzter Blick galt Jamie. Diesmal war es ein anderer Blick, er suchte das Versprechen in ihren Augen,ob sie ihn verstanden hatte, ob sie es genauso sah....ob sie ihn verstand. Langsam senkte er den Kopf und verließ den Raum. Als er die Tür geschlossen hatte, murmelte er:

Scotty, eine Person zum beamen bereit machen....Energie!

Niemand der Inselbewohner bemerkte wie Riley die Insel verließ. Tatsache war, das er kein Boot nahm.

Brief an Slade und Amber:

Es wird euch sicherlich wundern, warum ich euch einen Brief hinterlasse.
Slade: du alter Michbubi! Komm nutze deine Chancen bei Amber und vergeudet eure Zeit nicht. Man weiß nie, wann man dem Ableben nahe ist. Ich hoffe irgendwann einmal einen Freund wie dich zu finden, aufrichtig, ehrlich, freundlich!

Amber:du weißt was ich sagen will: Seize the day! Trau dich, die Welt wartet!

Falls ihr micht irgendwann einmal erreichen wollt, meine Kur findet auf einer Insel statt. Usedom...langweilig ich weiß, haltet euch an das KH in Wolgast!

Riley


Brief an Jamie:

Jamie...ich weiß nicht was ich sagen soll. Es tut mir Leid, aber das wird nichts helfen, hab ich Recht?
Falls es dir in deinem Leben einmal schlecht geht, denk an die schöne Zeot, die wir hatten. Das Lagerfeuer, der Wasserfall...egal wie du dich entscheidest, es ist richtig.

Riley


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Jamie
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   Do Aug 12, 2010 8:02 pm

Die ganze Situation gerade war spannungsgeladen und konfus. Irgendwie. Wahrscheinlich war die Anspannung auf beiden Seiten zu groß. SOllten die Jungs das doch unter sich klären. Wenn sie Probleme hatten konnten sie diese selbst lösen. Auf ihre ganz eigene Art und Weise. Auch wenn Jamie nicht wusste, für was sie sich entscheiden würde. Aber letztendlich würde sie es ja zu sehen bekommen.

Syrs Bemerkung ignorierte Jamie, es brachte im Moment ja doch nichts mit irgendeinem hier zu dirskutieren. Schließlich verlies er das Gemeinschaftshaus. Hoffentlich beruhigte er sich etwas, denn sein Abgang, so dramatisch er war, war auch ziemlich krass Riley gegenüber. Aber der schien gar nichts mehr so richtig mit zu bekommen. Er verlies den Raum ebenfalls. Man konnte es nicht direkt Vorahnung nennen, aber als er wieder kam, wusste Jamie es. Irgendwo tief in sich. Rileys Worte waren Schuld daran, dass sich ihre Augen verdunkelten. Ihr Blick ruhte auf ihm, sie gab sich Mühe es sich nicht anmerken zu lassen, dass sie irgendwie traurig war. Vielleicht waren sie nicht für einander da, vielleicht war es zu schnell gegangen. Aber es war schade, dass sie das nicht würden erfahren. Sie machte sich Soregn, denn so ernst war er vorher nicht gewesen, doch das war der einzige Grund, dass sie ihn wortlos gehen lies. Sie würde ihn sicher nicht vergessen, doch gab es hier andere Dinge, die sie ablenken würden. Die Zeit sich kennen zu lernen war zu kurz gewesen. Eindeutig.

Auch nachdem Riley den Raum verlassen hatte sagte die Rothaarige noch nichts. Sie setzte sich lediglich auf einen Stuhl am Tisch.
Der Hunger war ihr vergangen, doch es war schade um das Essen und irgendwann musste sie etwas anderes zu sich nehmen, als Wasser.
Lustlos tat sie sich etwas auf den Teller und stocherte darin rum. Es fiel ihr nichts zu sagen ein. Vielleicht sollte jeder selber damit klar kommen. Zunächst.

"Habt ihr Lust heute Nachmittag an den Strand zu gehen?"

Diesen Vorschlag machte sie hauptsächlich, um irgendwas zu sagen und weil man das als Gruppe machen könnte. Und man sich da vielleicht langsam aneinander gewöhnen kann und trotzdem Abstand wahren konnte.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   Do Aug 12, 2010 10:07 pm

ABSCHIEDSPOST

Nihlus hatte kaum noch an der Situation im Gemeinschaftshaus teilgenommen. Irgendwie war dies hier nicht das was er sich unter Urlaub vorgestellt hatte. Eigentlich gingen ihn hier alle mehr oder weniger am Arsch vorbei. Es waren nicht seine Klasse. Er war etwas Besonderes und auch etwas Gesondertes. Trotz das er im Heim aufgewachsen war und dann bei seiner Adoptivfamilie war er schon immer lieber allein gewesen. The Lonely way. Und nun sollte er hier Tag und Nacht mit allen auf engsten Raum sein und gute Miene zum bösen Spiel machen. Hm....es könnte interessant werden. Er hatte keinen großen Hunger da ihn die Stimmung im Haus ziemlich auf den Magen drückte. Und so ging er an den Strand. Er lief einige Meter ans Meer und setzte sich dort in den Sand.

Seine Ruhe wurde jeher gestört. Am Horizont tauchte ein Boot auf. Es war nur ein kleines Zweimann Boot doch irgendwie hatte er ein komisches Gefühl. Etwas juckte in ihm. Als das Boot nur noch hundert Meter vom Strand entfernt war sprang ein junger Mann aus dem Boot. Und Nihlus traute seinen Augen kaum. Der Mann der nun das Boot an Land zerrte war doch wirklich Ford. Sein vermisster Adoptivbruder. Er saß wie versteinert da. Er wusste nicht was mit ihm und ihrm Vater passiert war. Nur das seine utter und sein anderer Bruder den Unfall nciht überlebt hatte. Er sah ihn ungläubig näher kommen.

Ford? nun sprang er auf. Auch der andere stockte und dann rannten sie auf einander zu. Sie vielen sich in die Arme. Ford schrie schon fast. Alter wie ich dich vermisst habe. Warum bist du einfach so abgehauen? Nihlus konnte nichts mehr sagen. Die Gefühle überrollten ihn. Kommst du mit oder willst du auf dieser Kackinsel versauern? war das nächste was Ford fragte. Nihlus musste nciht lang überlegen er hatte sich schon vorher entschieden.

Ich hol nur noch meine Sachen und sag den anderen
Bescheid.


Er holte seine Sachen. Zum Glücvk hatte er noch nciht ausgepackt und ging schnurstraks ins Gemeinschaftshaus.

Leute ich weiß das ich nun der dritte innerhalb eines tages bin der geht aber mein Bruder hat mich gefunden. Schade das wir uns nciht näher kennen lernen konnten doch meine Bruderis mir wichtiger. Habt noch eine schöne Zeit.

Er blickte keinen bestimmten an dazu kannte er sie nur zu kurz.Nur Slyven bedachte er noch mit ein paar persönlichen Worten.

Schade aus uns hätte cht noch was werden können. Obwohl selbst wenn ich schwul wäre hätte ich nen besseren Geschmack gehabt.

Er musterte ihn von oben bis unten. Gab noch ein böses Grinsen von sich drehte sich rum und ging. Nachdem er das Haus verlassenhatte beschleunigte er seine Schritte. Nicht das Slyven auf die Idee kam sich noch für die Worte zu bedanken. Beim Boot angekommen stieg er ein und sie fuhren Richtung Horizont. Er drehte sich kein einziges Mal um. Jetzt konnte es nur besser werden.
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Slyven

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   Fr Aug 13, 2010 5:40 pm

Langsam wurde der Schwarzhaarige des Stehens müde und sah sich mit der typischen Arroganz in dem schönen Gesicht nach irgendeiner Sitzgelegenheit um, entschied sich aber einfach für den Boden an der Mauer, wo man sich einigermaßen entspannt hinsetzte konnte und doch seine Erhabenheit deutlich machte. Es schien als würde die Luft in dem Raum immer dicker werden, von einer Spannung geladen die man nicht in Worte fassen konnte und es am besten auch gar nicht versuchen sollte um später nicht als Verlierer dazustehen, was schnell passieren könnte wenn man eine solche Umschreibung zum besten gab. Ja, seit dem er und sein blonder Zwilling diesen Raum mit ihrer Anwesenheit beehrten schienen alle gereizter, angespannter zu sein, als es wahrscheinlich normal war, doch was sollte sie das kümmern? Sie verhielten sich so wie sie immer waren und wenn man wie ihre männlichen Mitmenschen nicht mit ihnen klar kam, na ja trotz allem würde sich wohl kaum einer der beiden für irgendjemanden verbiegen, denn Sly war für seinen Starrsinn in solche Dingen bekannt und doch konnte man ihn im Gegensatz zu Syricaz schon beinahe Passiv nennen, denn auch wenn er aggressiv war, selbstverliebt, vermutlich sogar mehr als der Blonde und seine Arroganz so offen zur schau trug, beobachtete er doch lieber wie sich der Blonde mit anderen duellierte, es war amüsant und erheiterte die Seele des schwarzäugigen jungen Mannes, der immer wirkte wie der der einem Boshafterweiße einen Dolch von hinten in den Rücken rammen würde. Oft genügte ein Blick in die dunklen Seelenfenster und man bemerkte woran man bei dem jungen Mann war, denn er wirkte nie so als würde er jeden freudig begrüßen, jedenfalls niemanden der nicht zu ihm gehörte, nein die meisten bekamen nur einen arroganten, verachtenden Blick und dabei blieb es, wenn sei es wagten sein verhalten zu kritisieren wurde er erst einmal verbal aktiv, doch bald folgte ein weniger schmerzloser Einsatz und zwar der seiner Fäuste, nie war er bisher unterlegen gewesen war auch nicht gerade dazu geführt hatte das ihm Bescheidenheit gelehrt wurde, nein seine Selbstverliebtheit wuchs nur noch stärker, hinein in das unermessliche.

Syricaz zog es vor den Leuten in diesem Raum den Rücken zu kehren, doch das wunderte den jungen Mann nicht, denn sein Kumpel hatte sich anscheinend schon einen Liebling – Kontrahenten gesucht und der hieß wie dieses Vampirding aus den Büchern von denen ihm seine Ex beinahe täglich vorgebetet hatte, doch es ging eher darum das sich der Blonde mehr oder weniger auf den anderen Schwarzhaarigen eingeschossen hatte, aber irgendwie konnte Sly nicht sagen das er es nicht amüsant finden würde. Eigentlich könnte er jetzt jedem vorbeten war wahrscheinlich als nächstes in der Handlung des anderen folgen würde, er kannte Syr einfach ziemlich gut und kannte die Art sich gegen andere zu wenden einfach ziemlich gut, denn er hatte schon oft genug dieses Schauspiel verfolgen dürfen, abwarten wann sein Einsatz kommen würde oder einfach nur stumm, oder weniger stumm, amüsiert dorten sitzend um lachend dem Selbstbewusstsein des ‚Gegners’ des Blonden den Todesstoß zu versetzen. Hier jedoch schwieg er, nur seine leuchtenden, dunklen Augen zeigten, dass was er in seinem inneren empfand und das er kurz davor war sich lachend über den Boden zu rollen, doch er genoss das was sich ihm bot ohne solche Ausbrüche, auch wenn es schwer war sich zu kontrollieren, nicht einen Lachanfall zu bekommen, denn der Knastaufenthalt hatte der Kreativität des Blonden kein Abbrüche getan. „Und drittens, geh mir aus dem Weg, du nimmst mir das Licht für meinen Abgang..." Dieser Satz brachte die so oder so schon dürftige Selbstbeherrschung des Schwarzhaarigen vollkommen ins wanken und er lachte leise, melodisch, während seine Augen spöttisch funkelnd auf dem anderen ruhten, der das wahrscheinlich nicht so gut aufnehmen würde, aber das ging Slyven ziemlich an seinem wohlgeformten Hinterteil vorbei, denn irgendwann würden die anderen männlichen Bewohner hier merken, dass das Dreamteam aus dem Blonden und dem Schwarzhaarigen bisher jeden klein gekriegt hatte und auch jeden klein kriegen würde. Nach diesem Satz verzog sich Syr, wie immer mit seinen Stolzen Bewegungen und seinem ganzen gehabe, bis seiner schöner Schatten alleine hier war und den Raum mit seiner Anwesenheit vollkommen auszufüllen schien.

Riley verzog sich, er verzog sich irgendwohin und irgendwie hatte Sly kein Interesse daran heraus zu finden wohin der andere denn nun ging, nein wirklich nicht, sollte der sich doch in irgendeine Ecke verziehen und entweder die Rot – braunhaarige anschmachten oder sich die Augen ausheulen, beides wäre dem jungen Mann gleich, obwohl von der Rothaarigen konnte man nicht sagen, dass sie von schlechten Eltern war oder so, nein sie würde in das Beuteschema des anderen passen, eindeutig. Später, es verging nicht sonderlich viel Zeit, doch ein paar Minuten würden es schon sein, kehrte der dunkelhaarige Riley wieder und verkündete seine Nachricht, doch er schien Sly nicht wahrzunehmen, welcher auch froh war nicht mit dahinein gezogen zu werden, denn nicht das ihm noch die Tränen kamen bei solch einer rührenden Abschiedsrede. Sie kreiste um eine Krankheit, vielleicht sollte er jetzt Mitleid empfinden oder sonstige schnulzig emotionalen Gefühle, doch in seinem Inneren war, NICHTS, er empfand kein Mitleid aber auch keine Abscheu gegenüber dem anderen, nur bohrende Gleichgültigkeit die sich auch auf seinem Gesicht zeigten, während er den anderen betrachtete, beinahe schon gelangweilt. Warum sollte er falsche Emotionen heucheln wenn dort keine waren? Nein es hätte ziemlich lang gedauert bis er überhaupt so etwas wie Mitleid gegenüber Riley gezeigt hätte, egal wie schlimm dessen Krankheit war so würde sie niemals einen Status erreichen bei dem sie für Slyven interessant wurde, nein das würde nur bei seinem blonden Zwilling passieren und sonst bei niemanden, jedenfalls solange er keine Freundin hatte oder andere Freunde.

Jamie saß dorten und stocherte in ihrem Essen herum, anscheinend war ihr mit dem Abgang von Riley der Appetit vergangen, vielleicht steckte doch mehr zwischen diesen beiden als man eigentlich ahnte, doch was der Schwarzhaarige für sie empfunden hatte oder empfand war kein großes Geheimnis gewesen und wenn es eines hätte sein sollen, dann war es ein extrem schlecht gehütetes, aber egal eigentlich war er nicht hier um über ‚Geheimnisse’ nach zu denken, nein er war hier dank seiner Arschloch – Eltern. Scheinbar in Gedanken versunken saß er dorten und überhörte Jamie erst einmal geflissentlich, auch die Ankündigung des weiteren Abganges wurde von ihm nicht wahr genommen sondern verdrängt, überhört denn es kam ihm vollkommen unwichtig vor was die anderen taten, sagten oder nicht taten und nicht sagten, ihn beschäftigte eher die Frage wie er die nächste Woche über die Runden kommen sollte, denn er würde einige Zeit hier bleiben müssen wie ihm angekündigt worden war und sicherlich reichten seine Drogen nicht einmal mehr für eine Woche, nein das konnte noch heiter werden, besonders für alle anderen hier die mit ihm auskommen musste. Erst als er direkt angesprochen wurde hob er den Kopf etwas und zog die Augenbraun hoch, lauschte höflich gelangweilt den Worten des anderen, doch diese Langweile zeigte wie wenig ihn irgendeine ach so tolle Beleidigung des anderen kümmerte und so schenkte er diesem nur ein absolutes Engelslächeln das ihn vollkommen unschuldig aussehen ließ, selbst seine Augen wirkten nicht so kalt und gehässig wie sonst, eher vollkommen unschuldig, unberüht, unbefleckt. Bald jedoch gönnte er dem anderen seine Aufmerksamkeit nicht mehr, beachtete ihn nicht wie er diesen Raum verließ, sondern wand sich Jamie zu, immer noch mit dieser perfekten Unschuld auf dem Gesicht, was ihm hier jedoch keiner abkaufen wurde, deswegen wurden seine Augen bald wieder die alten, selbstverliebten Juwele.

„Warum nicht?“

Fragte er mehr sich selber und erhob sich, blickte die andere an und zog plötzlich andere Seiten auf, ein charmantes Lächeln schob sich auf seine Lippen und er bedacht auch Amber mit diesem, während Slade nur einen abschätzigen Blick erhielt, denn ganz einschätzen konnte der Schwarzhaarige den braunhaarigen Jungen irgendwie nicht.

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Slade

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   Fr Aug 13, 2010 6:27 pm

Seine Laune war an einen relativen Tiefpunkt angelangt. So schlecht gelaunt wie jetzt in diesem Moment ewar er schon lange nicht mehr gewesen. Die ganze Atmosphäre drückte auf seine Stimmung und die Ansage von diesem Syricaz gegen Riley machte es nicht unbedingt besser. Er war zu mies drauf um zu versuchen Riley zuhelfen. Er wusste nicht warum aber hier auf der Insel schien seine soziale Ader stark abzunehmen.

Das Essen schmeckte gut was wohl vorallem an Amber gelegen hatte. rEr war kein guter Koch. Er aß sich satt da er nicht so bald wieder ins Gemeinschaftshaus zurück kehren wollte. Er wollte seine Laune verbessern und das ging meistens nur wenn er irgendwo allein war. Syricaz ging, Riley ging und kam wieder. Doch was er zusagen hatte trug nicht unbedingt zur Stimmungsverbesserung von Slade bei. Riley ging von der Insel. Er erzählte was von einer Krankheit und Slade hörte ihm aufmerksam zu. Dann übbereichte er ihm und Amber einen Brieg genau wie Jamie. D ausgerechnet er einen Brief von Riley bekam war erstaunlich. Er hoffte das nicht allzu oft das Wort Versager darin vorkam. Umso mehr erstaunte der Brief Slade. Er war nett und aufrichtig geschrieben. Riley hoffte mal jemand als Freund wie ihm zu finden. Das war ihm neu. auch das mit Amber hatte der Schwarzhaarige gut umschrieben. n dem Moment fand es Slade schade das Riley nun der nächste war der nach Naima gegangen war. Mit ihm hätte er ganz bestimmt noch gut auskommen können. Der Appetit war ihm nach der Naricht vergangen. Doch sollte es noch schlimmer für den Blonden kommen.

Nihlus verlies ebenfalls das Haus um auch kurze Zeit später wieder zukommen. Um sich zu verabschieden, Was war den hier los. Innerhalb kurzer Zeit waren 3 Leute gegangen. Und leider auch 2 Leute gekommen. Bei den Sätzen die Nihlus beim gehen an Slyven richtete liessen Slade etwas schmunzeln. Er hatte sich von Slyven weg gedreht so das er es nciht sehen konnte.

Jamie versuchte wohl nun die Stimmung etwas zu entspannen und schlug vor das man doch einen Nachmittag am Strand verbringen konnte. Es war keine schlechte Idee udn doch spürte Slade das er erstmal allein sein musste. Slyven stimmte sogar zu mit einem Lächeln, das nun ja engelsgleich war doch daswar wie im Garten Eden. Nur eine schöne Versuchung. Und das Slade mit einem vielsagenden Blick bedacht wurde, der so viel sagte wie, "was bist du denn" wurde die Illusion ganz versaut.

Ich komme später nach. Braucht nich warten ich find euch schon.


>verlässt Gemeinschaftshaus>Klippen mit Amber>Kapelle mit Slyven>kommt zum Strand
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Amber

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   Mo Aug 16, 2010 7:49 pm

Hätte man das alles nicht vorhersehen können? War es möglich, dass alles so schnell wieder zu Ende sein kann, obwohl der Anfang nicht mal ein Tag her war? Fassungslos rief sich Amber die Geschehnisse ins Gedächtnis, die sie gerade überrollt hatten. Gerade stand Riley noch hier. Und jetzt war er womöglich schon auf dem Weg in die Freiheit. Der Begriff schien irgendwie passend. Draußen war die Freiheit und das hier? Abgelegen ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt. Aber das war jetzt erstmal unwichtig. Fassungslos hielt die Blonde den Abschiedsbrief Rileys in der Hand. Doch das schien anscheinend nicht gereicht zu haben. Ein Dritter von dem sie nicht gedacht hätte, dass er gehen würde. Cambio war vermutlich nicht die Trauminsel, die sich manche vielleicht erhofft hatten. Seltsam.
Unklar wie sie sich gerade fühlte schaute Amber zur Tür. Wieviele würden heute oder in den nächsten Tagen noch gehen? Die Blonde merkte, dass sie eine Auszeit brauchte, um dass alles noch einmal zu überdenken. Ja so war sie nun mal. Alles musste chronologisch und geordnet sein, sonst würde es Chaos geben. Darum entschied sie sich so wie Slade etwas alleine an den Klippen entlang zulaufen.

Also ich brauch auch erstmal Zeit für mich. Komme dann auch nach.

Noch einmal schaute sie sich um. Sie waren nur noch zu Fünft. Doch ob die Zahl in den nächsten Tagen so bleiben würde, weiß niemand. Als sie der Blick vom Schwarzhaarigen traf, war die Blonde etwas verwirrt. Wie konnte ein solch...nun undisziplinierter und was wusste sie schon für ein Typ auf einmal so unschuldig aussehen? Also musste Slyven ein solches Maskenspiel schon gewohnt sein. Denn sein sonst so arroganter, gelangweilter Gesichtsausdruck war plötzlich das Gegenteil. Doch man sollte sich nicht von der Schale täuschen lassen. Wer wusste schon was er so im Kopf dachte. Ihr interessierte das zwar nicht so sehr aber naja. Etwas durcheinander trat sie aus dem Zimmer.

-->verlässt Gemeinschaftshaus -->weiter bei den Klippen -->weiter beim Strand
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Jamie
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   So Aug 29, 2010 1:02 pm


Nihlus' Abschied verlief kurz und schmerzlos. Wahrscheinlich weil Jamie nicht viel mit ihm zu tun gehabt hatte. Dennoch wünschte sie ihm still alles Gute für dei Zukunft. Auch wenn ihr immer bewusster wurde, dass so langsam immer mehr die Insel verliesen. Was seltsam war. Aber gut, verhindern konnte sie es nicht.

Slyven war der erste, der sich zu ihrem Vorschlag äußerte. Aber wenigstens war er ihr gegenüber freundlicher als den Jungs. Vielleicht würde es ja besser werden, wenn alle Zeit gehabt hatten sich aneinander und an die Situation zu gewöhnen. Zumindest eine Chance hatten sie hier alle verdient. Und so warf Jamie ihm ein kleines Lächeln zu. Schließlich hätte er sich auch ganz anders entscheiden können.

Die Absage von Amber und Slade verwirrte Jamie dann etwas. Die beiden wollten sich erst einmal zurück ziehen. Aber gut, sie konnte dagegen nichts machen. Schließlich mussten sie es selber wissen. Auch wenn Jamie sich sehr dafür interessierte, was zwischen den beiden vorgefallen war, da sie sich schon seit Jamie ins Haupthaus gekommen war seltsam verhalten haben.
Zum Abschied nickte sie den beiden nur zu.

"Da warens nur noch zwei."

Das war der einzige Kommentar, den Jamie bezüglich des Verschwindens von Amber und Slade abgab. Sie gab sich viel Mühe ihre Resignation zu verbergen. Doch an ihrem Vorhaben zum Strand zu gehen änderte das nichts. Sly hatte sich ja ohnehin schon erhoben. Sie tat es ihm gleich und verließ das Haupthaus, um dem kleinen Pfad zum Strand zu folgen. Zum Glück hatte sie den Bikini drunter, so das sie sich den Umweg über die Blockhütte sparen konnte. Und Handtücher für den Strand lagen neben der Tür des Gemeinschaftsraumes rum.

tbc: -->Strand

(Lena? schreibst du gleich beim Strand weiter?
Lena: Mach ich Very Happy)

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   Sa Sep 11, 2010 1:49 pm

Irgendwie hatte die Blonde es geschafft in dasGemeinschaftshaus zu kommen. Auf dem Weg dorthin schlugen ihre Gedanken Purzelbäume. Dabei wollte sie nichts anderes, als mal für einen Moment einen freien Kopf zu haben. Das ging natürlich nicht, da Amber immer wieder an die vorige Szene denken musste. Was hab ich da bloß angestellt? Eigentlich eine dumme Frage, weil es war eine unerwartete Reaktion, ein Impuls, der ihre wahren Gefühle Slade gegebnüber zeigte? Oder? Gut. Darüber wollte sie sich jetzt eigentllich Gedanken machen. Doch als die junge Frau das Zimmer betrat traf sie fast der Schlag, was zwar etwawas übertrieben war, aber so ähnlich war es schon. Die Stühle, die zu einer Sitzecke aufgestellt waren waren durcheinander und der Esstisch sah keinesfalls besser aus. Sie war zwar noch nie die orgentlichste gewesen, aber dasa störte sie dann schon. Dann wollen wir mal!, war ihr Gedanke und schon ging es los. Das beste daran war ja, dass es sie für eine kurze Zeit ablenkte. Als der Raum ordentlicher war als vorher und die Blonde sich an den Abwasch machte, hörte der kleine Ablenkungsmanöver jedoch schon wieder auf.
Es war nicht zu leugnen, dass sie etwawas für ihn empfand. Nichts Neues. Er hatte gestanbden, dass er in sie verliebt war. Nichts Neues. Sie wusste nicht, wie es weitergehen sollte. Nichts Neues. Sie war ihm eine Antwort schuldig. Nichts Neues. Mit einem Seufzen ließ Amber sich schließlich nach dem Wahn auf einen der Stühle nieder und stützte ihren Kopf auf ihre Hände. Was war denn so schwer daran eine Entscheidung zu treffen? Schwer? Das klang ein wenig übertrieben, dennb eigentlich wusste sie tief im Inneren, dass sie das gleiche für ihn empfand, sie traute es sich lediglich nicht es zuzugeben. Was für ein Angsthgase sie doch war! Nach einer ganzen Weile Grübelei fasste sie dann doch einen Entschluss. Schneller als Gedacht, hatte sis sich entschieden, und das hätte sie schon längst tun sollen. Dann wäre dieser ganze Streit unnötig gewesen - nicht passiert. Abernun war es zu spät, aber nicht zu spät für eine Beziehung mit ihm. Was solls? Wenn andere Leute das konnten, dann sie auch. Auch sie sollte ihre wahren Gefühle herauslassen und nicht in einem Käfig einsperren, wie eine Bestie. Lächelnd erhob sie sich und verließ das Gemeinschaftshaus, dass genauso aussah, wie am Anfang, als die Gruppe es betreten hatten.
Doch bevor sie es Slade sagen konnte, musste sie sichnoch kurz sammeln. So ging die Blonde noch kurz in di8e Blockhütte. Irgendwie gezwungen auf das leere Bett zu schauen, schweiften ihre Gedanken leicht ab und waren bei Naima,Nihlus und Riley,die so unerwartet, Cambio verlassen hatten. Und beinahe auch sie... Schnell schüttelte sie den Kopf, um die Szene aus ihrem Kopf zu verbannen. Im Bad machte sie sich noch schnell zurecht. Die Haare diesmal zusammengebunden und gekämmt verließ Amber die Blockhütte.

Jetzt bist du an der Reihe Amber!

Das waren ihre letzten Worte, bevor sie es geschehen lassen würde, bevor sie ihm ihre Gefühle gestehen würde.

>>Verlässt Gemeinschaftshaus >>geht kurz in die Blöckhütte >> geht kurz um Strand
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   So Dez 19, 2010 6:44 pm

Der schwarzhaarige junge Mann stand wie meistens vollkommen gelassen am Strand und musterte Slade mit einem alles anderen als netten Blick, denn der Junge dort war nichts als ein nerviger Parasit in seinen Augen. Anscheinend dachte der Braunhaarige ernsthaft er könne sich mit Slyven messen, aber bis er das konnte musste er noch lange Zeit üben. Er war verbal ziemlich gut unterwegs, vor allem da es ihn überhaupt nicht interessierte, ob er irgendjemanden verletzte oder nicht. Seine Augen leuchteten, dunkel und absolut boshaft blickte er den jüngeren an, während er die Kippe zwischen den Fingern drehte. Das Leben des Dunkelhaarigen war ein vollkommen anderes als das des jungen verliebten Slades, welcher mit seiner Freundin dorten stand. Sly brauchte keine Freunde, vor allem eigentlich keine Freundin, auch wenn er von jemandem wie Jamie keinesfalls abgeneigt wäre, doch er war nun einmal eine untreue Seele. Wahrscheinlich kannte der Braunhaarige nicht einmal so viele Menschen wie Slyven schon Herzen gebrochen hatte, er war ein Arschloch und er genoss dieses verdammte Leben in vollen Zügen. Das konnte man an seinem Vorstrafenregister deutlich ablesen, aber es war ihm gleich, solange er seinen Spaß hatte und sein Vater bezahlte.

Vermutlich könnte er sich diese Insel kaufen lassen, aber er hatte kein Interesse an diesem Stück Land, er hasste es weil er hier sein musste, ohne irgendwelche Ablenkung. Es war eigentlich von vornherein klar gewesen, dass es mit ihm ärger geben würde, jedenfalls für ihn war das klar gewesen, wenn man ihn einsperrte wehrte er sich. Sly konnte nichts gegen die Bullen tun die ihn hier her gebracht hatten, also ließ er es an den Schwächeren aus die hier fand, Amber und Slade boten sich dafür sehr schön an. Wenn es nach ihm ging war jeder auf dieser Insel hier schwächer als er, der einzige der sich einigermaßen mit ihm messen konnte war Syr, aber der war schon länger verschwunden. Der Schwarzhaarige war ein notorischer Einzelgänger, er nahm keine Rücksicht auf nichts und niemanden, dafür war er falsch erzogen worden, viel zu dominant. Man könnte behaupten, es würde an seiner rebellischen Teenagerphase liegen, doch eigentlich war er dafür schon fast zu alt. Ja, er rebellierte eigentlich die gesamte Zeit, doch das eindeutig anders wie jemand wie Jamie, Amber oder Slade es tun würde. Mutwillige Zerstörung stand in dieser Liste ganz oben, ob es emotionale Bindungen anderer, oder irgendwelche Sachen waren, war egal.

Einen wichtigen Punkt gab es bei dem jungen Mann, man sollte sich nie in seinen Weg stellen, oder versuchen ihm irgendwelche Steine in den Weg zu legen, denn wer das Tat bekam die Steine gegen den Kopf, so viel war sicher. Mit ihm war eigentlich nie gut Kirschen essen, außer man gehörte zu seiner ausgewählten Clique und die waren alle so wie er, im Großen und Ganzen jedenfalls. Er hob die Hand mit der Kippe und zog an ihr, ja Drogen und Kettenrauchen gehörte eindeutig zu seinen Lastern, das hieß das der Entzug hier noch lustig werden konnte. Slade sollte sich dann besser verstecken, denn Sly war einmal in seinem Leben auf Entzug gewesen und eine tickende Bombe geworden, die jeden Moment ohne Vorwarnung hochgehen konnte. Er hing nicht nur an einer Nadel, eigentlich spritzte er sich alles was es gab und irgendwie den Spaß am Leben steigerte und genau dieselbe Auswahl traf er auch bei anderen Drogen. Seine dunklen Augen ruhten kalt und boshaft auf dem Braunhaarigen, er ignorierte das Blondchen, welches sich an ihren Freund schmiegte. Es schien als würde Slade keinen Grund mehr sehen auf Slyvens provozierende Worte einzugehen, sondern er fragte Jamie ob es etwas zu tun gab. Feigling.

Leicht zog der Dunkelhaarige eine Augenbraue nach oben, als Slade Amber umarmte, wollte er sie so vor Sly schützen? Gut, dann sollte wohl irgendjemanden der Jungen mal daran erinnern, dass Blondie sich vollkommen freiwillig ihm an den Hals geworfen hatte. Das seine Eifersucht ein hübscher Nebeneffekt gewesen war konnte mal dahingestellt sein, auch wenn dass der eigentliche Hintergrund gewesen war. Oh ja sein Leben stand unter dem Moto ‚Ich liebe es dich zu provozieren!’ jedenfalls größtenteils. Er machte sich nichts aus dem Liebespaar, auch kümmerte es ihn nicht unbedingt, dass er keine Frau an seiner Seite hatte, Zeiten konnten sich ändern. Eindeutig gelangweilt betrachtete er den Rauch seiner Kippe in der Luft und senkte die Hand wieder, konnte hier denn gar nichts interessantes passieren? Leicht verdrehte er die Augen, sah den Sand zu seinen Füßen an als wäre dieser wirklich etwas besonders und nicht nur irgendwelche Körner. Als er den Kopf wieder hob galt sein Blick Jamie, die vermutlich interessanteste Person hier und doch langweilte auch sie ihn im Moment.

Endlich reagierte er einigermaßen auf die Worte von Slade die gerade verklangen und wand den Kopf wieder dem Braunhaarigen zu, blickte ihn durch schwarze Haare hindurch an. Die dunklen Augen leuchteten provokant in dem schönen Gesicht, doch er verbiss sich einen Kommentar, aber eines war sicher, hier würde es nur einen Gewinner geben und das war er. Sly wand jedoch ruckartig den Kopf, als Jamie sprach, warum redete das Mädchen im Plural? Sie hatte doch nicht wirklich vor ihn zum Kochen zu nötigen? Noch nie in seinem Leben hatte der Schwarzhaarige auch nur einen Finger in der Küche gerührt, dafür gab es seine Mutter oder irgendwelche Angestellte. Bevor er seinen Protest jedoch aussprechen konnte packte sie ein Handgelenk und schleifte ihn eiskalt mit, als hätte er sich irgendwie einverstanden erklärt das hier zu tun. Dummerweise packte sie ausgerechnet die Hand mit der Kippe und er konnte sich entscheiden zwischen fallen lassen oder Finger verbrennen, aber fallen lassen war die bessere Entscheidung. Ein leiser, boshafter Fluch kam von seinen Lippen und mit einem wehleidigen betrachtete er die glühende Kippe am Boden.

Er wurde in die Küche des Gemeinschaftshauses gezerrt, er könnte sich wehren, aber das war mehr oder weniger sinnlos, denn er hatte keinen Bock wieder stundenlang mit dem Mädchen zu diskutieren. Eindeutig pikiert sah er sich dort um und verdrehte schließlich die Augen und stieß einen Seufzer aus, warum war er eigentlich immer der Depp? Seine schwarzen Augen richteten sich nun wieder auf das Mädchen dort vor ihm, dass immer noch sein Handgelenk festhielt, er würde nicht weglaufen, weit konnte er hier eh nicht kommen.

„Keine Panik, du kannst mich los lassen, ich hau nicht ab.“

Erklang seine schöne Stimme zum ersten mal seit dem Strand wieder, die restliche Zeit war er merkwürdig schweigsam gewesen, was für ihn eigentlich ziemlich untypisch war. Sein Blick senkte sich auf seinen Arm der immer noch von ihr festgehalten wurde, er würde ihn wirklich gerne behalten, es würde ihm sicher nicht stehen einarmig herum zu laufen. Theatralisch verzog er das schöne Gesicht und blickte dem Mädchen wieder ins Gesicht, merkwürdigerweise war er bei ihr nicht im entferntesten so ein Arschloch wie sonst, vielleicht weil sie die einzige interessante Person hier war. Er hatte ernsthaft überhaupt keine Lust hier auch nur einen Finger zu krümmen, Küchenarbeit war Frauenarbeit und er war nun einmal eindeutig keine Frau. Sollte Jamie nach anderer Beschäftigung sein würde er sich gerne zur Verfügung stellen, aber hier irgendwas machen, sicherlich nicht!

„Falls du erwartest, dass ich deinen Küchengehilfen spiele, vergiss es.“


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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   So Dez 19, 2010 7:38 pm

Der zweite Tag und die nächste Runde begann. Wie lang sollten die Teens hier bleiben? 3 Wochen? Halleluja, gelobt sei der Herr, das konnte ja nur toll werden. Ob sie nun sich selbst, Sly oder Slade einen Gefallen tat, in dem sie sich mit dem schwarzhaarigen verzog war uninteressant. Doch jetzt war keiner mehr in der Schussbahn für irgendwelche Beleidigungen und Anfeindungen. Ziel erreicht. Allerdings würde es nicht lange dauern und es würde alles wieder von vorn beginnen. Da die Rothaarige nun mal etwas dagegen hatte, wenn man sich nur anschwieg oder angiftete, würde sie wohl der Puffer zwischen den beiden Seiten sein. Denn sie mochte sowohl Amber und Slade, und fand Slyven ziemlich interessant. Manchmal. Zwar schien der junge Mann zuweilen seltsame Ansichten von der Welt zu haben, doch das war in ihrem ziemlich vernünftigen Leben eine erfrischende Abwechslung. Wenn er da war musste sie nicht immer die Erwachsene sein, sondern konnte sich auch einfach mal gehen lassen. Wobei ihre Rolle bei den Diskussionen bisher doch immer die der Erwachsenen gewesen war.

Ohne sich umzudrehen hatte Jamie mit Slade den Strand verlassen. Etwas verwundert registrierte sie, dass der Junge die ganze Zeit nichts gesagt hatte. Dadurch hatte sie Zeit nach zu denken und ihr fiel ein, dass sie eigentlich zum Schwimmen an den Strand gekommen war, doch darauf war nichts geworden. Heut Abend würde sie das definitiv nach holen müssen. Oder alternativ eine Runde joggen gehen. Schließlich standen nach den Ferien wieder Wettkämpfe an und sie hatte nicht vor total aus dem Training zu sein. Das war der Inselaufenthalt auch nicht wert. Es gab momentan nichts wichtigeres in ihrem Leben als das Schwimmen und die Erfolge dabei. Das würde sich wohl auch in der nächsten Zeit nicht sonderlich ändern.

Befriedigt merkte Jamie, dass Sly noch nicht einmal den Versuch unternahm sich gegen sie zu wehren. Ein triumphierendes Grinsen stahl sich auf ihre Lippen, auch wenn sie dieser Tatsache nicht so viel Bedeutung beimessen sollte. Schließlich war der junge Mann schwer zu durch schauen. Wer wusste schon, ob er nicht schon wieder eine Gemeinheit ausheckte. Doch damit würde sie sich beschäftigen, wenn es so weit war und sich nicht jetzt den Kopf darüber zerbrechen. Als die beiden die Blockhütte erreicht hatten machte Sly sie auch so gleich darauf aufmerksam, dass ihre Finger noch immer um sein Handgelenk lagen.

„Oh, und ich dachte du magst es, wenn ich dich berühre..“

Woher die plötzliche gute Laune kam, konnte sich Jamie nicht erklären. Bääm, und sie war da. Deshalb lag auch dieses neckige Grinsen auf ihren Lippen und die Leichtigkeit in ihrer Stimme. Doch sie lies Slys Handgelenk fast augenblicklich los. Dann ging sie in den Küchenteil des Gemeinschaftshauses, um sich ans Essen zubereiten zu machen. Die ganze Gruppe musste etwas essen, vielleicht würden sich die Gemüter dann etwas beruhigen, denn Hunger machte ja bekanntlich böse.

“Diese Illusion habe ich nie gehabt. Ich wollte lediglich mit dir allein sein!“

Frotzelte sie ironisch. Allerdings hatte sie wirklich nicht erwartet, dass sein Hobby kochen war. Na vielleicht würde er wenigstens den Tisch decken. Währenddessen bückte Jamie sich vor den Kühlschrank um die darin enthaltenen Lebensmittel zu checken. Eine wirkliche Idee hatte sie noch nicht.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   So Dez 19, 2010 8:31 pm

Er hatte wirklich besseres zu tun als irgendwie in einer Küche herum zu stehen, nun ja eigentlich hatte er nichts besseres zu tun, aber egal er weigerte sich extrem wenn es um irgendwas mit Haushalt ging. Dafür waren Frauen oder irgendwelche niedrige Geschöpfe zu ständig und sicherlich nicht er, der den perfekten Partykönig darstellte. Seine Augen waren misstrauisch, seine Kippe hatte für diese Aktion sterben müssen und sicherlich würde er nicht so brav und folgsam sein, wenn sie ihn hier zu irgendwas nötigen wollte. Immer noch hielt sie sein Handgelenk fest und er hatte ja eigentlich nichts gegen solche Berührungen, aber diese hier war wenig anmachend. Ja, er war eindeutig jemand der mehr auf andere Berührungen aus war, aber Jamie schien dem gegenüber nicht sonderlich angetan. Er überlegte ob er sein Handgelenk theatralisch schütteln sollte, oder sich vor Schmerzen schreiend auf den Boden winden, aber auf keines von beidem hatte er nicht sonderlich viel Lust. Sie würde ihn irgendwann loslassen, immerhin war sie ja anscheinend aufs kochen scharf, er wollte eine Frau, Drogen, Alkohol und seine Ruhe. Besser gesagt er wollte möglichst schnell aus dieser Küche fliehen, falls Jamie wirklich dachte er würde ihr irgendwie helfen.

Auf dem Weg vom Strand hier her hatte sie äußerst wenig gesagt, besser gesagt eigentlich gar nichts, ebenso wenig wie er, der sich mehr oder weniger folgsam hatte mitschleifen lassen. Vielleicht war es doch keine so schlechte Idee sich schreiend auf den Boden zu werfen und zu brüllen, dass er keinen Bock hierrauf hatte. Seine dunklen Augen ruhten auf ihrem Gesicht und er wirkte immer noch pikiert, wie jemand der etwas äußerst widerliches sah. Mit der freien hand fuhr er sich durch die langen schwarzen Haare, deren Spitzen immer noch teilweise Blond waren, aber eigentlich tief schwarz, passend zu seinen Augen. Konnte sie nicht die Finger von ihm lassen oder warum war sein Handgelenk so interessant? Es gab viel interessantere Stellen an seinem Körper, wenn das Mädchen wollte konnte er sie ihr gerne zeigen. Leider hatte sie daran keinerlei Interesse, wahrscheinlich bekam er bald einen Samenstau oder so etwas, da half nur onanieren, Sex war aber tausendmal besser. Warum gab jedes Weib seinem Charme nach, aber nur dieses hier nicht? Es war ernsthaft frustrierend und er verdrehte wieder die Augen, immerhin war er ihr ein paar Mal schon ziemlich nah gekommen.

Vielleicht wurde er depressiv durch möglichen Sexentzug, Frauen schienen ja anscheinend darauf verzichten können, aber er konnte das eindeutig nicht. Er könnte ja schwul werden und sich mit Syr einlassen, gut dieser würde ihm wahrscheinlich den Hals umdrehen, aber egal, man brauchte auch mal ein wenig Risiko in seinem Leben. Gut, Frauen machten ihn ein Stück mehr an als jemand sie Syr, besonders da er immer noch der bestaussehende Mann hier war. Endlich ließ sie nach einem nicht sonderlich netten Kommentar sein Handgelenk los, nachdem er sich erneut Gedanken gemacht hatte ob er sich vielleicht den Arm amputieren musste. Er verdrehte die dunklen Augen, denn er stand sehr wohl darauf von Frauen berührt zu werden, aber sein Handgelenk war eine ziemlich uninteressante Zone. Anscheinend hatte sie durch das abschleppen des Dunkelhaarigen eine erstaunlich gute Laune bekommen, zuvor hatte sie ihm noch an den Hals springen wollen. Äußerst interessant, sie blühte auf, wenn er mit ihr alleine war, aber vermutlich wäre Sly dumm, wenn er sich große Hoffnungen machen würde.

„Falls du anderes als mein Handgelenk berühren willst, ich steh zur Verfügung!“

Ließ er es schon beinahe desinteressiert erklingen und wand sich ab, sah sich nur mäßig interessiert um, eine Küche, oh wie toll und er musste jetzt hier bleiben oder was. Wurde er schon wieder zu gemein für die anderen, waren seine Kommentare nicht mehr jungendfrei? Kurz überlegte er sich, was sie wohl tun würde, wenn er unauffällig auffällig verschwand und sich wieder in das Privatleben und Blondie und Slade einmischte. Seine dunklen Augen flackerten kurz wieder zu Jamie, welche sich anscheinend wirklich um das Essen kümmern wollte. Gut, er hatte Hunger, aber er war eher der Fast Food Typ, gekocht hatte er nie, außer eine Pizza in den Ofen schieben zählte nun schon als Kochen. Er lehnte sich gegen die Küchenablage und stand hinter dem Mädchen, dass einen erneuten Kommentar abließ. Spöttisch verzog er wieder die ebenmäßigen Lippen, denn er wusste das sie ihn nur verarschte und er sah eindeutig keinen Grund darauf einzugehen.

Jamie bückte sich zu dem Kühlschrank hinab und Slys Augen ruhten auf ihrem Arsch, ja diese Haltung schenkte ihm eine eindeutig gute Aussicht und er grinste leicht. Sie hatte wirklich kein schlechtes Fahrgestell, besser gesagt eines das sich wirklich sehen lassen konnte und er war niemand der sich irgendwie dafür schämte Frauen auf solche Körperstellen zu sehen. Ein anzügliches Grinsen schwang sich auf seine Lippen, er hatte es noch nie mit jemanden in einer Küche getrieben, aber leider würde er das mit Jamie auch nicht nachholen können. Erneut verzog er leicht das Gesicht, hielt die Augen immer noch auf ihren Hintern gerichtet und grinste erneut leicht, wieder anzüglich, auch wenn er damit riskierte wieder eine von ihr geknallt zu bekommen.

„Von mir aus kannst länger in dieser Haltung bleiben!“

Schnurrte er nur und ging nicht verbal auf ihre letzten Worte auf, lachte leise und eindeutig amüsiert, ebenso anzüglich wie das Grinsen auf seinem Gesicht es verriet. Er war wirklich auf Entzug, die Zeit auf dieser Insel hier konnte nur eine Hölle werden, außer er schaffte es Amber irgendwie ins Bett zu bekommen. Seine dunklen Augen leuchteten, beinahe wäre ihm ein Seufzen entkommen, aber er ließ es lieber sein, denn er wollte nicht, dass sie irgendwie darauf kam, was in seinem Kopf vor ging.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   So Dez 19, 2010 10:35 pm

Für Jamie war es nichts neues zu kochen. Da ihre Mum praktisch nie zu Hause war, hatte die Rothaarige schon früh für sich selbst sorgen müssen. Allerdings war es immer noch etwas anderes, ob man für maximal 2 Personen oder für 6 kochte. Zumal die zweite Person meistens eine gute Freundin war, die ihr dabei gerne half und nicht ein verwöhnter Player, der ziemlich veraltete Asichten zu haben schien, über die Rollenverteilung von Mann und Frau. Es nützte jedoch nichts sich darüber auf zu regen. Zumal es Jamie von vornherein klar gewesen war. Sie wäre also überrascht, wenn Sly etwas machen würde statt nur rum zu stehen und Kommentare ab zu geben. Davon würde die junge Frau sich aber auch nicht stören lassen. Schließlich würde sie es auch allein hinbekommen. Womöglich sogar besser, als mit seiner „Hilfe“.

Die Rothaarige hat mal so gar keine Ahnung, was die anderen so abends aßen. Sie selbst war das wenig wählerisch und begnügte sich auch mit Salat und Brot, doch die Herren der Schöpfung bevorzugten meist etwas handfestes. Kurz ging es ihr durch den Kopf Sly nach seiner Meinung zu fragen, doch sie würde wohl kaum eine zufriedenstellende Antwort bekommen. Also würde alle sich damit abfinden müssen, dass es das gab, worauf Jamie Lust hatte. Basta.

Sie ahnte nichts von Slys Gedanken und das war wahrscheinlich auch besser so. Zumindest hätte es zu einem seltsamen Gespräch führen können. Oder dazu, dass Jamie ihn auslachte. Sie war nicht annähernd in solcher Not, wie der Womanizer. Wahrscheinlich würde sie sogar Mitleid mit ihm haben, nicht das sie deshalb etwas tun würde, um sein Leiden zu beenden.

Weg von den Anderen schien Sly sogar ein angenehmer Zeitgenosse zu sein. Wenn er nicht gerade versuchte irgendeinen Scheiß für sein Selbstwertgefühl zu erreichen. Das erklärte vielleicht auch Jamies gute Laune, denn im Moment brauchte sie sich keine Gedanken darum zu machen, wie er in die Beziehung zwischen Amber und Slade funken konnte. Und das war gut, denn irgendwann wollte auch Jamie mal etwas nur für sich selbst machen und nicht, weil es anderen half. Oh Gott, er hat schon jetzt einen schlechten Einfluss auf mich! Es war schließlich sonst nicht ihre Art an sich selbst zu denken. Doch wenn die junge Frau ehrlich war, tat das grade ganz gut.

„Jetzt wo du es sagst: Ich habe tatsächlich schon eine Weile überlegt, wie sich wohl dein Ohrläppchen anfühlt...“

Sie konnte ihn jetzt einfach nicht ernst nehmen und es tat gut ihn mal ein wenig auf zu ziehen und nicht immer zu versuchen sinnloser Weise mit ihm zu diskutieren. Das Desinteresse in seiner Stimme ignorierte sie getrost. Hoffentlich hielt ihre ausgelassene Stimmung noch ein wenig an. Es wäre schade drum.

Ihre Musterung des Kühlschranks bestätigte ihren Essensplan noch. Auch wenn er vielleicht bei den Anderen etwas anecken würde. Aber bei der Wärme hatte Jamie einfach Lust auf etwas Leichtes. Kochen konnten die Anderen. Also nahm sie Tomaten, Gurken, Paprika und Salat aus dem Kühlschrank und schloss ihn dann wieder.

„Würde ich für dich sogar tun, aber das ist nicht gerade angenehm für den Rücken. Außerdem habe ich das Gefühl, dass der Kühlschrank mir in den Ausschnitt glotzt!“

Jamie kramte eine Weile in den Schränken rum, um eine große Schüssel, ein Messer und ein Schneidbrett zu suchen. Dann begann sie das Gemüse zu schneiden, nachdem sie es gewaschen hatte.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   So Dez 19, 2010 11:18 pm

Immer noch lehnte er an der Küchenablage und betrachtete den Arsch der jungen Frau dort vor ihm, teilte ihr besser nichts von seinen sexuellen Bedürfnissen mit. Seine dunklen Augen waren ruhig, es gab keinen Grund sich ihr gegenüber auf zu führen, sie nervte ihn gerade weder mit irgendwelche Predigten, noch war sie irgendein nerviger Typ der sich aufspielen musste. Leider hatte sie auch irgendwie die Angewohnheit ihn irgendwie herum kommandieren zu müssen, aber das konnte man ändern. Sie war ihm eindeutig lieber als die anderen beiden Menschen denen er ständig über den Weg lief. Gut, von ihr hatte er schon mal eine geknallt bekommen, aber irgendwie hatte er das ja auch provoziert, also steckte er so etwas schnell weg. Er hatte schon so oft in seinem Leben eine geknallt bekommen, dass es für ihn wirklich nichts mehr Besonderes war, jedenfalls nicht so schnell. So manches Mädchen konnte froh sein, dass er nicht zurück schlug bei ihnen, aber das war so etwas wie auch die Ansicht, dass er sicherlich nichts in der Küche verloren hatte.

Er konnte recht handsam sein, wenn man nicht meinte ihm die eigene Meinung aufzwingen zu müssen, sondern ihn einfach in seiner Selbstverliebtheit in Ruhe ließ. Irgendwann wurde es ihm zu langweilig dorten zu stehen und er setzte sich auf die Küchenablage, zeigte somit nur noch mehr, dass er keinen Finger rühren würde. Ihm war eindeutig langweilig, auch wenn er eine recht schöne Aussicht vor sich hatte und jeder Typ sich sofort ziemlich heftig an dieses Mädchen ran machen würde. Auch wenn das bei männlichen Wesen immer fraglich war, Slyven hatte begriffen, dass er mit seiner üblichen Anmachtour bei ihr auf verlorenem Posten. Sly war ein absoluter Player, der nichts anbrennen ließ und vor allem sich das nahm was er haben wollte, ohne Rücksicht auf Verluste. Bei ihr verlor er da leider so ziemlich, weil sie mindestens genauso einen Dickschädel hatte wie der Dunkelhaarige, leider. Man konnte ja sagen was man wollte, der junge Mann gab sich echt Mühe in ihrer Gegenwart nicht den Großkotz heraushängen zu lassen, dass einzige was er kassierte war, dass er zur Küchenhilfe abkommandiert wurde.

Selbstironisch verdrehte er seine Augen und zog eine Kippe aus seiner Hosentasche, gerade war es ihm irgendwie egal ob es ihr gefallen würde oder nicht, dass er hier rauchte. Sie hatte gute Laune, er nicht, dass musste man doch irgendwie ausnutzen oder zur Sprache bringen? Er zündete die Kippe an und legte das Feuerzeug neben sich, inhalierte den geliebten Rauch, während seine Augen immer noch auf ihrer Kehrseite ruhten. Warum musste diese Insel nur so verdammt öde sein? Zu hause würde er jetzt wahrscheinlich immer noch seinen Rausch von der vergangenen Nacht, dem vergangenen Morgen ausschlafen um fit für die nächste Nacht zu sein. Hier saß er in einer Küche und hatte ernsthaft nichts Besseres zu tun als einem Mädchen auf den Arsch zu schauen. Wie tief er in dieser kurzen Zeit gesunken war, dass war schon wirklich faszinierend, sonst beschäftigte er sich mit anderen Dingen, oder wurde von irgendwelchen Weibern beschäftigt.

Schon wieder hackte das Mädchen auf ihn herum und er seufzte, stieß den Qualm aus und verdrehte die Augen, anscheinend machte es Spaß auf seinem Ego herum zu trampeln. Vorsichtshalber enthielt er sich einer Antwort, aber seine Laune sank immer tiefer, er wollte Beschäftigung, aber in einer Küche irgendwelche unschuldigen Nahrungsmittel zerhacken gehörte einfach nicht zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. Er lehnte sich zurück an die Wand, gammelte entspannt auf dieser Küchenablage, es war ihm egal ob er dem Mädchen im Weg war oder nicht. Vielleicht sollte er wieder gehen und Slade ein wenig ärgern, vielleicht konnte er sogar eine wirkliche Schlägerei provozieren. Vermutlich wäre das die einzige Beschäftigung die ihm Spaß machen würde, aber sicherlich würde Jamie ihm irgendwie dazwischen funken. Anscheinend war sie die persönliche Beschützerin des Liebespaars und er musste auf jeglichen Spaß verzichten.

Bei ihrem nächsten Kommentar hob er den Kopf wieder und zog sich die Kippe zwischen den Lippen heraus, zog leicht die Augenbraun nach oben und warf dem Kühlschrank einen schrägen Blick zu. Sie hatte eindeutig viel zu gute Laune, die so gar nicht zu seiner immer schlechter werdenden passen wollte. Noch Stumm lehnte er sich wieder zurück und schloss die dunklen Augen, zog dann aber das typisch schiefe Sly grinsen auf sein schönes Gesicht.

„Wenn es dir bei ihm nicht gefällt kann ich das gerne übernehmen!“

Es war ein Angebot, dass er sogar teilweise ernst meinte, er litt an Unterbeschäftigung und extremer Überwachung, vielleicht war Jamie ein verkappter Stalker oder so etwas. Das konnte wirklich sein, na ja eigentlich eher weniger aber auch egal, dieser Gedanke brachte wenigstens so etwas wie Ablenkung. Kurz öffnete er die Augen und betrachtete das Mädchen, bis er sie wieder schloss und in dieser Haltung weiter rauchte, es gab keinen Grund ihr mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, dafür war er inzwischen zu schlecht gelaunt.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   Mo Dez 20, 2010 4:08 pm

Das er rauchte störte Jamie kein bisschen und das er sich an die Arbeitsfläche lehnte noch weniger. Sie war eher irritiert davon, dass der sonst so schlagfertige junge Mann im Moment so wenig zu sagen hatte. Irgendwas war hier gerade verkehrt. Zweifelnd schaute sie den Schwarzhaarigen von unten her an, da er sich ja in einer ihr gegenüber erhöhten Position befand. Seine Laune schien ganz schön zu leiden und Jamie konnte nicht sagen, woran das lag.

“Wenn es deine Laune verbessert, bitte schön.“

Sie schaute dem jungen Mann wieder in die Augen und versuchte darin zu lesen, was los war. Allein lange Weile erklärte doch wohl kaum seine Stimmung, oder? Und so schlimm waren ihre Sprüche doch auch nicht, dass sie sein Ego auch nur ankratzen konnten. Sonst schien Sly doch auch nicht so empfindlich zu sein.

“Slyven, jetzt mal ehrlich: Was ist los?“

Ernst hing ihr Blick noch kurz an ihm, dann wandte sie sich wieder dem Gemüse zu, um den jungen Mann nicht unnötig unter Druck zu setzen. Wenn man es so sah, war das der erste Versuch ein ernsthaftes Gespräch zu führen, wo beide Seiten unter Umständen die jeweils andere ernst nahm. Ein Durchbruch? - Nur, wenn er darauf einging.


[maah, ich bin unwürdig -.-" son scheiß! tut mir leid, lena...]

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   Mo Dez 20, 2010 5:35 pm

Genervt trommelten seine Finger auf die Arbeitsfläche auf der er sich inzwischen breitgemacht hatte, während er in der anderen die Kippe hielt. Er war ernsthaft angepisst, von allem irgendwie, vielleicht spielte auch der Hunger mit rein, aber größtenteils war es die Langeweile. Es wäre nicht gut für seinen Stolz hier einen Finger zu krümmen der puren Beschäftigung wegen und so machte ihn diese Langeweile fertig. Wahrscheinlich gab es für ihn nichts schlimmeres als Langeweile zu spüren, vor allem weil es auf dieser verdammten Insel NICHTS und zwar wirklich NICHTS gab. Sly verschlief die Hälfte des Tages und die andere Hälfte des Tages feierte er, besoff sich und nahm Drogen, hier war er auf Entzug und wurde von Beschäftigungslosigkeit gequält. Immer noch lehnte er seinen Kopf gegen die kühle Wand der Küche, hielt die Augen die meiste Zeit geschlossen, vielleicht war ein Amoklauf eine gute Idee.

Vielleicht war es inzwischen ernsthaft der Entzug der seine Laune so stark sinken ließ, aber das letzte mal Drogen war noch nicht sonderlich lange her. Er brauchte Ablenkung und seine ‚Freunde’ wenn man sie so nennen konnte, vielleicht sollte der Dunkelhaarige eher sagen, dass er seine Drogen brauchte, aber vor allem Beschäftigung. Seine dunklen Augen öffneten sich wieder und richteten sich auf das Mädchen, während er begann den Schrank unter ihm mit seinen Füßen zu verprügeln. Das Geräusch der Vans gegen den Schrank war dumpf und machte das alles nicht unbedingt besser, konnte nicht mal jemand nen Striptease hinlegen? Seine Augen richteten sich wieder auf die Decke und er verdrehte die Augen, merkwürdigerweise versuchte er sich irgendeine Stripperin vorzustellen. Leider klappte das nicht im entferntesten so gut wie eigentlich gedacht, es klappte besser gesagt überhaupt nicht, scheiße, plan B.

Gelangweilt klemmte er die Kippe zwischen die Lippen und schwieg, es war wirklich merkwürdig von ihn, denn sonst warf er mit dummen Kommentaren nur so um sich. Jetzt saß er dorten, schwieg, rauchte und langweilte sich absolut, fühlte sich wie ein kleines Kind dem man das einzige Spielzeug weggenommen hatte. Seine Augen richteten sich wieder auf das Mädchen, dass sich mit dem was anscheinend zu einem Essen werden sollte beschäftigte. Slyven war eindeutig kein Fan von Kaninchenfutter, doch anscheinend war sie hier der Boss und er musste sich wieder einmal diesem Mädchen fügen. Irgendwie konnte er das langsam gar nicht ab, gab es hier nicht einmal etwas anständiges zum Essen? Nein? Scheiße, er würde es eindeutig nicht sonderlich lange hier aushalten ohne irgendjemanden umzubringen oder so etwas. Anscheinend bemerkte sie trotz ihrer Beschäftigung, dass seine Laune im eindeutig negativen Bereich war.

„Nein danke, kein Interesse mehr!“


Motzte er nur und betrachtete sie träge, er hatte gerade zu nichts mehr Lust, zu gar nichts mehr, er war frustriert, weil sie auf keinen seiner Anmachversuche einging. Es war noch nie passiert, dass keine seiner manchmal äußerst vielschichtigen Verhaltensweißen nicht bei ihr auf positive Resonanz stieß. Es gab gerade vieles was ihn anpisste und doch war eigentlich nichts sonderlich wichtig, trotzdem war seine Laune im Arsch, obwohl das eigentlich noch positiv war. Sie sah ihm in die Augen und er zog leicht die Augenbraun nach oben, durfte er nicht auch mal seine Stimmungsschwankungen haben? Vielleicht bekam er jetzt dann seine Tage und mutierte zu einem Mädchen, wäre doch sicherlich auch was, oder nicht? Gut, er konnte sich nicht wirklich vorstellen ein Weib zu sein, aber sein Recht auf Stimmungsschwankungen nahm er trotzdem in Anspruch.

Bei ihren nächsten Worten wanderten seine Augenbrauen höher, musste er sich jetzt bei ihr ausheulen oder so etwas? Sollte er jetzt zusammen brechen und sagen, dass sein Leben scheiße war? Nein er liebte sein Leben und zeigte das auch deutlich, aber anscheinend versuchte das Mädchen gerade ein ernsthaftes Gespräch mit ihm zu beginnen. Inzwischen sollte sie jedoch gemerkt haben, dass das bei dem schwarzhaarigen jungen Mann so ziemlich unmöglich war. Er verdrehte die Augen. Willkommen in dem Gespräch von Fr. Dr. Jamie und ihre vollkommen bekloppten Patienten Erklang es prompt sarkastisch in seinem Kopf und doch blieb er äußerlich so ziemlich ernsthaft, vor allem weil er zu angepisst war um herum zu albern.

„Was soll los sein? Mir ist langweilig und diese Insel geht mir auf den Sack!“

Es war wirklich so und das war eindeutig, immer noch nicht sonderlich darauf achtend ob sie die Arbeitsfläche nachher vielleicht brauchte oder nicht legte er sich eiskalt auf die Schränke die er hier stehen hatte. Die dunklen Augen schlossen sich wieder und er inhalierte den Rauch, bildete das perfekte Bild zu den Worten ‚vollkommen entspannt’ denn das war er nun einmal. Sollte Jamie jetzt aber mit irgendwelchen Predigten anfangen würde sich das ändern, denn dafür hatte er nun wirklich keinen Nerv. Aber er konnte dann immer noch verschwinden und ‚hau den Slade’ spielen, auch wenn ihm eine gewisse rothaarige Dame dann die Augen auskratzen würde.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   Do Dez 30, 2010 8:28 pm

War das Leben schön? Wenns nach Jamie ging würde sie diese Frage wohl mit Ja beantworten. Schließlich gab es jeden Tag etwas neues zu sehen. Die junge Frau hatte nie daran gezweifelt, dass es gut war, wenn man in seinem Leben versuchte so gut wie nur möglich mit jedem Tag fertig zu werden. Denn es gab immer ein Morgen und schon wegen der Neugierde darauf lohnte es sich das Heute ordentlich zu genießen.
Allerdings war wohl klar, dass jeder etwas anderes darunter verstand. Sie legte Wert darauf das Leben für andere so angenehm wie möglich zu machen. Wo hingegen Slyven nur daran dachte seinen Kopf durch zu setzen und so wenig Rücksicht wie möglich auf andere zu nehmen. In dem Punkt waren die beiden so unterschiedlich wie es nur ging. Auf den ersten Blick schienen sie sich gar nicht zu ähneln, und vielleicht war das sogar richtig, denn rein äußerlich gab es schon viele Unterschiede. Angefangen bei der Tatsache, dass Sly eindeutig ein Mann war und Jamie eine Frau, er schwarze Haare und sie rote hatte, bishin zu der unterschiedlichen Körperhaltung. Und doch glichen sie sich zumindest in ihrem Bestreben zu leben wie es ihnen gefiel. Klar, die Werte nach denen sie sich dabei richteten waren grundverschieden, doch im Prinzip wollten sie beide das selbe. Auch wenn Jamie nicht darum herum kam Slys Einstellung zu bewundern. Er machte sich damit nicht gerade Freunde, doch manchmal täte der Rothaarigen auch ein bisschen Egoismus gut. Sich ständig für andere aufzuopfern würde sie wahrscheinlich irgendwann mal kaputt machen. Doch es war nicht so einfach davon Abstand zu nehmen, war das doch das einzige, was sie den ganzen Tag über versuchte. Und im Grunde genommen war das nicht mal schlecht. Nur eben nicht ganz so oft. Eine Auszeit brauchte jeder einmal. Und war das nicht der Grund, warum sie sich auf das Inselprojekt eingelassen hatte? Um mal nicht 24 Stunden am Tag nur an andere zu denken?

Bei Slys Erwiderung schaute sie den jungen Mann nur zweifelnd an. Wow, musste seine Stimmung ganz schön im Keller sein. Noch nicht mal Zweideutigkeiten brachten ihn noch zum Grinsen. Schade, schade. Aber was sollte sie schon tun, sie würde sich trotzdem nicht ganz verbiegen. Schließlich hatte sie ja einen Grundsatz beschlossen. Dumm nur, dass Sly sie darauf gebracht hatte und deshalb fast deswegen etwas leiden musste. Mittlerweile sah sie den jungen Mann nicht mehr als Sozialprojekt an und das sie nur mit ihm hier war, damit er Amber und Slade in Ruhe lies hielt in ihren Augen auch keiner gründlichen Motivprüfung mehr stand. Letztendlich musste sich Jamie wohl doch eingestehen, dass sie Sly interessant fand. Nicht nur wegen seinen schleudertrauma-auslösenden Stimmungsschwankungen sondern auch weil sie gern wissen wollte, wie er war wenn er sich nicht verstellte. Es gab niemanden, der sich die ganze Zeit verstellen konnte.

Trotz seiner schnippischen Antwort musste Jamie grinsen, als sie sah, dass Sly sich auf der Arbeitsfläsche hinlegte. Kurzentschlossen legte sie das Messer beiseite und schob dann die Schüssel und das Gemüse weg.

“Mach mal Platz! Wenn du nichts machst, mach ich auch nicht weiter.“

Kurzerhand setzte sich auch die Rothaarige auf die Theke. Sie schob sich die Haare in den Nacken und lehnte sich an die Rückwand der Theke. Sie schloss die Augen und versuchte alle Gedanken aus dem Kopf zu bekommen.

“Tut mir leid, wegen der Ohrfei...Obwohl, nein, es tut mir nicht leid. Die hattest du verdient, kannst schließlich nicht durch die Gegend laufen und einfach wahllos ein Mädchen küssen!“

Jamie öffnete die Augen wieder halb und blinzelte Sly darunter an. Den Gedanken, was zum Teufel sie da gerade machte, der aus dem Zentrum ihres logischen Denkens kam, ignorierte die junge Frau einfach. Es wurde Zeit wieder richtig zu leben und nicht mehr mit Vorsicht an alle Dinge ran zu gehen!

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   Do Dez 30, 2010 9:05 pm

Sly schloss die Augen halb, seine dunklen Haare hingen ihm wirr in das schöne Gesicht, während er langsam wirklich absolut genervt wirkte, was er auch war. Langsam drehte er eine Kippe zwischen seinen Fingern, senkte die Hand an seine Lippen und zog an ihr, inhalierte wieder den Rauch, als wäre es etwas Lebensnotwendiges. Das Mädchen werkelte immer noch in der Küche herum und Sly hob langsam den Kopf, schielte zu ihr und legte ihn dann wieder so auf die Arbeitsplatte um sie ansehen zu können. Sie war eine interessante Persönlichkeit, eindeutig die interessanteste in seiner Umgebung und die vielschichtigste der er bis her begegnet war. Eigentlich waren Frauen einfach nur Dinge um seine Bedürfnisse zu befriedigen, sein Leben mit Spaß zu füllen ebenso wie der Alkohol es tat. Jamie hier war jedoch keine Schlampe mit der er es einfach so treiben könnte, die er mit ein paar netten Worten an irgendeinen stillen Platz entführen konnte. Nein, sie besaß so etwas wie ein Gehirn, das schien so ziemlich allen anderen Weibern verloren gegangen zu sein, ebenso wie der blonden Schnalle von Slade. Leicht verdrehte er die Augen, vielleicht wegs der Tatsache das nur wieder einmal ihn die Schuld traf, eigentlich hatte Amber angefangen…eigentlich.

Jede Bewegung des Mädchens, mit den langen roten Haaren, wurde von ihm zur Notiz genommen, aber besserte das seine Laune auch nicht unbedingt und er klemmte die Kippe zwischen seine Lippen. Mit einer genervten, ruckartigen Bewegung warf er die langen Haare aus seinem Gesicht, wusste das selbst so eine zerzauste Haarpracht seiner Schönheit keinen Abbruch tat. Seine Arroganz trat durch seine schlechte Laune nur noch deutlicher heraus, das merkte man durch seine veränderte Körperhaltung, auch wenn er im Moment wenig elegant dorten fläzte. Mit der anderen Hand trommelte er einen sinnlosen, schnellen, ja Stakkato ähnlichen Takt auf die Arbeitsplatte, betrachtete inzwischen wieder die Decke, die ebenso interessant war wie alles andere hier. Er seufzte eindeutig, seine Brust hob sich ruckartig und wünschte sich gerade nicht sehnlicher als einen verdammt vollen Club, geile Weiber, Drogen und Alkohol, ja er wollte zurück kehren in die Sackgasse in die er sich selbst gebracht hatte. Jamie war genial, eigentlich so ziemlich das was sich jeder Typ wünschen würde, nur leider war sie ebenso dickköpfig wie er selbst, was anscheinend nicht so gut funktionierte.

Sie stellte das Gemüse weg, legte das Messer ebenso weg und trat zu ihm, als sie sprach zog er leicht die Augenbraun empor, mit einem murrenden Geräusch machte er ihr Platz. Jamie grinste immer noch und er fand diese gute Laune langsam wirklich zu kotzen, wie konnte sie nur so gut drauf sein, wenn er dem verrecken nahe war. Der Schwarzhaarige blickte zu ihr empor und sah sie somit durch seine dunklen Haare, die ebenso dunklen Wimpern hindurch an, verzog leicht spöttisch die ebenmäßigen Lippen. Langsam zog er die Kippe aus dem Mund und ließ den Rauch über seine Zähnen und Lippen gleiten.

„Natürlich…euer Wunsch ist mir Befehl!“


Motzte er nur leise und sah sie an, war jedoch dann ‚frech’ genug um seinen Kopf einfach auf ihren Beinen zu platzieren, wenn sie ihm schon den Platz wegnahm würde sie als Kopfkissen herhalten müssen. Es schien als wäre diese Geste nichts besonderes, auch wenn er damit wahrscheinlich wieder riskierte eine zu fangen, es war ihm gerade egal, er hatte zu schlechte Laune um daran zu denken. Er rauchte seine Kippe auf und ignorierte seine Umwelt so ziemlich, auch das Mädchen auf dessen Beine er seinen Kopf gelegt hatte. Irgendwann achtete er doch auf ihre Worte, es kam keine ‚ab in die Selbsthilfegruppe’ Rede sondern einfach Worte, die halb ernstgemeint schienen, andererseits aber auch sofort widerrufen wurden. Der junge Mann setzte sich auf, zog die Augenbraun hoch und schnipste die Überreste seiner Kippe in den Mülleimer.

„Kann ich nicht? Seit wann?“

Fragte er nur und blickte sie an, beinahe schon herausfordernd und schob die Lippen langsam vor, wirkte provozierend und arrogant wie immer, so wie er wirken wollte. Die dunklen Augen leuchteten ihr entgegen, er mochte sie, vermutlich war das der Grund warum er sich nie so wirklich gegen sie wehrte, wenn sie wieder irgendwas wollte.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   Do Dez 30, 2010 11:48 pm

Es war belastend, dass Sly so gut aussah. Darin lag wahrscheinlich der Grund für sein übermäßiges Selbstvertrauen. Anders konnte sich Jamie das nicht erklären. Wer wünschte es sich nicht, dass sein Haar immer gut lag. Ob der junge Mann so was wie Bad Hair Day überhaupt kannte? Jamie bezweifelte das stark. Was würden Mädchen wie sie nicht dafür tun? Ihre widerspenstigen Locken taten was sie wollten und mittlerweile versuchte Jamie gar nicht mehr irgendetwas dagegen zu tun, denn am Ende blieb doch nur Frustration. Verschwendete Bemühungen.

Während Jamie das Abendbrot vorbereitete schickte sie immer wieder verstohlene Blicke zu Sly. Der rekelte sich genüsslich auf der Theke und kümmerte um nichts als sich selbst. Dass er rauchte störte Jamie kein Stück. Jeder hatte schließlich ein Laster. Ihres war wohl das Schwimmen, denn wenn sie längere Zeit nicht ins Wasser konnte litt auch Jamies Stimmung gewaltig. Auch wenn man es nicht direkt mit dem Rauchen vergleichen konnte. Sein Getrommel mit Händen und Füßen machte Jamie etwas nervös. Aber etwas zu sagen sparte sie sich. Lediglich einen leichtgenervten Blick warf sie dem schwarzhaarigen Jungen zu. Sie war sich sicher, dass es nichts ändern würde. Und damit hatte sie sich ja schon lange abgefunden. Wahrscheinlich musste sie dankbar sein, dass er ihre Strafpredigten überhaupt so ruhig über sich hatte ergehen lassen. Mittlerweile musste Jamie wohl darüber nachdenken, ob sie noch ganz richtig im Kopf war, denn auf einmal nahm sie alles scheinbar gelassen. Ihr Vorhaben schien zu funktionieren und das versetzte die junge Frau in eine Art Hochstimmung.

Sie ignorierte seine hochgezogene Augenbraue geflissentlich. Es gab schlimmeres und damit konnte er ihr nicht imponieren. Schließlich tat sie ihm damit nicht weh oder so. Der junge Mann sollte sich mal nicht so haben.

“Ich habe auch nichts anderes erwartet.“

Ein liebenswürdiges Lächeln lag auf Jamies Lippen und um ihre Augen blitzte ein Strahlen. Wieder einmal musste sie dem Drang widerstehen ihm die Zunge heraus zu strecken. Gott, viel zu gut gelaunt war die Rothaarige. Aber sie störte das am allerwenigsten.
Verwundert schaute Jamie dann zu Sly, der es sich mittlerweile auf ihrem Schoß bequem gemacht hatte. Wieso war ihr das nur klar, dass der junge Mann aus allem einen Vorteil schlug?! Aber gut, die „neue“ Jamie störte sich daran nicht. Es war ihr nicht unangenehm und deshalb lies sie es geschehen. Sie sollte eben bloß nicht zu sehr darüber nachdenken.

“Pass nur auf, dass du nicht zu frech wirst!“

Ein freches Grinsen lag auf ihren Lippen und sie schaute ihm wieder direkt in die Augen.
Bei seiner herausfordernden Frage schaute sie ihm wieder in die Augen. Sein arrogantes Gesicht gehörte mittlerweile für sie dazu und sie nahm das nicht mehr vorrangig wahr.

“Ja, schon immer halt. Was denkst du wie doof du schaun würdest, wenn dich plötzlich ein x-beliebiges Mädchen in aller Öffentlichkeit küssen würde? Und jetz erzähl mir nicht, dass dir das ständig passiert, du bist kein Rockstar!“

Provozierend schaute sie ihn an, doch ein kleines Grinsen blieb. Sie genoss die Unterhaltungen mit Slyven viel zu sehr. Eindeutig.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   Fr Dez 31, 2010 12:08 am

Slyven ließ in der Zeit des vollkommen sinnlosen Herumliegens eine reihe von halbnackter Tänzerinnen an seinem inneren Auge vor rüber ziehen und später begann er sich jedoch zu sehr dabei zu langweilen. Das er auf sein Trommeln einen genervten Blick von dem Mädchen erhielt brachte ihn dazu, zu grinsen, seine Augen leuchtete, denn so etwas sorgte bei ihm wieder für gute Laune. Leider hielt diese nicht lange, machte seiner eher trübseligen Stimmung wieder Platz, er wünschte sich in eine Welt voller Regenbogenponys die…nein er ließ diesen Gedanken wieder fallen. Stattdessen widmete er sich gedanklich wieder dem Mädchen, sie war wirklich ein Part für sich, dass sie die interessanteste Person hier war, war auch nicht ungewöhnlich, immerhin war der Rest mental verstorben. Sie schien in Hochstimmung zu sein, es war wirklich zum kotzen, dass sie so gut drauf war und er hier mit einem ziemlichen Stimmungstief zu kämpfen hatte, verdammte Ungerechtigkeit. Wieder ließ er die dunklen Augen tanzen, brachte sie dazu sich zu verdrehen und sah zur Decke empor.

Zu seiner eigenen Überraschung kam kein Protest als er es sich kurzerhand auf ihrem Schoß bequem gemacht hatte nicht ohne natürlich auf ihre Überlegenheit hingewiesen zu werden. Sly schnaubte spöttisch, denn er war keines wegs der Typ Mann der den Frauen jeden Wunsch an den ablaß oder sonst irgendetwas, er war der Typ der sie einfach gnadenlos benutzte. Es war nicht gerade ungemütlich so dorten zu legen, ihre seine Zunge in den Hals zu stecken wär aber noch besser, besonders wenn Slade oder sonst jemand rein kommen würde. Er hatte sich ihr gegenüber verwirrend gut benommen, bisher aber hatte sie sich ihm gegenüber so ziemlich unbeeindruckt gezeigt, sollte er etwa vor ihr strippen bis er endlich die Aufmerksamkeit bekam die er wollte. Slyven war es gewohnt das zu bekommen was er wollte, kurze Zeit hatte er sich Amber in den Kopf gesetzt und prompt hatte er sie auch bekommen, doch sein eigentliches Ziel war Jamie. Eigentlich hatte er nur sehen wollen ob sie seine Aktion irgendwie berührte, leider hatte sie ihn nur angeschnauzt wie er es wagen konnte die beiden zu verletzen, anscheinend war mehr in ihrem Inneren dem junge Paar zugeneigt als ihm. Deprimierend, wirklich ernsthaft deprimierend.

„Frech werden?“


Erklang es nur von dem jungen Amerikaner und er blickte ihr ruhig entgegen, verzog noch nicht einmal die Lippen zu einem typischen, schiefen, spöttischen Sly – Grinsen wie sonst eigentlich. Plötzlich war es da, zuckte über sein Gesicht und er schüttelte leicht den Kopf, räkelte sich auf der Arbeitsplatte und somit auch halb auf ihr, ihn kümmerte das wenig. Man konnte nicht behaupten, dass der Schwarzhaarige sonderlich schüchtern war, wenn es um Körperkontakt ging, immerhin hatte er sie auch schon geküsst. Das Grinsen wurde deutlicher und er blickte ihr entgegen, die dunklen Haare immer noch wirr in das schöne Gesicht hängen, er wusste das er perfekt war, bis auf seinen Charakter vielleicht, aber sonst war er perfekt. Sie schaffte es ernsthaft seine schöne miese Laune zu zerstören und das fand er alles andere als sozial, aber wahrscheinlich würde sie ihn sonst nicht mehr lange ertragen können.

Bei ihren folgenden Worten zog er langsam die Augenbraun hoch, hatte sich inzwischen aufgesetzt und blickte sie von der Seite an, was wollte sie jetzt damit sagen. Ein erneutes Grinsen strich über seine Lippen, wenn sie wollte das er mit seinem Sexleben auspackte konnte sie das gerne haben, denn da gab es einiges zu erzählen. Beinahe hätte er gelacht, doch er ließ es bleiben, lauschte nur ihren irgendwie leicht wirren Worten, entweder sie wollte eine Selbsthilfegruppe für ihn bilden, oder sie wollte mit ihm rummachen. Dem zweiteren wäre er eindeutig nicht sonderlich abgeneigt gegenüber, denn aufs Knutschen und auch das was weiter ging verstand er sich bestens, noch besser als darauf verbal Leute zu töten. Mit einer beiläufigen Geste strich er sich die Haare aus dem Gesicht und blickte sie weiterhin unverwandt an, legte den Kopf leicht schief und zog erneut die Augenbraun hoch.

„Weißt du es? Gut, auf der Straße seltener, aber eigentlich mach ich hauptssächlich mit fremden Frauen rum, in den Clubs nimmst du dir selten Zeit jemanden richtig kennen zu lernen!“

Lachte er nur, erneut lag etwas provozierendes in seiner Stimme, sie konnte es ausprobieren ob er mehr oder weniger Fremde küsste, er würde sicherlich stillhalten, jedenfalls mehr oder weniger. Die dunklen Augen leuchteten ihr herausfordernd entgegen, ja es war eindeutig, dass er niemand war der in so einem Punkt einen Rückzieher machte.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   So Jan 02, 2011 6:46 pm

Wenn das so weiter ging würden die Jugendlichen heute wohl gar nichts zu essen bekommen. Jamie schien im Moment besseres zu tun zu haben, als für die anderen zu sorgen. In wie fern das wirklich besser war war strittig. Momentan hatte die junge Frau jedoch die Lust am Essen machen verloren. Schließlich hatte sie noch immer keine Ahnung, was die anderen essen wollten und sie war es nicht gewöhnt dabei auf andere Rücksicht zu nehmen. Dadurch das ihre Mum zum Essen so gut wie nie da war brauchte die Rothaarige lediglich für sich selbst sorgen. Sie konnte essen wann sie wollte und worauf sie Lust hatte. Und wenn sie eben mal keine Lust hatte zu kochen, dann tat sie es einfach nicht. In der Beziehung war es gut, dass ihre Mutter so gut wie nie zu Hause war. Nur die Leere in der Wohnung wurde der Teenagerin manchmal zu viel und dann musste sie sich einfach unter eine Menschenmasse mischen. Schließlich konnte sie nicht jeden Abend DVD's mit Freunden schauen, die hatten schließlich auch alle noch etwas anderes im Leben. Auch wenn sie beim Schwimmen oft allein war, war dieses Allein sein doch angenehmer, weil sie in den Momenten ja etwas sinnvolles tat. Schon oft hatte Jamie überlegt, ob sie sich nicht einen Hund anschaffen sollte. Doch das Tier würde am Wochenende, wenn Jamie bei Wettkämpfen unterwegs und nicht zu Hause war, allein in der Wohnung bleiben und das wollte und konnte die junge Frau nicht verantworten. Für sie war das alles manchmal ein richtiger Fluch und in den Momenten sehnte sie sich nur noch mehr danach doch in Irland bei ihrem Vater und seiner großen Familie zu leben. Allerdings hatten sie diese Möglichkeit nur all zu oft schon durchgesprochen und waren immer wieder zu dem Ende gekommen, dass sie erst einmal ihre Schule zu Ende bringen sollte.

Um es bequemer zu haben lehnte sie sich hinten an der Theke mit dem Rücken an. So schaute sie nun schräg auf Slyven runter, der noch immer den Kopf auf ihren Beinen gebettet hatte. Kurz huschten Jamies Gedanken zu Amber und Slade, die wahrscheinlich im Moment dabei waren draußen Holz zu sammeln, so wie sie es abgesprochen hatten. Sie würden nicht erfreut sein, wenn sie wieder kamen und sehen würden, dass Jamie ihren Part nicht eingehalten und etwas zu essen gemacht hätte.

“Oh, ich muss mich korrigieren: Pass auf das du nicht noch frecher wirst.“

Seine Laune schien sich zu bessern, jedenfalls bildete Jamie sich das ein. Sicher war sie erst, als wieder das typische Grinsen auf seinem Gesicht erschien. Lange hatte der Schwarzhaarige ja nicht durchgehalten, aber sie würde sich hüten ihm das unter die Nase zu reiben.
Nachdem Sly sich aufgesetzt hatte nutzte Jamie die Chance und überkreuzte ihre Beine auf der Arbeitsfläche. Jetzt, wo der junge Mann neben ihr saß merkte man den Größenunterschied wieder.

“Und wenn man sich immer eine Neue nimmt kann man auch ganz leicht verhindern, dass man irgendwann einem Mädchen begegnet, dass vielleicht für mehr gut ist, als sexuelle Bedürfnisse zu befriedigen.“

Es war definitiv keine bissige Erwiderung, auch wenn es vielleicht so klang. Die junge Frau hatte aber nun mal eine Abneigung dagegen, wenn Männer Frauen als reine Lustobjekte betrachteten. Gut, in der Beziehung war sie auch keine Heilige, doch es gab Grenzen und viele Männer kannten diese nicht. Im Endeffekt musste jedoch jeder selber wissen, was er tat.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftshaus   So Jan 02, 2011 10:04 pm

Hatte das Mädchen nicht vorgehabt Essen zu machen oder so etwas? Anscheinend war dieses Ziel so ziemlich außer Reichweite geraten und Sly grinste leicht bei diesem Gedanke, wenn er sich den Blick der beiden die Holzsammeln waren vorstellte. Sicher würde große Begeisterung aufkommen, wenn sie sahen, dass doch nicht wie besprochen eine Mahlzeit auf sie wartete, sondern das der Schwarzhaarige es sogar schaffte sie davon abzulenken. Oh er hatte nichts dagegen ablenkend zu sein, er hatte keinen Hunger, jedenfalls nicht auf so ein Kaninchen Futter wie sie es zubreitete. Ja, man konnte offen und ehrlich von dem Schwarzhaarigen behaupten, dass er ein Fast Food Junkie war, es war viel einfacher als großartig zu kochen. Slyven war einfach zu faul sich in die Küche zu stellen oder sonst irgendetwas, es war einfach schlicht und ergreifend zu langwierig, einfach zu viel Arbeit. So eine Beschäftigung überließ er lieber frustrierten Hausfrauen oder Leuten denen das wirklich Spaß machte oder so etwas. Jamie bot sich anscheinend auch noch freiwillig, außer im Moment.

Als er noch mit seinem Kopf auf ihren Beinen lag, vermutlich sah es ziemlich interessant aus da die beiden sonst nicht so auf Schmusen waren, jedenfalls nicht mit einander und NOCH nicht. Anscheinend genoss es Jamie viel zu sehr in irgendwie zu piesacken, jedenfalls tat sie das ständig irgendwie, oder hielt ihm irgendwelche Vorträge. Theatralisch rollte er mit den Augen, klammerte sich verzweifelt an dem letzten bisschen schlechter Laune fest, dass er noch besaß. Konnte sie ihm nicht seine Laune lassen? Musste sie unbedingt so gut drauf sein, so dass es auch noch richtiggehend ansteckend war? Eigentlich fand er es ja ziemlich bequem, dass man aber gleich als frech abgestempelt wurde war dann schon ziemlich unfair, weswegen er sich aufrichtete und ihr lauschte. Ein erneut theatralisches Seufzen erklang und er verdrehte wieder die Augen, schenkte ihr einen abschätzenden Blick.

„Ich bin nicht frech, ich bin wohlerzogen!“

Gab er nur arrogant von sich und blickte die junge Frau neben sich stolz wie immer an, seine Augen leuchteten ihr entgegen. Leicht hob er den Kopf ein bisschen mehr und blickte sie weiterhin unverwandt an. Inzwischen hatte er sich wieder aufgerichtet und saß ihr ruhig, aufrecht gegenüber, betrachtete sie und schenkte ihr ein Grinsen. Sie hatte es wirklich geschafft, Applaus für Jamie, seine schlechte Laune zu zerstören und ihn sogar einigermaßen zu erheitern. Das Mädchen lenkte das Thema ihres Gesprächs immer mehr auf Slys Sexleben und er hatte eigentlich überhaupt keine Scheu darüber zu sprechen. Er wechselte oft die Mädchen, manche blieben nur für eine Nacht, mit anderen schmückte er sich ein wenig länger, aber nie ging er eine richtige Beziehung ein. Bisher hatte er sich auch noch nie verliebt, er kannte das Gefühl nicht, amüsierte sich nur über die Menschen die plötzlich merkwürdig schwachköpfig wurden.

Bei ihren Worten jedoch verzog er die Lippen, seine dunklen Augen wurden kurz schmaler, auf dieses Thema hingegen stand er überhaupt nicht. Anscheinend vermuteten wirklich viele, dass er Bindungsangst oder so etwas hatte, das war nicht der Fall, nur hatte er nach kurzer zeit kein interesse mehr an vielen Frauen. Meistens war das weibliche Geschlecht nur ein schlichtes Spielzeug für den Schwarzhaarigen, denn er sah einfach keinen Grund sich irgendwie an irgendeine zu hängen. Langsam zog er die Augenbraun hoch, wenn es nach ihm ging sollte sie jetzt nicht weiter fragen, denn er hasste es. Spöttisch schob er die Lippen leicht nach vorne und blickte wieder auf die gegenüberliegende Wand.

„Nun, bisher hat mich keine Frau genügend interessiert um sie näher kennen zu lernen!“

Erklang es ruhig von ihm und er zuckte leicht mit den Schultern, das er sich mit ihr unterhielt, hieß schon eindeutig etwas. Eigentlich war er niemand der sich mit Gesprächen gegenüber Frauen abgab, man hatte das ja schon bei Amber beobachten dürfen. Ja, die Rothaarige hier reizte ihn, weckte sogar so etwas wie Interesse in dem schönen jungen Mann.

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