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 Der kleine See

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Jamie
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BeitragThema: Der kleine See   Sa Apr 03, 2010 6:23 pm



Der See. Im Wald verborgen liegt er da, umgeben von hohen Bäumen, die ihn verstecken, bis man fast das Ufer erreicht. Vom Waldweg aus ist das klare Gewässer nicht zu sehen.

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BeitragThema: Re: Der kleine See   So Apr 18, 2010 6:08 pm

Riley biss in den Apfel. Er hatte eine grüne und eine rote Seite, wie bei Schneewittchen. Und genau wie der Märchenapfel, schmeckte dieser nicht. Statt eines saftigsauren Geschmacks, breitete sich das mehlige Gefühl eines alten Apfels in seinem Mund aus. Na lecker.
Diese Frucht war gerade noch für einen Kuchen zu gebrauchen. Unwillkürlich fragte sich der junge Mann wie lang die Nahrungsmittel schon auf der Insel waren. Aber eigentlich wollte er es nicht wissen.
Aber was war, wenn auch er so ein Apfel war? Gerade gut genug für etwas minderes, etwas worin viele seiner Sorte zu einem Ganzen zusammen kamen, was im Endeffekt trotzdem nicht perfekt war?
Mit einer schwungvollen Bewegung lernte der Apfel fliegen und landete unsanft im Gebüsch.
Riley setzte seinen Weg mit schnellen Schritten fort, einfach gerade aus, ohne Rücksicht auf das Gelände. Immer mehr Pflanzen mussten seinem Gewaltmarsch weichen und immer tiefer drang er in die Insel vor.
Einsamkeit. Dieses Wort wird immer mit Hilflosigkeit, Trauer und Angst verbunden. Doch es konnte auch positiv sein. Stille, Ruhe, die Rückbesinnung auf das eigene Ich.
Vor ihm tat sich eine kleine Lichtung auf. Bei näherem hinsehen erkannte er einen ruhigen See mit glatter Oberfläche, wenn man von den kleinen Bewegungen in der Nähe des Wasserfalls absah.
Es war schön hier. Ruhig.
Langsam setzte sich Riley auf einen Stein, zog die Schuhe aus und lies die Füße ins Wasser hängen. Einfach mal die Seele baumeln lassen. Frei sein.
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Jamie
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BeitragThema: Re: Der kleine See   So Apr 18, 2010 6:43 pm

Jamie war nicht schnell genug aus dem Gemeinschaftshaus gekommen um Riley noch auf dem Weg einzuholen. Deshalb erspähte sie ihn immer nur hin und wieder. Entweder er merkte nicht, dass ihm jemand hinter her lief oder er wollte es nicht merken. Doch Jamie würde sich davon nicht abhalten lassen. Seltsamerweise machte sie sich wirklich Gedanken um den jungen Mann. Irgendwas an seinem Ausdruck vorhin hat sie irritiert.
Jamie hatte keine Zeit sich zu orientieren oder sich den Weg einzuprägen. Sonst hätte sie Riley verloren und sich womöglich im Wald verlaufen.
Plötzlich jedoch verschwand Riley wieder aus ihrem Sichtfeld. Jamie kam auf eine kleine Lichtung. Sie war gut verborgen, man sah sie erst, wenn man schon fast drauf stand. Jetzt war die junge Frau einfach so gefangen von dem Anblick der Natur um sie herum, dass sie sich erst einmal umsah. Ein kleiner See lag versteckt da. Das passte alles perfekt zusammen. Stille lag über diesem Ort.
Am Ufer des Sees sah die Rothaarige Riley sitzen. Jetzt war ihr auch klar, warum sie ihn nicht mehr gesehen hatte. Er ließ die Füße ins Wasser gleiten. Vorsichtig ging Jamie näher zu dem Ufer. Ohne ein Wort zu sagen setzte sie sich neben Riley. Ihr Blick glitt auf das klare Wasser. Nur leicht kräuselte sich dessen Oberfläche.

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BeitragThema: Re: Der kleine See   Mi Apr 21, 2010 5:49 pm

Riley saß am Ufer des klaren Sees. Das Grün um ihn herum war beeindruckend, es war so intensiv, dass er sich unwillkürlich fragte ob irgendetwas noch grüner sein konnte. Konnte etwas noch grüner als grün sein? Schmunzelnd schüttelte er sacht den Kopf.
Es war einfach unwirklich, so friedlich, so ruhig, das er sich wie ein Eindringling in einem kleinen Paradies vor kam. Waren sie Eindringlinge?
Ober war es gut das sie hier waren? Sicherlich nicht, die Umwelt wurde eines Stückes Erde beraubt, man hatte ihr etwas entrissen.
Mit den Füßen im kühlen Wasser bildete er neben dem sachten Wasserfall die einzige Unterbrechung des Spiegels. Ob der See Spiegelsee hieß? Oder, um dem Namen Cambio gerecht zu werden: Lago Espejo?
Wahrscheinlich war das Wasser von kleinen Bakterien bevölkert, die ihn mit einer schweren Tropenkrankheit beschenken würden.
Das Wasser an dieser Stelle war schon recht tief, vermutlich mehr als 1 m. In diesem See zu schwimmen musste herrlich sein...

Als Jamie sich neben ihn setzt war dies keine Überraschung für ihn, irgendwie hatte er das erwartet. Aber warum? War er sich sicher gewesen das sie kommen würde, wegen ihrem Gespräch gestern? War es weil er gehofft hatte das er nicht allein sein würde? Hatte er gehofft das sie kommen würde? Er wusste es nicht...

Kein Angst allein im Wald mit einem Verrückten?

Er lächelte sacht und schubste sie sacht mit der Schulter an. Wieder reifte eine Idee in seinem Kopf, doch bevor er soweit gehen konnte musste er dafür bezahlen.

Manchmal ist mir dieser gabzer Trubel, dieses ganze nette Getue zu viel, ich bracuhe meine Ruhe, die Einsamkeit der Natur und einfach Abstand. Ich weiß das die anderen finden das ich gemein oder fies bin, doch bis jetzt hatte ich mich noch ziemlich gut im Griff.

Dann lächelte er stärker, er hatte seinen Preis gezahlt und nun durfte er seine Idee verwirklichen.
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Jamie
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BeitragThema: Re: Der kleine See   Mi Apr 21, 2010 9:07 pm

Schon kurz nachdem sich das Mädchen neben ihn gesetzt hatte, hatte Riley zu sprechen angefangen. Und er war keineswegs genervt oder beleidgend, wie sie erwartet hatte. Schließlich hatte sie seine Ruhe gestört und verhinderte so eben, dass er allein rum sitzen konnte. Im Gegenteil, der Dunkelhaarige schien nichts gegen ihre Anwesenheit zu haben. Sonst hätte er ihr das klipp und klar mit sehr direkten Worten gesagt. Da war Jamie sich sicher.

Einer muss doch den Wald vor dir beschützen. Außerdem bezweifle ich, dass du der einzigste Verrückte hier bist.

Jamie erwiderte sein Lächeln leicht. Auf das Anstubsen ihrer Schulter reagierte Jamie mit einem sachten Stoß mit ihrem Ellenbogen.
Jetzt offenbarte Riley ihr den Grund dafür, dass er weg gegangen war. Das hatte Jamie irgendwie schon gewusst, es war ihr klar gewesen, dass das irgendwann mal so sein würde. Zumindest hatte sie den Dunkelhaarigen schon am Abend zuvor so eingeschätzt.

Zu viele Leute auf einem Haufen...Wobei ich nicht finde, dass du fies bist.

Jamie war es manchmal auch irgendwie zu eng. Auch wenn sie nicht unbedingt mit den anderen kuscheln musste. Doch dieses Gefühl des Eingeengt seins spürte sie manchmal auch. Bis jetzt war das kein Problem gewesen, doch irgendwann würden sich die Feriengäste der Insel auch auf dem relativ großen Gelände auf die Füße treten. Das war bekanntlich immer so.

Weißt du was ich tue, wenn es mir zu viel wird? Ich gehe schwimmen. Da fühl ich mich frei und nicht so eingeengt.

Jamie hatte keine Ahnung warum sie Riley das erzählte. Aber er hatte ihr gegenüber ja ebenso offen gesagt, waum er sich zurück zog.

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BeitragThema: Re: Der kleine See   Do Apr 22, 2010 10:32 pm

Wie lang war es her, das Riley sich so wohl gefühlt hatte? Jahre, Monate...die Scheidung hatte das Wunder vollbracht das alle Tage in seinem Leben von einer stupiden Taubheit erfasst wurden, das alles an ihm vorbei zog und er sich fühlte, als wäre er ein Aussenstehender.
Die Schule, das Abitur, war er da wirklich dabei gewesen? Er erinnerte sich noch düster an die Abschlussfeier, hatte er einen Anzug getragen? Oder war das jemand anderes, jemand fremdes gewesen, den er da vor sich sah?
Er war zwar erst kurz auf der Insel, doch seltsamerweise zeigte diese Isolation schon eine Wirkung. Er konnte die Vergangenheit nun mit Abstand und Diskretion betrachten, ohne selbst darin zu landen und sich in einem Teufelskreis wieder zu finden.
Und was sollte er tun, wenn er zurück musste? er hatte zwar immer noch die Chance sich in eine Höhle zu verkriechen und Jungfrauen zu kidnappen, oder als Weihnachtsmann in Kaufhäusern aufzutreten. Im Sommer würde er dann Betttester werden und im Frühling und Herbst Springbrunnen auf oder zu drehen. Toller Plan.

Jamie hatte von sich erzählt. Irgendwie kamen ihm seine eigenen Probleme immer unwichtig vor, wenn er die von anderen hörte,obwohl das eine sehr selbstzerstörerische Aktion war.
Sie schwamm gern? Er hatte es eigentlich nicht so mit dem Wasser, allein schwimmen fand er langweilig, aber seine Idee keimte wieder auf.

Was würdest du sagen, wenn ich dir dabei helfen könnte dich frei zu fühlen?

Jeder der ihn kannte er kannte das verräterische Grinsen, das Blitzen in den Augen, die Bewegungen, einfach eine Seite von Riley bei der man sich, wenn sie zum Vorschein kam, in Acht nehmen musste. Doch Jamie kannte ihn noch nicht so gut.
Er musste inmmer breiter grinsen. Und die Idee schien, egal welche Folgen sie haben würde, passend.
Er stemmte sich leicht auf, stellte sich auf die Beine und streckte sich. Dann, ohne Vorwarnung schubste er Jamie in den See. Er wusste das das Wasser angenehm und tief genug war.
Als Jamie nicht mehr direkt am Ufer war, sprang er mit einem Kopfsprung hinter her.

Riley war schon immer für sein Spontanität bekannt -oder eher berüchtigt- gewesen, es grenzte fast schon an Kurzschlusshandlungen.
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Jamie
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BeitragThema: Re: Der kleine See   Sa Apr 24, 2010 6:39 pm

Gerade wollte Jamie zu einer Antwort ansetzen, als Riley sie in den See schubste. Zwar hatte sie ihn davor auf Grund seines Grinsens skeptisch angeschaut, doch sie hatte nicht wirklich damit gerechnet.
Trotz allem hatte die Rettungsschwimmerin instinktiv Luft geholt, bevor sie unter die Wasseroberfläche tauchte. So konnte sie eine Weile unter Wasser bleiben. Jamie tauchte eine kleine Strecke. Hinter sich sah sie, dass auch Riley in das Wasser sprang. Sein Kopf tauchte unter der Wasseroberfläche auf. Sie wartete bis er wieder auftauchte und schwamm dann unter Wasser mit kräftigen Zügen zu ihm. Kurz hinter dem jungen Mann tauchte die Rothaarige vorsichtig wieder auf.

Rache ist Blutwuuuurst!!!!, mit diesem Schlachtruf legte sie Riley lachend von hinten die Hände auf die Schultern, stemmte sich dann hoch und versuchte ihn mit ihrem ganzen Gewicht unter die Wasseroberfläche zu drücken.

Der Seewar an dieser Stelle nicht sehr tief so das sie beide bequem stehen könnten, aber suchen konnte man es ja mal. Außerdem wurde das Wasser weiter hinten tiefer. Zur Not musste sie den dunkelhaarigen dahinter locken um ihre Rache zu bekommen.
Jamie hingen die nassen roten Strähnen ins Gesicht, doch sie störte sich nicht weiter daran. Auch an die aufdringlichen Stechinsekten, die sie auf dem Weg zurück zu den Blockhütten verfolgen würden verschwendete sie jetzt noch keinen Gedanken.

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BeitragThema: Re: Der kleine See   Sa Apr 24, 2010 7:12 pm

Es war ein wunderbares Gefühl in das Wasser einzutauchen, welches den jungen Mann mit kühler und erfrischender Intensität aufnahm. Herrlich. Während sein Körper durch das Wasser glitt, Luft hatte ihre Bedeutung verloren, und er kurz die Augen öffnete um sie besser orientieren zu können, dachte er,dass er noch nie etwas so wunderbares getan hatte, als in diesen See zu springen. Kurz musste er sich mit den Händen am Grund abdrücken, das Wasser war nicht tief genug um die Unnötig zu machen, dann tauchte er mit einigen kräftigen Zügen weiter in die Mitte des Sees.
Als er wieder auftauchte, es fühlte sich an, als hätte er noch nie geatmet, sah er die Welt wieder in ihrer beeindruckenden Farbenpracht.

Jamie schrie ihre Rache heraus, doch der Versuch den 1,83m-Mann unter Wasser zudrücken scheiterte kläglich. Aber er wollte ihr den Spaß nicht verderben und tauchte erneut unter. Riley war sich im klaren darüber das Jamie wusste das sie ihn nicht herunter gedrückt hatte. Aber egal. Als er wieder unter Wasser war, es war einfach toll zwischen Luft und Wasser zu wechseln, fing er an, Jamie in die Seite zu picken. Als Rache für die Rache gegen ihn. Dann tauchte er erneut auf, wie ein Fisch im Wasser ging nur so lang, wie man die Luft anhalten konnte, und legte sich Jamie über die Schulter. RACHE.

Er war schon immer stark gewesen. Wenn er es zuhause nicht mehr aushielt, tat er etwas für seinen Körper.
Und nun war er entschlossen Jamie nicht einfach herunter zu lassen. Ein paar Mal sprang er leicht auf und ab, dann lies er sich nach hinten fallen. Es war lang her das er solchen Spaß gehabt hatte, und noch nie hatte er jemanden gefunden, der so war wie Jamie.
Irgendeinen Fehler hatte sie sicherlich, niemand ist fehlerfrei, doch bei ihr konnte er so sein wie er war. Und das machte ihm Angst. Jahre lang lebte er hinter seiner Fassade und nun war er einfach mal er selbst.
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BeitragThema: Re: Der kleine See   Sa Apr 24, 2010 7:30 pm

Die vereinzelten Sonnenstrahlen, die sich ihren Weg durch die Blätter der Bäume bahnten ließen die Wasseroberfläche glitzern. Einzelne Tropfen die umherflogen sahen aus wie winzige Diamanten. Außer dem platschen von Wasser, wenn sich einer der Teenager bewegte, war es noch immer still auf der Lichtung.

Immer wieder hatte sie versucht Riley dazu zu bringen unterzutauchen, doch sie hatte diese Rechnung ohne seine Körpergröße und Kraft gemacht. Als er dann jedoch tatsächlich untertauchte vergogen sich Jamies Lippen zu einem Schmollmund. Riley hatte selbst nachhelfen müssen. Was war das denn für eine Rache gewesen?! - Gar keine! Aber gut, sie würde sich shcon noch etwas einfallen lassen. So leicht kam er ihr nicht davon. Doch bevor sie etwas machen konnte war Riley bereits wieder unter der Wasseroberfläche verschwunden und pickte sie in die Seite. Obwohl die rothaarige versuchte seine Hände zu erwischen, um sie fest zu halten und sich so vor weiteren picksern zu schützen, brachte es nichts. Er war zu schnell.

Riley, hör auf! lachend wartete sie bis der junge Mann wieder auftauchte. Irgendwann musste jeder mal Luft holen.

Als sein Kopf sich der Wasseroberfläche näherte und er schließlich ganz auftauchte spritzte Jamie ihn erst mal voll.
Doch kaum einen Augenblick später hatte er sie über die Schulter geworfen. Und obwohl Jamie mit den Beinen strampelte und nun ihrerseits versuchte ihn in die Seiten zu pieken, lies er sie nicht runter.
Dann fing er auch noch an zu hüpfen und lies sich schließlich nach hinten fallen, sodass sie wieder unter die Oberfläche tauchten. Vor lauter Lachen hatte Jamie fast vergessen Luft zu holen. Unter der Wasseroberfläche befreite sie sich aus seinem griff und tauchte unter ihm hin weg, nur um ihn dann daran zu hindern wieder aufzutauchen. Wenn sie ihn nicht von oben nach unten tauchen konnte so konnte sie ihn vielleicht wenigestens daran hindern von unten nach oben zu gelangen. Doch irgendwie bezweifelte sie das auch hier. Kräftemäßig war sie ihm halt doch unterlegen. Was nicht bedeutete, dass sie einfach aufgab.

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BeitragThema: Re: Der kleine See   Sa Apr 24, 2010 8:03 pm

Es war einfach nur befreiend nicht immer darauf achten zu müssen was man tat, sondern einfach mal los lassen zu können. Und das tat Riley. er überlegte nicht ob es sich gehört hier einfach rum zu albern, ob er Jamie anders behandeln sollte, ob er die anderen allein lies. Es war ihm gerade alles so herzlich egal, das er sich nicht wunderte wie er so beschwingt handeln konnte.
Es stimmt im Moment einfach alles. Die Umgebung mit dem Wasserfall, den unwahrscheinlich grünen Pflanzen, die Ruhe, die Stille, die nur von ihnen beiden unterbrochen war. Es war einfach wunderschön hier. Und die Gesellschaft war auch nicht zu kritisieren.

Mit vor Freude fast platzenden Körper rette sich Riley vor Jamies Attacken unter Wasser. Sie war eine gute Schwimmerin, er schwamm selten, doch nicht schlecht und steuerte nun den Wasserfall an. Kleine Tropfen brachen das Licht in seine Spektralfarben. Es war gar nicht so lang her gewesen, als er dies in Physik noch einmal behandelt hatte. Der ganze Stuss mit der Totalreflektion, dem Streuwinkel und der Dispersion des Lichtes. wenn interessierte das im Endeffekt? Niemanden.

Bald hatte er den Wasserfall erreicht, schwamm darunter hindurch und genoss das Gefühl, als das Wasser auf ihn traf. Unter dem Wasserfall waren einige Felsen, sie eigneten sich um sich darauf zu setzten. Es war ein herrlicher Platz. Durch den Schleier des Wasserfalls konnte man die Außenwelt nur verschwommen erkennen. Wahrscheinlich war man für Unwissende unsichtbar. Praktisch.

Ob Jamie hier her kommen würde? Sein Atem hatte sich beruhigt, er fühlte sich nun wieder etwas gefestigter und Gedanken hatten in seinem Kopf wieder Platz gefunden. Und plötzlich glitten seine Gedanken, die Verräter waren gerade erst wieder gekommen, in eine andere Richtung ab.
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BeitragThema: Re: Der kleine See   So Apr 25, 2010 8:39 pm

Riley schaffte es wie erwartet sich ihr zu entwinden und weg zu schwimmen. Nachdem er sich losgemacht hatte tauchte Jamie erst einmal auf um Luft zu holen. Das Wasser entspannte ihre Muskeln, sie fühlte sich losgelöst. Frei. Fast wie immer wenn sie schwamm hatten ihre Augen diesen besonderen Ausdruck. Sie konnte selbst nicht sagen, wie es aussah, sie hatte es nur immer mal wieder gesagt bekommen. Schwimmen gehörte eindeutig zu den wichtigsten Dingen in ihrem Leben. Ihre Mutter hatte scherzhaft gesagt, dass Jamie wahrscheinlich Schwimmhäute wachsen würden, wenn sie so oft im Wasser war. Doch das damals kleine Mädchen hatte sich nicht vor dem Gedanken geekelt, so wie ein paar ihrer Freundinnen. Nein, für die Rothaarige war das sogar ein Ansporn gewesen. Jamie war fast shcon enttäuscht gewesen, als sie fest stellen musste, dass sie keine Schwimmhäute bekam, wie viele Stunden sie auch im Wasser verbrachte. Mittlerweile war Schwimmhäute zu bekommen nicht mehr ihr vorrangiges Ziel. Ein leichtes Lächeln zog sich auf ihre Lippen als sie an diese vergangenen Augenblicke dachte. Dann kehrte sie jedoch wieder in die Realität zurück.
Riley war weg. Sie drehte sich oberhalb und unterhalb der Wasseroberfläche um ihre eigene Achse, doch sie sah ihn einfach nicht. Neugierig schwamm das Mädchen mit kräftigen Armzügen in Richtung des Wasserfalls am anderen Ende des Sees. Dabei streckte sich ihr Körper fast automatisch. Noch einmal schaute sie sich um, ob Riley nicht doch aufgetaucht war. Doch sie sah den dunklen Schopf seiner Haare nirgends. Also tauchte sie unter den Wasserfall. Die Wucht mit der das Wasser in den See traf war unter der Oberfläche geringer. Es war wie eine Massage. Auf der anderen Seite ging es tatsächlich weiter. Zumindest stieß Jamie unter Wasser nicht gleich auf Felsen.
Fast wäre sie in Riley rein geschwommen, so plötzlich tauchte sein Körper vor ihr auf. Sie lächelte ihn leicht an.
Während Jamie sich ihre roten Haare wieder aus dem Gesicht strich hielt sie sich mit einer Hand an seiner Schulter fest. Hier konnte sie nur schwer stehen und die glatten felsen unter ihren Füßen würden nicht dazu betragen ihren Stand zu festigen. Hinter dem Vorhang aus Wasser war es noch ruhiger als davor.

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BeitragThema: Re: Der kleine See   Mo Apr 26, 2010 10:01 pm

Jamie war plötzlich aufgetaucht und hielt sich an seiner Schulter fest. Es war eine andere Sinneswahrnehmung als vorhin, als sie einfach Just-For-Fun herum gehampelt hatten. Die Berührung empfand er nun als intensiver, als wäre es plötzlich nicht einfach nur ein Aufstützen...als würde mehr dahinter stecken. Der junge Mann war sich im klaren darüber, das sie sich erst seit einem Tag kannten, doch das Gefühl, das es nicht viel länger benötigte um sich zu entscheiden, ob man jemanden mochte, lies sich durch diese Tatsache nicht abschütteln. Es war...er wollte eigentlich nicht darüber nachdenken... wie ein stilles Einvernehmen, als würden Worte überflüssig sein. Doch wahrscheinlich interpretierte er nach der harten Zeit die hinter ihm lag nur zu viel in eine harmlose Geste.

Neben Riley auf dem Felsen war noch Platz. Er streckte seinen Arm aus, legte ihn um Jamies Hüfte und zog sie auf die freie Stelle. Er selbst rutschte etwas weg, wohl wissend das eine Stoffhose auf Stein keine gute Idee war. Während er sie auf dem Platz beförderte, waren sie sich näher als sonst, die Planscherei einmal ausgeschlossen. Es war...wie gesagt seltsam für ihn.
Bisher konnte man seine Beziehung nicht wirklich als platonisch beschreiben. Es war nie eine wirklich tiefe Verbindung entstanden, die über da erste Verliebt sein hinaus ging. Und jeder, der zum ersten Mal spürt, dass es etwas oder besser jemanden gibt, der wichtiger ist als man selbst, weiß wie diese Erkenntnis einen gefestigten Charakter aufwühlt.

Jamie saß neben ihm. Sie saßen unter einem Wasserfall im Hüfthohen, warmen Wasser eines tropischen Sees. Allein. Auf einer Insel. Das hatte sowohl Vorteile als auch Nachteile. Riley überlegte sich gern Vorteile und Nachteile. Es war eine seltsame Eigenschaft, eine EX-Freundin hatte ihn einmal mit einer von den Gilmore Girls verglichen, obwohl er sich in dieser Serie eher als den bösen Jess sah, als Rory Gilmore mit den blauen Augen.

Seine Gedankengänge waren seltsam. Wirklich. Und zeitweise erschrak er selbst darüber welche Wege sie gingen. War das normal? Sicherlich nicht.
Das Wasser rauschte an ihnen beiden vorbei. Es war das einzige Geräusch welches Riley vernahm. Die Vögel schienen verstummt.
Langsam drehte er sich zu Jamie um und blickte sie an. Sie hatte schöne braune Augen. Sie leuchteten und glänzten. Das T-Shirt klabte an ihrem Körper. In Gedanken schallt er sich für diesen Gedanken, aber was sollte er machen? Er nahm alles wahr, jede Bewegung, jeden Atemzug.
Ohne etwas zu denken - gähnende Leere im Kopf ist auch wieder etwas seltsames - streckte er die Hand aus, um ihr die Haare aus dem Gesicht zu streichen. Sie waren weich. Und rot. Und lang.
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BeitragThema: Re: Der kleine See   So Mai 02, 2010 11:56 am

Unter Rileys nassem Shirt spürte sie deutlich die Muskeln. Es war irgendwie seltsam, denn jetzt, wo fast alle Hintergrundgeräusche ausgeschaltet waren, nahm sie seine Anwesenheit, seine Nähe noch deutlicher wahr. Falls das überhaupt möglich war.
Riley legte seine Hand an ihre Hüfte und zog sie auf den Platz neben sich. Diese Berührung war so viel anders als die davor. Zumindest bildete sich Jamie das ein. Seit sie auf der anderen Seite des Wasserfalls aufgetaucht war hatten sie kein Wort gesprochen. Es war nicht nötig etwas zu sagen. Es gab nichts zu sagen. Worte hätten diesen Augenblick zerstört.

Einige Augenblicke lang saß sie nur neben Riley. Jamie konzentrierte sich darauf ruhig und gleichmäßig zu atmen. Ihren Kopf hatte sie gesenkt und die nassen roten Harre hingen ihr wieder ins Gesicht. Als sie irgendwie Rileys Blick auf sich spürte hob sie den Kopf wieder und schaute ihn an. Kein Gedanke hatte Platz in ihrem Kopf als er die Hand ausstreckte und ein paar der Strähnen wieder aus ihrem Gesicht strich. Dabei striffen seine Fingerkuppen auch leicht über ihre Haut und schon hatte Jamie das mit dem ruhigen und gleichmäßigen Atmen vergessen. Sie schaute Riley noch immer in die Augen, prägte sich seine Gesichtszüge ein, die ihr irgendwie schon jetzt vertraut waren. Das Strahlen seiner Augen, wenn er lächelte, der leicht ironische Zug um seine Mundwinkel, wenn er seine Kommentare ab gab. Doch jetzt sah sie weder ein Lächeln noch Ironie.
Ohne groß darüber nach zu denken, da Gedanken noch immer keinen Platz in ihrem Kopf hatten, beugte sie sich zu Riley. Ihre Lippen berührten sanft die seinen.

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BeitragThema: Re: Der kleine See   So Mai 02, 2010 4:33 pm

Jamie küsste ihn. Es war kein Gedanke der dies signalisierte, es war ganz einfach dieses Gefühl, das seinen Körper in jeder Zelle erfasste. Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Ihre Lippen berührten die seinen zart. Es war mehr als ein Freundschaftskuss, es war anders als ein Abschiedskuss und es war..es war...es war irgendwie wegweisend, obwohl Riley nicht genau sagen konnte was diese Beschreibung für ihn bedeutete, es wusste nur das es so war.
Mit seiner Hand, die die Haare aus dem Gesicht gestrichen hatte, hielt er nun ihren Kopf, die andere hatte er in ihren Nacken gelegt.
Riley erwiderte den Kuss, erst zögernd, dann immer deutlicher.
Am Ende jeder Liebesgeschichte entschuldigte man sich für den Kuss und sagt: "Lass uns so tun als wäre das niemals passiert" oder "Es war nur ein Ausrutscher"
Aber das würde Riley nicht tun. Das hier war viel zu schön um es leugnen zu können, viel zu schön als es einfach ungeschehen zu machen.
Seit langem spürte er endlich wieder, dass dies hier nicht nur die körperliche Anziehung war. Doch noch nie hatte er das so intensiv gespürt.
Und je länger der Kuss dauerte, desto schneller begann sich ein Gefühl in ihm zu regen.
Er war kein guter Mensch, er würde sie nur verletzen, er würde sie nie glücklich machen können. Anfangs lies sich das Gefühl noch unterdrücken, doch Riley wusste das es wachsen würde.

Wie lang würde dieser Moment noch anhalten? Riley wusste es nicht, doch er wollte auch nicht daran denken.
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BeitragThema: Re: Der kleine See   So Mai 16, 2010 12:02 pm

Jamie legte Riley die Arme um den Hals, als sie merkte, dass er ihren Kuss erwiderte. Mehr wollte sie jetzt nicht. So impulsiv handelte die gebürtige Irin sonst nicht, doch hier war das anders. Die Insel war anders.
Es war auf der einen Art ein gutes Gefühl, auf der anderen aber auch seltsam. Wenn man bedachte, dass sie sich grade mal 24 Stunden kannten. Aber dagegen konnte man ja nun nichts machen. Ob es die Liebe des Lebens war? Wer wusste so was schon im Vorfeld?! Aber da war auf jeden Fall etwas, eine Spannung, eine Anziehung, die über Freundschaft hinaus ging. Zumindest glaubte Jamie das. Aber sie würde sich das alles doch nicht eingebildet haben, da Riley ja jetzt hier war. Mit ihr. Und sie küsste. So etwas konnte man sich schlecht einbilden. Dazu war es zu gut.
Seltsam, diese Gedanken. Sehr seltsam. Aber Jamie hatte jetzt besseres zu tun als über so etwas nachzudenken.

[It does me sorry, that it so short is. But you know, I have no time and creativity. I promise you that I more write when...when it later is??!!... Very Happy]

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BeitragThema: Re: Der kleine See   Mi Mai 19, 2010 7:17 pm

Was war eigentlich das Inselfieber, von dem gesprochen wurde? War es der Wunsch auf einer Insel wie dieser zu leben, zu verweilen, sie zu entdecken? Oder war es die Reaktion der Psyche auf einen so beschränkten Raum? Lies diese Vertrautheit, dieses Zwangsläufig beieinander sein die Menschen verrückt werden? Hatte jeder das Potenzial eines Killers, wenn er nur lang genug auf der Insel war? Waren die kleinen MAcken eines Menschen dann so unerträglich das man ihn nur noch ausschalten möchte?
Oder aber war das Inselfieber diese Hitze die sich in ihm ausbreitete, dieser Hang zur Spontanität, zum Impulsiven, zum Leben ohne Gedanken an die Zukunft und die Vergangenheit?
War es dieser Gefühlszustand, der ihn handeln lies? Oder war er doch nur ein Testosterongesteuerter Menschenaffe, wie die anderen Kerle die er stets mit Abscheu bedacht hatte?

In diesem Augenblick gefangen, konnte er nicht weiter darüber nachdenken was oder wer er war, er lebte in diesem Moment nur unter dem Wasserfall und war von der Magie des Augenblickes gefangen. Als Jamie ihre Arme um ihn legte, er spürte das dies nicht nur ein harmloser Urlaubsflirt für ihn sein würde, da wusste er, das er sie mit seinem Wesen nicht verletzten durfte.
Doch dies war nicht der Moment zum Handeln. Dieser Moment gehörte nur ihnen.
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BeitragThema: Re: Der kleine See   Mi Mai 19, 2010 8:44 pm

Oh je... Wann war das eigentlich passiert? Diese Umwandlung. Dieser Sinneswandel? Dieses Durcheinander? Seit wann führte sich Jamie auf wie ein kleiner Teenager im Sommercamp? Gut, zugegeben, sie war ja noch ein Teenager, aber wann hatte sie angefangen sich Hals über Kopf in einen Jungen zu verknallen und ihn einfach so mir nichts, dir nichts zu küssen? Zwar schätzte sie Riley keinesfalls als einen der "bad boys" ein, die einen nur ausnutzten, und normalerweise erwartete sie auch nichts schlimmes, weil ja so was kaum passierte und schon gar nicht ihr, aber seit wann küsste sie bitte aus lauter Intuition einen Jungen den sie kaum einen Tag kannte? Zumal sie noch nicht viel geredet hatten. Sie wusste praktisch gar nichts über ihn. War sie vollends verrückt? Schließlich wägte sie doch sonst alles gegeneinander ab und enschied sich dann, zumindest bei solchen Angelegenheiten. Wann hatte sie ihren gesunden Menschenverstand ausgeschalten? Wann hatte sich dieser von ganz allein ausgeschalten? Als das komische Gefühl der Vertrautheit aufgetaucht war, wie aus dem Nichts? Oder als sie sich in seinen Augen verloren hatte? Oder vielleicht beides?
Aber wen interessierte das denn jetzt noch? Es war ganz egal, wie es dazu gekommen war. Es war nur wichtig, dass es so gekommen war. Und es war gut, dass es so gekommen ist. Und es war gut, dass es hier passiert ist. Und überhaupt war grad alles gut.
Und damit verdrängte Jamie diese Fragen aus ihrem Kopf. Sie hatte keine Ahnung, wie lange sie sich shcon küssten. Von ihr aus hätte es ruhig noch eine Weile weiter gehen können. Aber gut, irgendwann musste auch sie mal wieder tief Luft holen. Schade. Ihre Lippen würden wahrscheinlich noch eine Weile lang sauer auf ihre Lungen sein, aber gut. Dieser Kuss war schließlich kein einmaliger "Ausrutscher". Er hatte was zu bedeuten. Deshalb würde er wahrscheinlich nicht allein bleiben.
Vorsichtig löste Jamie ihre Lippen von Rileys. Doch sie rutschte nicht weg sondern blieb in seiner Nähe.

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BeitragThema: Re: Der kleine See   Mi Mai 19, 2010 9:30 pm

Jamie hatte den Kuss beendet, doch noch immer spürte er ihre Lippen brennen. Es war nicht sein erster Kuss und doch fühlte es sich so an. Wenn er nicht so verbohrt und vom Slebsthass zerfressen wäre, dann hätte er an eine höhere Vorhersehung geglaubt. Oder an das Schicksal, doch sagte Shakespear in seinem Hamlet nicht "Pfui, Metze du, Fortuna!"
Aber er glaubte eigentlich nicht an sowas. Eigentlich.

Sie saß noch immer in seiner Nähe und es war seltsam schön. Er schaute ihr in die Augen und der Schalk war schon zurück gekehrt.
Na? Lust auf die Zigarette danach?

Er war fast wieder in seine alte Rolle zurück verfallen, doch er wusste das er ihr nicht weh tun wollte.
Vielleicht sollten sie dann langsam zurück gehen, doch er wagte es nicht sich zu bewegen.
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BeitragThema: Re: Der kleine See   Sa Mai 29, 2010 6:57 pm

Jamie hatte unbewusst auf eine Reaktion von Riley gewartet. Doch sie wusste nicht, welche sie erwartet hatte. Der Kommentar, den sie bekam, enttäuschte die Rothaarige nicht. Im Gegenteil. Riley schien nicht so ein hoffnungsloser Romantiker zu sein, der ihr sofort ein rießiges Liebesgeständnis machte. Zum Glück. Denn das wäre alles andere als authentisch. Wenn sie sich auch noch so wohl in seiner Nähe fühlte und es in ihrem Bauch warm wurde, wenn er sie berührte, sie kannten sich trotzdem noch zu wenig, als das man von der ewigen Liebe sprechen konnte.

Deshalb huschte auf Jamies Gesicht ein Grinsen, als Riley sprach.

"Nein, tut mir leid. Ich bin Nichtraucher. Aber tu dir keinen Zwang an. Hier schwimmen sicherlich irgendwo noch ein paar Zigaretten rum."

Das war nicht ihr bester Kommentar gewesen, aber irgendwie war Jamie gerade abgelenkt. Durch Riley. Da brauchte man sich nicht wundern.
Es wurde sicherlich langsam Zeit, dass sie zurück gingen. Nicht das sich die anderen Sorgen machten und womöglich nach ihnen suchten. Außerdem hatte Jamie mittwerweile Hunger, da das Frühstück ja ausgefallen war. Ein leiser Seufzer entfuhr ihren Lippen.

"Ich glaube wir sollten langsam zurück gehen..."

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BeitragThema: Re: Der kleine See   Sa Mai 29, 2010 8:12 pm

Riley war mit seinen Gedanken etwas abgeschweift. Ihm war aufgefallen, dass er in seinen anderen Beziehungen bis her immer nur banale und teils stupide gelebt hatte. Immer wieder das selbe, egal was war, nie etwas besonderes. Das war hier anders, doch wahrscheinlich war es die Insel die dies schaffte.
Was würden die anderen sagen...oder denken wenn sie klitschnass ankommen würden? Oder: was würden sie denken, wenn sie erkennen wie sich der Umgang zwischen ihnen geändert hatte?
Auch wenn es die wenigsten wusste, Riley dachte darüber nach was andere übre ihn dachten. Seine saloppen Sprüche waren ein Schutz. Doch das wusste keiner.


Werden sich sicher wundern wo wir waren, aber wenn sie heiße Storys wollen, müssen sie die SuperIllu aufschalgen.

Er glitt unter dem Wasserfall hervor. Bevor er auf tauchte, hatte er noch ihre HAnd berührt, doch wahrscheinlich würde sie es als ZUfall abtun. Er würde sie nicht verletzten, und deshalb war dies fast ein Abschied.

Ich würde dir ja meine Jacke anbieten. Aber die ist in Deutschland.

Langsam schwamm er zum Ufer. Er würde hier auf sie warten.
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Jamie
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BeitragThema: Re: Der kleine See   Mi Jun 02, 2010 5:08 pm

Und wie weiter? Wie entwickelten sich Gefühle wie Liebe auf einer Insel weiter? Normalerweise lief es meistens so ab, dass man sich traf und die Vorlieben und Abneigungen des Anderen nach und nach kennenlernte. Hier würden sie den ganzen Tag zusammen sein. Mehr oder weniger. Schließlcih teilten sie sich die "Wohnräume". Würde das gut gehen oder würden sie sich doch schneller auf die Nerven gehen, als man "Cambio" sagen kann?

Jamie war ein wenig in Gedanken versunken. So dass sie auf Rileys Kommentar nur ein leichtes Lächeln gab. Auch die Berührung ihrer Hand nahm die junge Frau nur am Rande war. Was blieb war dieses schöne Gefühl, dass sie im Moment hatte und von dem sie sich wünschte es würde nie vergehen.
Erst als Riley weg war tauchte Jamie aus den Gedanken richtig wieder auf und tauchte dann gleichfalls unter dem Wasserfall durch.
Würde das Märchen, was hinter dem Schleier des Wassers begann auch davor weiter bestehen? Jamie hoffte es jedenfalls. Zumindest hatte sie heute sicherlich einen ihrer Lieblingsplätze gefunden.

So weit ist es ja nicht. Und wenn ich Glück habe mögen dich die Mücken so wie so lieber.

Mit ausgreifenden Armzügen schwamm Jamie ans Ufer und trat aus dem Wasser. Sie wollte sich jetzt lieber nicht im Spiegel sehen. Die Haare nass und die Klamotten hingen sicherlich auch wie ein...nun ja... nasser Sack an ihr. Aber es gab schließlich schlimmeres und bad konnte sie sich umziehen.

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BeitragThema: Re: Der kleine See   Do Jun 03, 2010 4:12 pm

Sie waren beide wieder auf dem trockenen. Allerdings waren ihre Kleider durchweicht und es war recht widerliches Gefühl mit den nassen Schuhen durch den Wald zu laufen. Bei jedem Schritt würde man das Wasser zwischen den Zehen hindurch quirlen fühlen und wahrscheinlich waren die Socken nur noch nasse Lappen. Die Jeans klebte an den Beinen und das Shirt betonte sie Figuren der Beiden noch deutlicher, doch keiner von ihnen hatte etwas zu verstecken.

Darf man der gnädigen Madam behilflich sein?

Wie das tanzen seiner Augenbrauen. Dann packte er ihren arm, sanft und doch bestimmt, und warf sie sich über die Schulter. Dann wandte er sich Richtung Haus und lief los. Falls sie protestieren sollte, war ihm das herzlich egal.
Und was die anderen sagen würden war ihm auch egal.

Mit großen Schritten bahnte er sich seinen Weg und schon bald war das HAus in sichtweite. Nun würde es nicht mehr lange dauern bis die anderen wieder Realität wurden.

Schon hatte er die Blockhütten erreicht, der Sand klebte an seinen nassen Schuhen und ihm war klar das er auch noch Schuhe putzen durfte.

Ohne zu zögern betrat er das Blockhaus der Mädchen, lies Jamie auf der Bett in der Nähe der Tür fallen und verlies die Tür. Nur kurz warf er einen Blick über die Schulter, dann ging er duschen.


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