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 Der Strand

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Amber

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BeitragThema: Re: Der Strand   Di Sep 21, 2010 8:37 pm

Eine Weile rannte, naja so fern man es rennen nennen konnte, die Blonde den Strand entlang. Die schon etwas tief stehende Sonne strahlte ihr ins Gesicht, doch selbst sie schien heller als die Sonne zu sein. Denn Amber fühlte sich momentan wie eine Sternschnuppe, die gerade durch das Weltall flog. Der Wind sorgte dafür, dass es nicht zu warm wurde und ihre nackten Füße wurden vom kühlen Meereswasser umspült. Ein tolles Gefühl! Doch wie lange Amber noch den weichen Sand unter ihren Füßen spüren würde, wie lange sie noch im Paradis verweilen durfte, wollte sie gar nicht wissen, nicht daran denken, da es sicherlich nicht schön ablaufen würde, wenn die Zeit sich dem Ende zuneigen wird. Kein schöner Gedanke, gar nicht schön. Doch nun war es Zeit füt schöne Dinge. Alles Böse musste sich erstmal hinten anstellen, war noch nebensächlich. Carpe Diem! … Seize the day! … Nutze den Tag! Nur das galt.

Nach einer sehr übertrieben, gefühlten Ewigkeit stand er endlich vor ihr und ehe die Blonde sich versehen hatte, näherte sich sein Gesicht den ihrs. Dies sollte jedoch kein Kuss werden, wie sie sich gedacht hatte, sondern Slade berührte nur sanft ihre Lippen, um sich dann wieder von ihr zu entfernen. Verträumt schaute sie ihm hinterher und sein Lachen hallte immer noch in ihren Ohren wider. Fest entschlossen es in ihr Gedächtnis zu speichern wurde ihr ein paar Sekunden später erst bewusst, dass er 'in das Meer' hineinlief. Sollte das wieder eine Wasserschlacht werden? Gespannt aber vorsichtig lief sie ihm hinterher, um dann mit Schwung auf seinen Rücken zu springen. Lachend hielt sie sich fest, wissend, dass es ihn unvorbereitet traf, aber sie wusste ja, dass Slade stark genug war, um ihren zierlichen Körper zu halten.

Überraschung!

Eine freudige Stimme mischte sich in das Meeresrauschen. Wie würde er reagieren?
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Slade

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BeitragThema: Re: Der Strand   Di Sep 21, 2010 11:07 pm

Das Wasser war wie vorhin schon angenehm kühl und umspielte seinen Körper. Ja so konnte man es wirklich nennen. Jede einzelne kleine Welle brach sich an seinem Körper und er hätte Amber fast dazu gedrängelt mit ins Wasser zu kommen. Doch dann schaute er zurück und sah das soe dort am Stran stand und lächelnd in ihre Gedanken versunken war. Sollte sie diesen nach hängen.

Und so drehte sich Slade Richtung offene See und gin noch ein paar Schritte weiter sodass nur noch sein Oberkörper zu sehen war. Er blickte raus aufs Meer und vergaß alles um sich rum. Wie gerne wäre er ein Fisch. Ein Fisch der einfach durch die weiten des Ozeans schwimmen könnte. Frei und ohne Grenzen. Es wäre so ein tolles Gefühl. Ob man nun nach Nord/Süd oder West/Ost schwimmen wollte. Man konnte es einfach. Und das war einfach eine tolle Vorstellung.

Weit weg von hier, war er total erschrocken als ihm etwas auf den Rücken sprang. Als er Ambers Stimme hörte musste er lachen. Und das kam aus vollem Herzen.

Und was nun?

Und ohne auf eine Antwort zu warten lies er sich nach vorn gleiten indie Wellen. Mit Amber auf den Rücken war das gar nicht so einfach doch im Wasser löste er sich von ihr und schwamm ein wenig aus ihrer Reichweite und tauchte auf. Und hielt nach ihr Ausschau.
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Amber

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BeitragThema: Re: Der Strand   Do Sep 23, 2010 7:04 pm

Manch einer würde bei Ambers Akttion - nämlcih jemanden auf den Rücken zu springen - an glückliche Familienerlebnisse zurückdenken. Wie freudig der Vater seine Tochter huckepack durch die Gegend trug. Aber bei der Blonden war es nicht so. Sie konnte auch gar nicht an solche Momente denken, da es keine davon gab. Herr Cudley war immer ganz freundlich zu ihr gewesen, aber ein solches (Adoptiv)Vater-Tochter-Verhältniss hatte sie nie gehabt. Immer waren es ihre Geschwister gewesen, die auf seinen Rücken herumgetragen werden durften, während die kleine Amber in der Ecke stand und das Familiengeschehen beobachtete. In diesen Augenblicken hatte man sie spüren lassen, dass sie nicht zur Familie gehört, dass alles nicht echt war, dass sie nur eine Fremde war. Aber nun gehörte sie so zu sagen zu Slade. Die junge Frau hatte endlich jemanden gefunde, bei dem sie sich geborgen fühlt, sicher fühlt wie noch nie. Nie wieder wollte sie zurück, um in die Gesichter der Cudneys schauen zu müssen. Nie wieder den Schmerz spüren, die Einsamkeit - ihr ewiger Begleiter. Egal wo die Junge Frau früher mit ihrer Familie war, sie hatte schon die ganze Zeit eine seltsame Leere gefühlt, die an manchen Tagen unerträglcih war, sodass sie am liebesten weglaufen wollte. Natürlich hatte sie gewusst, dass das nciht möglich war. Doch da jetzt die Zeit gekommen ist und Amber fühlte, dass sie die Cudneys nicht braucht und es ohne sie ihr sehr viel besser ging, hatte die Blonde einen Entschluss gefasst. Als nächstes würde sie ausziehen. Ob es ihnen gefiel oder nciht. Diesmal würde sie den Mund aufmachen und sich nicht alles sagen lassen. Amber würde alles selbst bestimmen. Nicht mehr an sie gebunden sein. Endlcih frei. Genauso wie in diesem Moment. Die Blonde war frei von allesn Pflichten. Sie konnte essen, schlafen oder ausgehen wann und mit wem sie wollte. Keine Erklärungen mehr. Kein Ärger mehr. Wie sie es jedoch den Cudneys erklären wird, würde sie sich erst überlegen, wenn es an der Zeit war. Denn jetzt war es an der Zeit, die verbleibenden Tage mit ihm zu genießen.

Kaltes Wasser weichte ihre Klamotten auf und langsam löste sich ihr Körper von seinem. Sein einst so wundervoll warmer Rücken war ein großer Kontrast zum kalten Meerwasser. Aber eins hatten sie gemein. Die Blonde konnte sich bis in die Ewigkeit in ihnen verlieren. Sein herzhaftes Lachen war zu hören und auch sie stimmte mit ihm ein. Weiter weg von ihr war nun Slade und wartete auf ihre Antwort. Eigentlich brauchte sie gar nicht zu überlegen, denn es war ihr egal was sie machen würden – hauptsache zusammen. So schwamm sie zu ihm rüber.

Ehrlich gesagt würde ich alles tun, nur musst du dabei sein.

Eigentlcih wollte die Blonde es anders ausdrücken, aber unglücklicherweise, war ihre Aussage mehrdeutig geworden. Was solls? Slade würde schon wissen was sie meint. Lächelnd blickte sie in seine wunderbaren Augen. Man konnte sich darin verlieren. Genauso wie im Meer!
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BeitragThema: Re: Der Strand   Sa Sep 25, 2010 3:06 am

Es war wohl übertrieben zusagen das Amber nun sein Leben komplett machte. Doch fühlte es sich in diesem Moment so an. Er hatte das Gefühl das schon immer etwas gefehlt hätte in seinem Leben und sie es nun war die dieses Stück zu schliessen schien. Wie das letzte fehlende Teil in seinem ganz persönlichen Puzzle. Und doch wusste er, auch wenn er es gerade verdrängte, dass es noch 2 andere Puzzleteile gab , die wahrscheinlich nie wieder in das Gesamtbild passen würden. Seine Eltern und sein bester Kumpel. Was hätte er nur jetzt gesagt wenn Slade ihm das mit Amber erzählt hätte. Vielleicht hätte er ihn erst einmal ausgelacht. Sein Kumpel war nie so zu begeistern für feste Beziehungen wie Slade. Auch wenn er kein Macho war. Doch spätestens , nachdem er eingesehen hätte, dass es Slade nun wirklich Ernst meinte, hätte er sich für ihn gefreut. Er hätte ihm wahrscheinjlich auf die Schulter gekloppft und sie hätten zusammen irgendwo an einem entlegenen Ort ein paar Flaschen geleert. Doch Slade wusste das diese Erinnerungen, ja sogar Hoffnungen nie wahr werden würden.

Von einem glockenhellen Lachen wurde er aus seinen dunklen Gedanken geholt. Amber stand vor ihm. Und nun wusste er wieder das doch, wenn er sich anstrengte, alles gut werden könnte. Auch ihne die beiden fehlenden Puzzleteile.

Wirklich alles?

Es war eine zweideutige Frage auf der einen Seite wollte er sie nur ein wenig necken um ihr zu zeigen was alles so bedeutete. Aber auf der anderen Seite erwartete er wirklich eine Antwort. Meinte sie es Ernst mit ihm. Er meinte wohl keinesfalls das sie mit ihm Schlafen sollte. Sein Alles war gefühlvoller. Wichtiger als Sex. Zumindest für ihn.
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BeitragThema: Re: Der Strand   Sa Sep 25, 2010 7:42 pm

Normalerweise würde die Blonde sich schämen solch mehrdeutige Sachen von sich zu geben. Denn was würde andere Leute von ihr denken, wenn sie so etwas in der Öffentlichkeit sagen würde? Bestimmt nichts gutes. Amber würde dann rot anlaufen und nicht wissen, was sie jetzt tun sollte. Aber die Realität sah ganz anders aus.
Erstens: Nie würde die Blonde mit fremden über ihre privaten Themen sprechen und erst recht nicht plaudern.
Zweitens: Das hier war alles andere als die Öffentlichkeit. Denn sie war mit Slade – allein – am Meer, oder besser gesagt im Meer.
Drittens: Slade würde nie denken, dass die Blonde mit ihrer Aussage etwas schlechtes meinen würde. Er schien zu wissen, wie sie ist.
Das waren genug Gründe, um die negativen Gedanken aus ihrem Gedächtnis zu löschen. Sie brauchte sich nicht zu schämen. Auch wenn es seltsam klang. Amber machte sich halt viele Gedanken, wie sie und andere etwas sagen. Denn meistens zeigen sie, wie es im Inneren eines Menschen aussieht. Nicht immer. Aber meistens. Seine Frage war jedoch, genauso wie ihre, zweideutig gewesen, was mit Sicherheit Absicht war. Ein Lächeln schlich sich auf ihre Lippen. Es gab keine Zweifel, dass er es ernst meinte und nun lag es an ihr.

Du weißt was ich meine.

Ein wundervolles Lächeln zierte wieder ihre Mundwinkel, denn es war wieder keine eindeutige Antwort auf seine Frage gewesen. Die Atmosphäre war so locker und entspannt. Und doch lag eine gewisse Spannung zwischen ihnen. Faszinierend.
Die Blonde ließ die Arme über das mitlerweile nicht mehr so kalt scheinende Wasser gleiten und bewegte ihre Beine dazu. Es war gar nicht so einfach die ganze Zeit an einer Stelle zu schwimmen. So entfernte sie sich ein Stück von Slade und schwamm ein bisschen durch die Gegend.
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BeitragThema: Re: Der Strand   So Sep 26, 2010 1:38 pm

Slade sah ihr an. dass Amber wusste über was sie hier indirekt redeten obwohl es keiner von beiden so richtig wollte. Er bemerkte, dass er schon bei der Reaktion vo ihr rin anlief. Was war nur mit ihmlos. Wo war der liebe, nette Slade der mit Mädchen über alles und jeden reden konnte. Er musste sich eingestehen eindeutig nicht hier. Er war ihm wohl ein wenig abhanden gekommen. Was wohl allein an dem Mädchen lag was jetzt vor ihm auf und ab schwamm. Er sah in ihre Gesicht. Ihre Augen leuchten wo zwei helle Sterne. Und das Beste war sie leuchteten ihn an. Er folgte ihren Gesichtszügen und umso mehr einen Teil ihres Gesichts betrachtete umso mehr fühlte er sich zu ihr hingezogen. Aus ihrem lockeren Zopf hatten sich einige Haarstähnen gelöst die nun wie kleine goldene Saiten in ihrem Gesicht lagen. Ja sie war einfach nur wunderschön.

Ja ich weiß was du meinst.

Er lachte über ihr albernes Thema. Wie konnten Zweideutigkeiten nur so amüsant sein. Aber vielleicht lag es nicht an ihren Worten sondern daran wie sie nun zueinander standen. Wenn man den Ausdruck"Auf Wolke 7 schweben" glauben schenken sollte dann war das wohl hier nun die Wolke 7. Und irgednwie schwebten sie ja wirklich. Losgelöst vom Erdboden. Nur das Wasser hielt sie.

Als Amber mit ihrem wunderschönen Lächeln sich von ihm entfernte blieb er ein wenig noch an der gleichen Stelle und beobachtete ihr Bewegungen. Sie waren so gleichmäßig und geschmeidig. Ja du bist wirklich auf Wolke 7 dachte er sich. Nun folgte er ihr mit langen Zügen und hatte sie bald schon eingeholt. Leise und ruhig blieb er hinter ihr und tauchte nun ab. Das Wasser war so tief, dass Slade ohne Probleme unbemerkt unter ihr ducht schwimmen konnte. Er drehte sich im Wasser auf den Rücken und fasste um ihr Hüften. Langsam und behutsam, so das Amber noch Luft holen konnte zog er sie mit unter die Wasseroberfläche.
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BeitragThema: Re: Der Strand   Mi Sep 29, 2010 7:34 pm

Einzelne helle Sonnenstrahlen kamen noch durch die große Wolke hindurch und trafen auf die Wasseroberfläche, die dadurch schön glitzerte. Das Wasser war relativ ruhig, einzelne Wellen konnte Amber spüren und gleitete weiter durch das Wasser. In Gedanken war sie schon wieder ganz woanders. Wieder erschien die 'Klippenszene' – der erste Teil – lebhaft vor ihrem geistigen Auge. Dasselbe Gefühl stieg wieder in ihre hoch, doch war es noch keinesfalls so intensiv und schön gewesen, wie zuvor. Genauso wie am Strand vorhin, wie in der Kapelle. Es schien immer noch ein Wunder, dass sie diejenige war, die ihn lieben und mit ihm zusammen sein durfte. Nichts sprach dagegen.
Konnte es sein, dass es jetzt das Happy End für Slade und sie war? Hoffentlich! , dachte sie sich. Wie hypnotisiert schwamm sie immer weiter hinaus und hatte gar keine Zweifel, dass Slade in ihrer Nähe war. Ein vertrautes Gefühl in ihr verriet, dass er sie beobachtete.
Plötzlich legten sich Hände auf ihre Hüften und sofort kribbelte es. Was Slade für eine Wirkung auf sie hatte … heftig. Langsam zog er sie nach unten und Amber holte noch schnell Luft. Unter Wasser presste sie ihren Körper an seinen und lächelte ihn an, soweit es eben unter Wasser ging. Auf einmal fühlte sie sich so wunderbar leicht und wollte am liebsten nie wieder auftauchen.
Langsam strich sie ihm mit einer Hand über das Gesicht und näherte sich seinen Lippen. Länger würde sie es nicht aushalten ohne ihn zu küssen. Er schien wie eine Droge, ihr wichtigstes im ganzen Leben. Ihre Lippen berührten sanft seine und wollten ihn nicht wieder loslassen. Niemals sollte sie irgendetwas trennen. Nicht wieder.
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BeitragThema: Re: Der Strand   Mi Sep 29, 2010 8:01 pm

Mit ihr schien er seine ganze kleine nun endlich vollständige Welt ins Wasser unter Wasser zu ziehen. Das einzige was nun für ihn wichtig war war seine Welt. War Amber. Er sah wie sie versuchte zu lächeln und er konnte sich nur schwer ein Lächeln verkneifen. Unter Wasser sah es wirklich witzig aus. Und so versuchte er nicht zulachen. Als sie sich nun an seinen Körper legte spürte er wie in ihm wieder tausende von kleinen Zellen anfingen zu kribbeln. Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Wie als würde sein ganzer Körper von Hummelschwärmen durchbrochen. Er spürte ihre Berührung auf seiner Wange und merkte selbst wie er im Wasser an dieser Stelle wohl spürbar wärmer wurde. Ihre Lippen berührten seine und dieser Kuss war das was er unter einem extrem verstand, doch leider hielt er nicht lange an. Es war halt doch etwas schwieriger sich unter Wasser zu küssen. Auch wenn es hier perfekt war. keiner schaute ihnen hier zu, keiner konnte sie sehen. Keiner konnte über sie tratschen. Sie waren einfach in ihrem eigenen Universum. Schon nach kurzer Zeit musste er die Lippen lösen. Er nahm sie wieder an den Hüften und tauchte mit ihr auf. Ohne zu überlegen nahm er sie in die Arme und trug sie aus dem Meereswasser. Eine kleine Wolke hatte sich vor die Sonne geschoben doch trotzdem war es fast noh unerträglich schwül warm. Er lies sie nahe des Strandes auf den Beinen nieder. Noch ein kurzer Blick in ihre Augen und dann ein Kuss auf die Stirn.

Ich versuch noch ein bisschen braun zuwerden. Kommst du mit oder möchtest du noch ein bisschen das Meer mit deiner Anwesenheit verzaubern?
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BeitragThema: Re: Der Strand   Mi Sep 29, 2010 8:28 pm

Es fühlte sich wirklich seltsam an unter Wasser zu küssen, doch eindeutig trotzdem wunderschön. Wie jeder Kuss mit Slade, fügte Amber in Gedanken dazu. Nach ein paar Sekunden schien auch er zu bemerken, dass die Luft knapp wurde und brachte beide an die Wasseroberfläche. Seine starken und sogleich zärtlichen Hände lagen immer noch auf ihre Hüften. Auf sie konnte man sich verlassen. Sie würden die Blonde vor allen beschützen und sie brauchte eigentlich vor nichts mehr Angst zu haben. Solch kitschige Gedanken hingen gerade in ihrem Kopf und es wäre wirklich, wirklich sehr peinlich, wenn sie jemand kennen würde.
Doch schnell verschwand ihre Fantasie, als sie merkte, dass er sie gerade – mal wieder – auf Händen trug. Welch ein unbeschreibliches Gefühl das doch war. Einzelne Wassertropfen tropften von seinem Haar auf ihr Gesicht. Als sie zu ihm auf blickte, begegnete sie seinen und sie stand wortwörtlich wieder auf dem Boden der Tatsachen, in der Realität.
Ein kurzer aber dennoch vielsagender Kuss galt noch ihrer Stirn und nun solltes es weitergehen. Sich bräunen? Warum nicht?

Ich komme auf jeden Fall mit. Das Meer muss dann wohl eine Weile ohne mich auskommen.

Mit scherzhafter und liebevoller Stimme hatte sie ihm geantwortet und hakte sich gleich bei ihm unter, um sich einen geeigneten Platz zu suchen. Der Tag konnte nur besser werden! Schließlcih kamen sie an Slades Decke von zuvor an und nun blickte sie ihn fragend an.

Soll ich noch eine Decke holen?

Zwar würde sie nichts dagegen haben, wenn sie sich es teilen würden, doch man konnte ja mal fragen.
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BeitragThema: Re: Der Strand   Sa Okt 02, 2010 7:18 pm

Er lag schon auf der Decke die er am Anfang mitgenommen hatte bevor er Amber hörte. Noch einmal hob er seinen Kopf in seine Richtung. Sie würde und wollte die Zeit weiter mit ihm verbringen und das freute Slade auf eine komisceh Art und Weise. Sie zeigte ihm immer mehr das sie es wohl ernst zu nehmen schien. Er wartete geduldig darauf und lies Amber dabei nicht aus den Augen wie sie aus dem Wasser zu ihm kam. Und trotzdem wusste er das sie nicht jede freie Minute mit einander verbringen konnte- Immer hin gab es auch noch ein paar andere Menschen auf dieser Insel. Auch wenn er im Moment nur wiederwillig an Slyven oder seinen besten Kumpel dachte. Und dann war da ja auch noch Jamie. Was sie wohl zu dieser schnellen Wandlung zwiscjen den beiden sagen würde? Doch eigentlich konnte es Amber und ihm egal sein was andere dachten. Nur die beiden zählten fürs Erst. Was dann kam war wohl entweder zu ertragen oder halt irgendwie anders damit klar zukommen.

Als sie vor ihm stand und somit auch in der Sonne die sich nun wieder den Weg durch die Wolke bannte, konnte er ihr Gesicht nicht. Sie stand zu sehr in ihrem eigenen Schatten. Nur die Umrisse konnte er durch ein blinzeln ausmachen.

Das Meer wird dich vermissen. Aber es wird damit leben müssen, da du hier bist.


Er schaute von ihr etwas weg. Die Sonne blendete immer mehr.

Bei mir.

fügte er noch gedankenversunken hinuzu- Als sie ihre Frage stellte rückte Slade wortlos zur Seite und lies ihr genug Platz. Es gab im Moment keine Worte mehr für ihn. Sie währen alle überflüssig gewesen.
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Jamie
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BeitragThema: Re: Der Strand   So Okt 03, 2010 1:56 pm

Mit zunehmenden Ärger stellte die junge Frau fest, dass es den Scharzhaarigen immer noch nicht zu interessieren schien, dass sie recht wütend war. Er schien das sogar im Gegenteil noch niedlich zu finden. Und das ärgerte sie noch mehr. Seine herablassende Art und die völlige Beherrschtheit imponierten ihr auf der einen Seite und machten ihn sehr interessant, doch auf der anderen Seite regte es sie auf. Denn ihr Charakter lies den Glauben, irgendjemand habe kein Gewissen, einfach nicht zu. Sie musste es nur finden. Im Moment war Jamie sich jedoch nicht sicher, ob sie diese Herausfordeerung annehmen und meistern konnte. Denn sicherlich wäre sie nicht die Erste, die das versuchte aber bisher war es anscheinend keinem gelungen, warum sollte da ausgerechnet sie Glück dabei haben? Obwohl ihre Ausdauer bei solchen Dingen größer ist, als bei anderen Menschen. Wenn Jamie sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hatte, dann hielt sie daran fest und versuchte alles, um das auch umzusetzen.

Sein Blick sprach Bände. Sly schien zu glauben, dass er sich alles erlauben konnte. Aber da hatte er sich geschnitten. Nicht mit ihr und nicht so lange sie dabei war. Es gab Regeln, und an diese hatte sich auch der gutaussehende junge Mann zu halten, koste es, was es wolle! Er konnte sich nicht ewig als Primadonna aufspielen. So lief das hier gewiss nicht. Und Jamie würde schon gar nicht nach seiner Pfeife tanzen!

Jamie nahm seine selbstverliebte Lobpreisung auf die eigene Person einfach nicht wahr. Die Worte prallten von ihr ab. Es war schier unfassbar. Nicht das er sie deshalb aus der Fassung bringen konnte, das keinesfalls. Aber wenn sie es nicht selbst erleben würde und nur durch Hören-Sagen davon erfahren hätte, hätte sie den Kopf geschüttelt und gelacht. Das so etwas frei draußen rum laufen durfte war schon ein starkes Stück. Aber leider war sie nicht diejenige, die das entscheiden durfte, sondern eine der armen Personen, die damit leben und zurecht kommen mussten.

Bevor sie es realisierte, bevor sie ihn weg stoßen konnte, bevor sie irgendwas tun konnte, war es auch schon vorbei. Jamie hatte nicht damit gerechnet und es war auch extrem überraschend gewesen, als Sly sie plötzlich kurz an sich zog und seine Lippen auf ihre legte. Im Nachhinein betrachtet war die Berührung viel zu kurz, als das sie etwas bewegt hätte oder sonstiges. Es war unwirklich und Jamie wollte im Moment auch nicht darüber nachdenken. Nur eine Sekunde lang rang Jamie um ihre Fassung und starrte Sly zunächst an. Dreist. Doch der junge Mann löste bei ihr widersprüchliche Gefühle aus, und das in einer Geschwindigkeit, die nicht fassbar war. In einem Moemnt sauer im nächsten tat oder sagte er etwas und sie musste lachen. Eben weil das gerade so unwirklich war. So auch als er sich plötzlich in den Schritt griff. Das hatte irgendwie etwas authentisches. Und komisches. Jamie musste grinsen und schüttelte den Kopf.

“Du bist manchmal so doof!“

Als Sly sich dann jedoch umwandte und zu ihr nur noch diese letzten Kommentar zuwarf, wie als wäre er wirklich nur extra für sie bestimmt. Und wenn das die Absicht gewesen war, dann hatte Sly sich mal wieder 100 Punkte verdient: Der Satz traf und holte Jamie wieder dahin wo sie waren. Bei einer Diskussion um Slys Gewissen.Schlagartig änderte sich ihre Stimmlage und ihr Ausdruck. Ihre Stimme war ruhig und bestimmt, als sie zu einer Antwort ansetzte.

„Im Gegenteil mein Lieber! Du wirst dich jetzt schön bei den beiden entschuldigen für den Mist den du verbockt hast!“

In diesem Moment gefiel ihr die Rolle als Moralapostel recht gut. Wann bekam man schon die Chance jemanden zu einer Entschuldigung zu zwingen?! Obwohl Jamie ziemlich klar war, dass Sly sich dagegen wehren würde. Darum griff sie vorsichtshalber nach seiner Hand und umschloss sie fest und bestimmt mit der ihren. Danach schob sie sich an Sly vorbei, sodass die Rothaarige Richtung Strand voraus lief, Sly immer noch an der Hand. Und es war ihr egal wie er das fand.

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Slyven

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BeitragThema: Re: Der Strand   So Okt 03, 2010 3:02 pm

Schwarze Augen blieben ruhig auf der jungen Frau ruhen, still amüsiert über das Mädchen das immer wieder wie ein stilles vergnügtes Kind wirkte und dann doch wieder so erwachsen und den Moralapostel spielte. Anscheinend ärgerte es sie extrem das er einfach nur amüsiert war über ihr Verhalten, vor allem das sie ihm auch noch eine verpasst hatte schien seine merkwürdig gute Laune nicht zu dämpfen, sondern nur noch zu heben. Plötzlich huschte der Gedanke durch seinen Kopf, dass man das mit den Schlägen vielleicht noch etwas anderes einbringen könnte, aber vielleicht wäre es nicht so gut das jetzt vor Jamie zur Sprache zu bringen. Stattdessen betrachtete er sie mit einem süffisanten Lächeln das perfekt über sein schönes Gesicht glitt, nur der Rothaarigen galt. Wahrscheinlich war sie gerade mal ein Jahr jünger als Sly, genau konnte er es nicht sagen, wollte sie auch nicht unbedingt fragen, aber trotzdem behandelte er sie manchmal wie ein kleines Mädchen, vielleicht gerade weil er sie so süß fand, wie sie sich aufregte.

Er hatte sich mehr oder weniger in den Kopf gesetzt ihr Unfrieden zu stiften und schaffte es anscheinend schneller als gedacht, doch ebenso schnell versöhnten sich auch alle wieder, was ihm leider gar nicht passte. Spöttisch verzog er die Lippen, während er sich ausmalte wie er erneut das Liebende Paar namens Slade und Amber auseinander bringen konnte, den Braunhaarigen wieder reizen konnte, bis dieser ihm wieder einen Vorwand gab seine Faust spüren zu können. Ja, er war eindeutig nur auf Stress aus, er war eine Persönlichkeit die man nicht unterdrücken konnte, der sich in keine Gemeinschaft einfügte sondern eigentlich immer einen Platz entweder an der Spitze wählte oder der war der alles zerstörte. Irgendwann gewann er immer und bei so etwas legte er einen beinahe erschreckenden Ehrgeiz an den Tag, der gefährlich werden konnte, besonders da er eigentlich keine ebenso dominante Person in seiner Nähe akzeptierte. Der einzige der ihm von Charakter her ziemlich ähnelte und mit dem er keinen Kleinkrieg am laufen hatte, sondern eine ziemlich solide Freundschaft.

Es kam kein zynischer, giftiger Kommentar über seine Selbstverliebtheit, was ihn ein wenig überraschte, denn so gereizt wie Jamie jetzt schon schien hatte er etwas anderes erwartet. Interessiert betrachtete er wie seine Worte nahezu an ihr ab zu prallen schienen, jedenfalls machte es den Eindruck und der junge Mann legte den Kopf leicht schief um sie weiterhin zu betrachten. Wie es manchmal geschah nahm sein Gesicht einen beinahe kindlich interessierten Ausdruck an, doch wie so oft machten die dunklen, viel zu berechnenden Augen all dieses unschuldige, kindliche kaputt und doch war es seine volle Absicht.

Nachdem er sie geküsst hatte wartete er ab wie sie reagieren würde, entweder er hatte wieder ihre schlanke Hand im Gesicht oder wurde sonst irgendwie verstümmelt, aber trotzdem betrachtete er es beinahe wissenschaftlich Interessiert. Kurz dachte er, dass es vielleicht sein Glück war, dass der Kuss nur kurz dauerte, da er ungern unter hysterischen, weiblichen Ausrastern litt. Natürlich er forderte so etwas immer heraus, aber unbedingt haben musste er es nicht, einen Ausraster nur zu betrachten war etwas vollkommen anderes als zum Opfer zu werden. Abwartend betrachtete er sie, immer noch grinsend, was beinahe Reizen konnte und doch einfach nur das Interesse des jungen Mannes hervor hob. Es dauerte ihm zu lange bis sie endlich reagierte und ließ die anderen Gesten ablaufen, sein Grinsen war deutlicher, vertiefte sich ebenso wie das Leuchten in seinen schönen Augen. Kurz wirkte sie sauer und doch im nächsten Augenblick lachte sie und beinahe hätte er einen Kommentar abgelassen, dass sie ja sogar Humor besaß. Ihre Worte ließen ihn die Schultern zucken, während er sie betrachtete, ihrem Lachen lauschte.

„Reine Illusion, Liebling!“

Schnurrte er sanft und kurz erlosch das Grinsen um von einem völlig anderen abgelöst zu werden, einem schiefen typisch eingebildeten Lächeln das ihm etwas Verwegenes gab, etwas Anziehendes. Kurz darauf wand er sich von der jungen Frau ab um sich irgendwohin zu verkrümeln wo er seine Ruhe hatte und nach denken konnte wie er weiterhin Unfrieden auf diese Insel zu bringen, die zu seinem Gefängnis geworden war, wo er sich bessern sollte. Vielleicht brachte er die eben noch gute Stimmung mit seinem Satz ins Schwanken und zerbrach sie schließlich, aber das war ihm schon wieder irgendwie egal. Gerade mal einen Schritt hatte er gemacht als ihre Stimme in seinem Rücken erklang, anscheinend war sie wirklich Hartnäckig und gab nicht auf ihm wenigstens ein bisschen Gewissen ein zu prügeln.

Dieses mal war er es der nicht reagieren konnte, denn ihre Hand umschloss die seine, anscheinend hatte das Mädchen es vor ihn ernsthaft dazu zu zwingen sich bei den beiden zu entschuldigen. Anscheinend war ihr klar, dass er das sicherlich nicht tun würde und versuchte ihn somit zu dem jungen Paar zu schleifen, was ihn ziemlich überraschte. Jamie schob sich an ihm vorbei und ging in Richtung Strand, schließlich versuchte sie ihn mehr oder weniger hinter sich her zu schleifen und sofort lehnte er sich gegen den Zug. Auch wenn sie sich noch so anstrengte, hatte er immer noch mehr Kraft als sie.

„Sicherlich nicht!“


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Jamie
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BeitragThema: Re: Der Strand   So Okt 03, 2010 4:13 pm

Mit seiner Art machte Sly sich das Leben und die Welt ziemlich einfach. Er scherte sich nicht um die Gefühle anderer und war scheinbar nur auf der Welt um seinen Spaß zu haben, egal ob das jemandem Schaden zufügte oder nicht. Ihn kümmerte es kein Stück weit, was andere taten und wollten. Für ihn zählte nur er selbst. Nun konnte Jamie auch nicht sagen, woher diese Einstellung kam, doch sie wusste, dass sie sie nicht teilte. Jamie war anders erzogen worden, hatte gelernt anders mit den Dingen umzugehen. Und deswegen fasznierte sie Sly gleichermaßen, wie er sie nervte. Irgendwo daziwschen war das. Doch es war schwierig, denn die Balance zu halten war kompliziert, denn Sly war kompliziert. Nicht das Jamie einfach gestrickt gewesen wäre, doch meistens sagte sie einem klar und deutlich, woran man bei ihr war. So hielt sie es auch bei dem jungen Mann. Doch bei ihm konnte sie sich da nicht sicher sein. Manchmal schien es, als würde er sie respektieren und fair behandeln und dann wiederum kippte das von einer Sekunde auf die Nächste und er war wieder dieses selbstgefällige Arschloch mit dem selbstgefälligen Grinsen. Und seine Handlungen konnte man schon gar nicht vorraus ahnen, wobei das allgemein schwierig war.

War er überrascht, dass sie nichts erwidert hatte? Sollte er tatsächlich nicht damit gerechnet haben, dass sie schweigen würde? Nun gut, es war in dieser Situation eigentlich auch nicht das logischste gewesen, aber dennoch. Nun, das war ein Punkt für sie, zumindest nach ihrer Zählweise und nur mit Mühe konnte sie verhindern, dass ein Ausdruck spöttischen Stolzes sich in ihren Blick mischte. Doch als ihre Aufmerksamkeit sich wieder seinen Gesichtszügen zuwandte, vergaß sie das schnell wieder. Gefühle, die jeder Mensch hatte, sahen bei den meisten gleich aus. Sie ähnelten sich zumindest stark. Doch bei Sly waren die Augen und der Ausdruck in ihnen anders. Egal worum es ging, irgendwas war in seinem Gesicht immer anders. Vielleicht war es das, was ihn dazu veranlasste so sehr von sich selbst überzeugt zu sein. Denn er musste es wissen, schließlich setzte er es gezielt ein. Auch wenn Jamie das irgendwie von Anfang an erkannt hatte, so sicher, dass sie sich immer dagegen wehren könnte, war sie nicht.

Sein Grinsen hatte etwas geheimnisvolles, auch wenn es nur daher rührte, dass er genau wusste, dass er so eben eine Grenze überschritten hatte. Doch wie immer schaffte Sly es auch jetzt wieder die Rothaarige davon abzulenken, eben durch diese eine bestimmte Geste. Da störte sie selbst der Kosename nicht, den er ihr gegeben hatte. Dennoch zog sie spöttisch eine Augenbraue nach oben.

“Wers glaubt...“

Ihre Aktion schien ihn etwas verdutzt zu haben. Und das bedeutete wieder einen kleinen Sieg. Gut so. Wenn es nur so weiter gehen würde. Doch natürlich war das wieder pures Wunschdenken. Es kam wie es kommen musste, Sly versuchte sich gegen ihre Anordnung zu widersetzen und zog sie zurück indem er einfach stehen blieb. Gut, jetzt hatte sie ein Problem. Aber nur ein kleines!
Mit der freien Hand strich sie sich die roten Locken aus dem Gesicht, die der Wind immer wieder dort hin zurück wehte.

“Sicherlich doch! Vielleicht verschone ich dich dann mit noch mehr Predigten. Du bist hier nämlich noch ein paar Wochen ausgesetzt...“

Die Rothaarige war sich so überhaupt nicht sicher, ob ihre unterschwellige Drohung anschlug. Hoffnung gab es wahrscheinlich nicht viel. Doch sie lies Slys Hand noch immer nicht los und übte einen konstanten Zug auf ihn aus. Vielleicht lies er sich so ja dazu bewegen mit zu gehen. Sonst würde sie zu drastischen Mitteln greifen müssen. Welche das wären würde sie sich ausdenken, wenn es so weit war.

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BeitragThema: Re: Der Strand   So Okt 03, 2010 5:05 pm

Das Leben war für ihn nur ein Spiel, denn er konnte sich alles erlauben dank der Dummheit seiner Eltern, ja er war jemand der Intelligent genug war seine Grenzen ständig immer weiter aus zu dehnen, nicht nur aus zu testen, sondern dafür zu sorgen das er immer mehr Freiraum hatte. Es war wie eine riesige Party, alles hier vor allem da er, wenn er zu Hause war, die meiste Zeit unter Drogen stand und dann war so wieso alles ziemlich lustig aber auch ohne Drogen hatte er seinen Spaß. Zusammen mit seiner Clique hatte er sich in teilen seiner Heimatstadt herum getrieben in die man sich eigentlich nicht hinein wagen wollte und war zusammen mit seinem blonden Zwilling schnell in dieser Hierarchie aufgestiegen, ja sie hatten sich Respekt erkämpft. Oft mals waren sie nicht gerade sanft gewesen, was sich auch in ihrer Kriminalakte zeigte und auch war es noch nie so gewesen das Sly vor den Bullen, Richtern oder sonst wem gekuscht hatte, nein immer hatte er sich gegen sie aufgelehnt. Vielleicht war er zu Dominant um sich auch nur irgendjemanden zu beugen, vielleicht war sein Ego zu groß als das er einsehen könnte das es auch Menschen gab die stärker waren als er, aber bisher hatte es so jemanden noch nie gegeben.

Anscheinend begann sie sich irgendetwas darauf ein zu bilden, dass er nicht damit gerechnet hatte, dass sie nichts auf sein gesagtes erwiderte aber sein Blick wurde nur noch Arroganter als er sie anblickte. Man merkte sofort das man besser nicht an seinem Ego kratzen wurde, denn dann konnte man sagen wurde Sly ziemlich zickig, wenn man es denn so nennen konnte, aber ja mehr oder weniger konnte man es so ausdrücken. Seine schwarzen Augen wurden kurz bohrender und zeigte wie auch schon einmal bei Slade einen Ausdruck der gefährlich werden konnte, aber von seine arroganten Selbstverliebtheit überschattet wurde als das Jamie es richtig sehen würde. Sein Ego war groß was man bei jeder Bewegung merkte, ebenso wie sein Stolz groß war als könnte ihn nichts brechen, vielleicht war genau diese Überheblichkeit zusammen mit der Unbezähmbarkeit die ihn neben seinem Aussehen noch für Frauen interessant machte. Schneller als es eigentlich für ihn gewöhnlich war hatte er sich wieder unter Kontrolle und vertrieb das leichte Aufbegehren in ihm wieder.

Es schien ihm als wäre sie immer wieder damit überfordert, dass sich seine Haltung ihr gegenüber immer wieder veränderte, aber so war er nun einmal, es gab nur wenige Leute bei denen er immer gleich war, bei seinen Eltern zum Beispiel war er immer ein Arschloch. Genau diese Situation brachte in seine Augen wieder diesen dunklen amüsierten Glanz, als ob er sich wieder einem kleinen Kind gegenüber sähe bei dem er den Spaß hatte sich darüber lustig zu machen. Wieder einmal hatte seine Stimmung sich schnell geändert, doch dieses mal wahrscheinlich so schnell, dass es der jungen Frau ihm gegenüber nicht auffiel, was ihm irgendwie nur recht wäre.

Amüsiert über ihr Verhalten nach dem Kuss blieb das Grinsen auf seinem Gesicht ruhen und es hätte vermutlich vieles gebraucht das es verschwunden wäre, ja aber wahrscheinlich würden viele andere in seiner Situation peinlich berührt sein. Sly, Sly war da schon ein ziemlich anderes Kapitel, er genoss es die Grenzen zu überschreiten und damit anderen ziemlich auf die Füße zu treten oder in Verwirrung zu stoßen. Wieder beeindruckte ihn jedoch seine Gabe die Rothaarige irgendwie ab zu lenken, denn sie reagierte nicht einmal auf seinen Kosenamen den er ihr so gegen den Kopf warf und sonst vermutlich von ihr alles andere als nett kommentiert worden wäre. Jamie zog spöttisch eine Augenbraue nach oben und weckte wieder den alles andere als Gesunden Ehrgeiz Slys sie für sich zu beanspruchen, mehr oder weniger zu erobern, denn er wusste das er es schaffen konnte egal wie sehr er sie nervte, aufregte oder sonst etwas. Der Schwarzhaarige wusste das er sie faszinierte und irgendwie reizte, nicht nur im Negativen Sinne, sonst würde sie nicht mehr hier stehen.

Über ihren Kommentar lachte er nur leise und konzentrierte sich dann eher auf ihren Versuch ihn mehr oder weniger ab zu schleppen was er aber in diesem Sinne gar nicht lustig fand, denn niemals würde er sich bei irgendjemand entschuldigen. Nein niemals könnte er das mit seinem Charakter vereinbaren und protestierte deswegen auch ziemlich eindeutig, indem er sich schlicht weg weigerte mit ihr mit zu gehen. Flüchtig versuchte er ihre Hand los zu werden und lehnte sich immer noch dagegen, war wirklich froh stärker zu sein als die junge Frau, denn es war vollkommen unvorstellbar für ihn das Wort ‚Entschuldigung’ über seine Lippen zu bringen.

„Glaub mir so sehr stören mich deine Predigten auch nicht!“


Seine Augen leuchteten und bei dem Gedanken an Slade verzog er spöttisch die Lippen, denn er konnte nicht glauben das sie ihn ernsthaft zu so etwas zwingen wollte, sie war nicht seine Mutter oder sonst irgendetwas. Jamie zog konstant an ihm und doch hielt er immer noch dagegen, auch auf die Gefahr hin vielleicht auf die Schnauze zu fliegen sollte sie los lassen.

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BeitragThema: Re: Der Strand   Mo Okt 04, 2010 10:36 am

Ein weiteres Lächeln konnte sich die Blonde nicht verkneifen, als Slade antwortete. Doch ein anderes Gefühl ließ sie zu sich herunterblicken. Die nassen Klamotten fühlten sich allmälich wirklich eklig an und Amber beschloss sie auszuziehen. So zog sie sich ihre nasse Hose und ihr durchweichtes T-shirt aus und legte ihre Sachen etwas weiter weg in die Sonne. Viellciht würden sie ja noch trocknen, wenn nicht eine größere Welle ihre Sachen wegspülen würden. So legte die Blonde ihre Klamotten etwas weiter weg. Glücklicherweise hatte sie sich vorher einen Tankini druntergezogen, was sich in diesem Moment als sehr praktisch herausstellte. Sie war auch darüber froh, dass sie sich die Haare zusammengeunden hatte, denn es war für sie Blonde überhaupt kein schönes Gefühl, wenn ihre Haare über den ganzen Körper klebten. Sofort spürte sie die Wärme der Sonnenstrahlen auf ihrer Haut und es schien, als ob die Wolken noch etwas aufziehen würden. Auch wenn sie nichts gegen Regen hatte, war es jetzt besser, dass es nicht tröpfelte.

Den Blick wieder auf Slade gerichtet legte Amber sich neben ihn. Sie lag auf dem Bauch und stürtzte ihre Arme auf. Ihr Puls stieg als ihre Arme seine Schultern berührten. Unwillkürlicih fragte sie sich, wann das aufhören würde. Denn wenn die Blonde nochmal alles überdachte passte das alles so schön, dass es ein Traum hätte sein können. Innerlich, aber noch ganz klein, machte sich ein Teil von ihr auf ein weiteres Desaster bereit. Sie war halt der Mensch, der dem Glück nicht trauen konnte, da sie es viel zu selten erleben durfte. Was heißt selten? Eigentlich nie. Und jetzt aufeinmal sollte sich alles ändern? Dies schien einfach das unrealistischte überhaupt. Oder war sie in Wirklichkeit gar nicht auf Cambio? Vielleicht bildete sie sich alles nur ein. Oder Amber war gerade im Himmel. Das war natürlich auch möglich, aber eigentlich glaubte sie gar nicht an solche Dinge. Nein. Schicksale und Solches waren für sie bisher nur unsinniges Geschwätz gewesen. Konnte es aber auch sein, dass sie sich geirrt hatte und sie wirklich belohnt wurde – in den Himmel kam? Langsam wurden Amberes Gedanken wirklich absurd und ein jeder würde sie auslachen. Immer noch halb in Gedanken und halb wirklich da sprach sie verträumt.

Könntest du mir einen Gefallen tun und mich mal zwicken?

Es klang sehr, sehr seltsam und normalerweise würde Amber sich überlegen was sie sagte und nicht so einen Unsinn fragen. Den anderen Satz, den sie zum Glück nicht hinzugefügt hatte, blieb in ihrem Kopf – besser so. Mit undurchdringlicher Miene drehte die Blonde langsam ihren Kopf in seine Richtung. Ihr war wirklich nicht mehr zu helfen und Slade musste auch denken, dass sie verrückt geworden war.
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Slade

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BeitragThema: Re: Der Strand   Di Okt 05, 2010 3:39 pm

Wenn das die Vorstufe seines eigenen nur für ihn existierenden Paradieses war, dann wollte er wohl nie in den Himmel. Es würde ihm voll und ganz reichen hier zu sein. Mit ihr. Und nur mit ihr. Er wusste das sie sich wohl beide gerade benahmen als hätte sie die rosarote Brille mit Diobtrine Minus 5 auf, doch war es ihm egal. Er wollte nicht an das denken was irgendwann, ja vielleicht sogar in nicht all zu langer Zeit kommen könnte. Nämlich dann wenn sie beide die Insel verliessen. Immerhin kam sie aus New York und er aus einer Kleinstadt in Deutschland. Aber wie er es sich vorgenommen hatte, verschwendete er daran erst einmal keinen Gedanken. Nur das Hier und Jetzt zählte. Was später kam darüber konnte man auch später nachdenken.

Er mekrte an einer kleinen Berührung an seiner Schulter das Amber seinen sprachlosen Angebot gefolgt war. Langsam drehte er sein, noch immer nasses Gesicht zu ihr jedoch behielt er die Augen geschlossen. Fast schon seelig zufrieden schmunzelte er ihr zu. Es war einfach ein tolles Gefühl. Er brauchte sie nicht anzugucken um zu wissen das Amber wohl die wunderbarste Frau für ihn war. Oh mann du musst mal wieder in die Realität zurück Slade hallte es in seinen Gedanken. Er wusste das er das musste, schon um weiter halbwegs mehr schlecht als recht mit den anderen auf der Insel klar zukommen. Ok er beschränkte sich auf die männlichen. Fast schon musste er darüber grinsen wenn er an Slyven dachte. Er hatte versucht zwischen ihm und Amber einen Keil zutreiben. Und doch das Slade ihm wohl um einiges in Bezug auf Kraft, Geld, Erfahrung und einigen anderen unterlegen war, hatte sich Amber doch für ihn entschieden. Selbst als sie die wohl gut geübten Lippen des Schwarzhaarigen spüren konnte, durfte oder vielleicht sogar musste. Er wusste das es der Schwarhaarigen nicht bei diesem einen Versuch belassen würde, doch war es ihm jetzt ziemlich gleichgültig. Zumindest hoffte er, dass dies auch noch so wäre wenn Slyven wieder vor ihm stehen würde.

Als er Ambers Stimme hörte schlug er die Augen auf und sah das sie nur noch ihren Tankini trug. Er konnten nicht anders, als sich etwas auf seinen Ellenbogen aufzustützen und sie anzusehen. Vorsichtig glitt sein Blick über ihren Körper. Er wusste das es ein Leichtes für sie sein würde ihn jetzt dabei zu erwischen doch war es ja kein anzüglicher Blick mit den er ihren Körper studierte und somit fand er es selbst nicht schlimm.

Er blickte wieder in ihre Augen und musste bei ihrer Antwort etwas lachen.

Warum soll ich dich kneifen? Denkst du das es ein Traum ist?

Er blickte sie herzlich an und legte seine Hand auf ihre Wange. Langsam folgte er den Wassertropfen. Als sie sich am Kinn verloren ging er langsam mit seiner Hand in den Nacken und blieb in diesen liegen. Ganz leicht zwackte er ihr in den Nacken und wartete. Als nichts passierte fragte er.

Und? Ist es ein Traum?
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BeitragThema: Re: Der Strand   Mi Okt 06, 2010 12:52 am

Ihre Augen sahen denjenigen, den Amber am liebsten folgen würde, mit dem sie gerne noch mehr Zeit verbringen wollte als nur möglich war. In Gedanken konnte sie schon die Sanduhr sehen, dessen Sand mit schnellem Tempo herabfloss. Nichts, rein gar nichts konnte man tun, um es aufzuhalten und die Uhr umzukippen, damit die Zeit stehen bleiben würde. Aber für Verzweiflung und andere derartige Gedanken durfte oder besser gesagt wollte die Blonde nicht weiter ausbauen. Dafür war ihr der Augenblick, jeder Moment zu wichtig, um diese mit dunklen Vorahnungen zu verschwenden. Es musste zwar irgendwann so kommen, doch war es nicht unbedingt schön wenn Amber die ganze Zeit daran denken und damit auch ihre gute Laune zerstören würde. Ihr verträumter und jetzt immer klarer werdender Blick richtete sich auf sein noch etwas nasses Gesicht. Ein paar Wassertropfen glitzerten und rollten hinunter. Slade hing wohl auch noch seinen Gedanken hinterher, denn seine Augen waren geschlossen. Wie friedlich er wirkte und glücklich. Nicht wie vor einer halben Stunde. Nein. Das absolute Gegenteil zeigte sich und so sollte es auch bleiben.

Die Blonde konnte es gar nicht erwarten wieder in seine Augen zu sehen – und doch wollte sie ihn nicht stören, wenn er noch etwas Zeit für sich brauchte. Doch kaum hatte sie den Gedanken zuende gebracht, öffneten sie sich. Slade schien gar nicht bemerkt zu haben, dass sie sich umgezogen hatte und schaute dementsprechend … überrascht? Sie wusste es nicht, aber die Blonde spürte, dass seine Augen vorsichtig ihren Körper betrachteten. Es wirkte jedoch keinesfalls wie wenn es Slyven getan hätte. Slys Blick wäre ekelerregend und gierig gewesen, wenn sie sich an die vorigen Momente erinnerte und das gefiel ihr überhaupt nicht. Denn dann fühlte sich Amber völlig ausgeliefert, irgendwie unsicher. Slade andererseits zeigte in seinem Blick nichts von alldem. Schnell schaute sie auf ihre Hände, die sie im weichen Sand vergruben und konnte sich ein Erröten nicht verhindern.

Ihre Wirkung auf die männliche Welt hatte sie noch nie interessiert und war ihr bis jetzt auch immer unbekannt gewesen. Es schien immer unwichtig für sie gewesen zu sein, denn andere Probleme hatten sie geplagt und da waren Jungs noch kein Thema gewesen. Im Allgemeinen zeigte die Blonde keinerlei Interesse und so war es auch anderherum. Wenn jemand sie jedoch ansprechen sollte, hatte sie sich stets abweisend verhalten und darüber war sie auch froh gewesen. Sonst wäre Amber womöglich jetzt nicht hier, die Dinge hätten einen anderen Lauf genommen und sie hätte Slade nie kennengelernt.
Nie wäre sie auf die Idee gekommen nach Deutschland zu reisen. Warum auch? Das nötige Gelad hatte sie nicht und einen Grund ebenso wenig. Außerdem musste es ja nicht heißen, dass wenn sie in Deutschland war, unbedingt auf Slade treffen musste. Zum Glück war sie nun hier, was ein seltsamer Gedanke war, wenn die Blonde vorher sich noch überlegt hatte wieder nach Hause zu fahren oder wie auch immer. Schnell schüttelte sie den Kopf, um von ihren Erinnerungen loszukommen und sich vollständig auf ihren Freund zu konzentrieren.

Er hatte ihren Gedanken wirklich erfasst und sein Lachen hallte in ihren Ohren wieder. Die darauffolgende Berührung ließ ihren Körper – noch – wärmer werden. Die Blonde ließ ein Lächeln auf ihren Lippen erscheinen und sprach

Nein ich glaube nicht. Aber dafür denke ich, dass wir im Himmel sind.
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Jamie
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BeitragThema: Re: Der Strand   So Okt 10, 2010 2:11 pm

Immer wieder ertappte Jamie sich bei dem Gedanken daran, dass sie vielleicht doch lieber hätte nach Irland fliegen sollen, als sich auf dieses Experiment ein zu lassen. Schließlich wäre es dort fürsie so viel einfacher gewesen. Und die Wärme einer Mittelmeerinsel lag ihr so wie so nicht wirklich. Da waren ihr die rauen Winde und Sommergewitter und die Riesenwellen, die an die Felsenküste schlugen lieber. Aber jetzt war es ja ein bisschen spät um das fest zu stellen. Schließlich konnte die junge Frau sich jetzt nicht mehr umentscheiden. Was würde das außerdem über ihren Charakter aussagen? Und mitlerweile hatte sie sich hier ja auch ein Ziel gesetzt, wobei Aufgeben nicht in Frage kam. Sie würde es sich und allen anderen beweißen, dass sie durchhalten konnte. Auch wenn es die anderen Inselbewohner nicht unbedingt alle schöner machten. Denn der ewige Stress und diese Diskussionen nervten mit der Zeit. Jamie hatte hier eine ruhige Zeit mit Gleichaltrigen verbringen wollen, doch gerade das ruhige daran fehlte schon nach einem Tag. Nach dem Stand der Dinge würde sich das auch nicht unbedingt ändern. Aber vielleicht war es auch genau das, was sie brauchte, einfach mal den Streit und dieses Unsichere im Bezug auf die Stimmung auf Cambio, die jeden Moment zu kippen drohte und so unberechenbar war wie ein wild gewordener Stier.
Aber auch das konnte sie nicht wirklich überzeugen, vermisste sie doch noch viel mehr ihre irische Verwandtschaft und ihre Freunde dort. Die waren sicherlich sehr enttäuscht gewesen, als sie erfahren hatten, dass sie nicht kommen würde. Nicht diesen Sommer. Jamie konnte das gut verstehen, denn das letzte mal, dass sie sich gesehen hatten, war ein Jahr her. Die Entfernung lies es nicht zu, dass man sich häufiger sah. Der Flug kostete auch nicht nur einen Apfel und ein Ei. Es war schwierig. Und die Briefe, die man schrieb, der Kontakt über Internet konnte das Voreinander stehen und die Unternehmungen einfach nicht ersetzen. Der Zusammenhalt war da, doch durch die tausenden Kilometer zwischen ihnen war er nicht so stark. Immer wieder überlegte sich Jamie, ob sie nicht nach dem Abschluss zurück gehen sollte. Obwohl es ihr zu Hause in Deutschland auch gut gefiel. Es gab auch dort viele Menschen, die sie sehr mochte und vermissen würde. Doch man gehörte dorthin, wo das Herz schlägt. Und das war im Moment nun mal Irland. Sie konnte sich nicht dagegen wehren, das wäre Wahnsinn gewesen. Jamie versuchte immer wieder sich etwas anderes einzureden, doch es war schwierig nicht an das zu denken, was sie jeden Sommer bei ihrer Abreise dort zurück lies. Gerade die Landschaft und die Art der Menschen waren unverwechselbar und unersetzbar. Sie waren es, die ihr immer bewusst machten, dass es so viel mehr im Leben gab. Die junge Frau lebte zwischen den beiden Ländern. Obwohl sie die meiste Zeit bei ihrer Mutter verbrachte, verspürte sie die Wochen in Irland doch um so vieles intensiver. Schließlich hatte sie dort innerhalb der wenigen Wochen ein ganzes Jahr aufzuholen. Man hatte sich so viel zu erzählen und so viel nachzuholen. Manchmal kam es Jamie so vor, als würde sie nie schlafen, wenn sie bei ihrem Vater war.

Ihre Gedanken kehrten langsam wieder zurück zu der Insel, zu der Situation in der sie gerade war. Mit dem jungen Mann, der ihr gegenüber stand.
Noch immer strahlte dieser eine Art Stolz und Arroganz aus, die sie in dem Maß nur selten gesehen hatte. Kurz keimte wieder die Frage in Jamie auf, warum sie sich ihn überhaupt antat. Aus purem guten Willen. Die Hoffnung, dass das Ganze hier langsam etwas entspannter wurde wollte sie noch nicht aufgeben. Es war noch zu ffrüh, auch wenn Sly es ihr nicht leicht machen würde, zumindest konnte sie sich am Ende nicht vorwerfen, es nicht versucht zu haben. Es hatte wahrscheinlich bis dahin nichts gebracht. Aber sich das jetzt schon ein zu gestehen und auf zu geben kam so was von überhaupt nicht in Frage!

Slys Gesichtsausdruck änderte sich fast sekündlich. Wahrscheinlich konnte er nicht genau sagen, was er von der Situation und Jamie, die ihm gegenüber stand, hielt. Genau wie sie. Es war seltsam und sinnlos und irgendwie aber auch erheiternd und niederschmetternd und... irgendwie alles.
Aber auch Sly schien ein Ziel zu verfolgen, sonst würde er den Zirkus hier nicht veranstalten. So wie Jamie selbst, doch so sicher sie sich bei ihrem Ziel war, wusste sie nicht was das des jungen Mannes war. Aber wahrscheinlich würde es nichts Gutes verheißen. Sicher war die Rothaarige sich jedoch in dem Punkt, dass sie es noch früh genug heraus bekommen würde, oder sehen musste. Je nachdem. Bis dahin wollte sie sich den Kopf nicht weiter darüber zerbrechen. Am Ende lief es vielleicht nur darauf hinaus, dass er sie wirklich reizen und nerven wollte um sich anschließend über sie lustig zu machen. Na das sollte er mal versuchen. So leicht würde Jamie sich nicht unterkriegen lassen. Aber auch das war reine Spekulation, die wahre Absicht des Schwarzhaarigen, konnte sie nicht wissen.

Sly versuchte Jamies Hand abzuschütteln. Doch die junge Frau sah es gar nicht ein los zu lassen. Auch wenn sie so nicht weiter kam. Nur kurz keimte der Gedanke auf doch ihren Griff zu lockern und dabei zu zu schauen, wie Sly auf den Boden fiel, da er sich in die entgegengesetzte Richtung lehnte. Diese Vorstellung erzeugte ein lustiges Bild in ihrem Kopf, das sie jedoch schnell wieder verdrängte, bevor sie laut los lachte. Das Grinsen auf ihren Lippen war schon schlimm genug.
Er war wie ein kleines Kind, das gezwungen wurde etwas zu tun, was es aus Trotz nicht wollte. Nur leider hatte Sly mehr Kraft sich zu wehren als dieses Kind. Also blieb Jamie stehen und drehte sich wieder zu ihm um, auch um sich seinen Protest an zu hören.

“Das sagst du jetzt. Glaub mir, es tut auch gar nicht weh, außer vielleicht deinem Ego, aber so schlecht wäre das dafür auch nicht. Und ich bin ja dabei und pass auf dich auf!“

Fehlte nur noch, dass sie ihm den Kopf tätschelte. Aber so weit sollte sie vielleicht nicht gehen. Besser wäre es. Sly schien schon gereizt zu sein. Jamie sollte den Bogen besser nicht überspannen.

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Slyven

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BeitragThema: Re: Der Strand   So Okt 10, 2010 3:12 pm

Die Frage in seinem Kopf wurde immer klarer, denn er frage sich was die Rothaarige sich davon versprach ihn irgendwo hin zu schleifen um ihn mehr oder weniger dazu zu zwingen sich bei den beiden zu Entschuldigen, auch wenn sie es ziemlich heraus gefordert haben, Slyvens Meinung nach. Seine dunklen Augen waren merkwürdig zwischen leichtem Spott und einem genervten Ausdruck hin und her gerissen, als könnte er sich nicht entscheiden was er fühlen sollte. Vielleicht hatten sie beide genau das selbe was sie aneinander einerseits aufregte und andererseits auch wieder ziemlich faszinierte, so war es jedenfalls bei dem Dunkelhaarigen, denn er fand die dominante jungen Frau auf der einen Seite absolut nervig, auf der anderen auch wieder extrem anziehend, vielleicht weil sie so dominant war. Warum sie immer noch nicht aufgab ihm so etwas wie ein Gewissen ein zu bläuen wunderte ihn aber doch ziemlich, denn sie verwendete ziemlich viel Energie darauf ihm zu zeigen das er ein Arschloch war, als ob er das nicht wüsste. Anscheinend war Jamie einer dieser Menschen die an das gute an jedem ihrer Mitmenschen glaubte, als ob es so etwas noch geben, vor allem in den Teilen der Welt in denen sich Sly herum trieb. Für ihn war genau das was das Mädchen vermutlich für absolut beschissen fand absoluter Alltag, Intrigen, Gewalt und Drogen gehörten schon lang genug zu seinem Leben, er konnte sich keines mehr ohne Vorstellen und wollte das auch gar nicht. Gut, bei den Drogen würde er sich damit arrangieren müssen eine zeitlang kürzer zu treten, auch wenn es ihm gar nicht gefiel und auch der Entzug würde sicherlich nicht lustig werden.

Es war wahrscheinlich wieder einmal Zeit seine Eltern zu verfluchen, dass sie sich nicht entscheiden konnten ihren Sohn das zu machen was ihm passte und dann doch immer wieder zu versuchen ihn zu erziehen, auch wenn das meistens ziemlich fehlschlug, so hatten sie es doch dieses mal ernsthaft übertrieben. Wahrscheinlich wünschten sie sich, dass wenn er zurück kehrte sie jemand vollkommen anderen vor sich hatten, einen einfühlsamen jungen Mann, der sich ihnen gegenüber respektvoll verhielt und sie auch eindeutig als Autoritätspersonen anerkannte, was er jedoch sicherlich nicht tun würde. Vielleicht glaubten sie das das Leben unter fremden, einigermaßen normalen Menschen einen Schalter bei ihm umlegen würde, als ob das so einfach gehen würde, vor allem da er absolut keinen Grund sah sich irgendwie zu ändern. Ja, er zeigte genau diese Starrköpfigkeit auch gegenüber der jungen Frau die versuchte ihm in das nicht vorhandenen Gewissen zu reden, ihn nahezu darum zu bitten sich zu ändern. Vielleicht war es nicht ganz so gut, dass Jamie anscheinend genauso Starrsinnig war wie er, aber daran konnte er nichts ändern und er hatte nicht vor ihr irgendwie nach zu geben, dazu war er viel zu stolz, bevor er sich bei irgendjemandem entschuldigen würde, sollte eher die Welt still stehen.

Jeder von ihnen verfolgte sein Ziel, auch wenn ihres viel offensichtlicher war wie das seine, auch wenn das seine nur sie betraf und Slade zusammen mit seiner angebeteten Amber nur Bauernopfer gewesen waren, die benutzt wurden für seine Zwecke. Seine Augen verrieten keinerlei Gefühlsregung, warum denn auch? Es würde keinen Sinn geben jetzt irgendwie gereizt zu reagieren oder sonst irgendetwas, wollte er es wirklich konnte er Jamie daran hindern sie dort hin zu schleppen, aber noch war es nicht so ernst, dass er seine Kraft richtig einsetzen musste. Sollte sie doch weiter an seiner Hand herum ziehen so viel sie wollte, er würde nicht nachgeben und sich bei irgendjemanden Entschuldigen, das passte nicht zu ihm und da konnte die Rothaarige sich auf den Kopf stellen und mit dem Arsch fliegen fangen. Seltsam vorsichtig lehnte er sich gegen sie, denn er hatte wirklich keine Lust in dem Sand zu liegen oder sonst irgendetwas, nein und er misstraute ihr auch genug um Vorsichtig zu sein, schließlich hatte sie auch eine hinterhältige Seite an sich.

Das Grinsen das ihr Gesicht überzog bestätigte seine Befürchtung und ließ seine Augen leicht aufflackern, denn er hasste es irgendwie gekränkt zu werden, was bei ihm aber auch irgendwie ziemlich schnell ging, wer forderte es meistens nahezu heraus und doch bereute es jeder der es versuchte ziemlich schnell wieder. Auf seinen Versuch ihre Hand ab zu schütteln reagierte sie kaum, hielt ihn nur noch mehr fest und es wirkte für jemanden Außenstehenden wahrscheinlich wie ein schlechter Anmachversuch von Jamies Seite aus. Wenn sie ihn schon festhalten oder mitschleifen musste, dann konnten sie das machen, aber nicht um ihn zu einer Entschuldigung zu zwingen, nein er hatte weniger Lust auf so etwas, eher darauf sich mit ihr in eine Blockhütte zu verziehen, aber das sollte anscheinend ein Wunschtraum bleiben.

„Glaub mir so etwas kränkt mein Ego kaum, da wohl kaum eine Entschuldigung von mir kommen würde und deine Predigten kann man sicherlich auch irgendwie abbrechen!“

Schnurrte er nur und versuchte die Gereiztheit zu verdrängen die deutlicher an die Oberfläche trat und verharrte still mit angespannten Muskeln dorten, spürte ihre schlanken Finger um sein Handgelenk herum. Seine dunklen Haare hingen wirr in sein schönes Gesicht und verdeckten leicht seine ebenso dunklen Augen, ließ ihn im Gegensatz zu fast jedem männlichen Wesen wie den Prototypen wirken, der die Perfektion und Schönheit aller in sich verkörperte.

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BeitragThema: Re: Der Strand   Di Okt 12, 2010 10:09 pm

Warum sprach sie nur immer das aus was er gerade so dachte. Es war schon irgendwie komisch. Aber es war gut komisch. Es freute ihn, dass sie so auf einer Wellenlänge waren. Das war ja nun wirklich nichts schlechtes.

Nein kein Himmel. Einfach nur die Realität. Und das ist gut so.

Er zog sie an sich heran und küsste sie nun. Das war für ihn schon lange wieder überfällig. Ihre Lippen waren so weich wie immer und doch schmekcte er noch ein wenig den Geschmack von Salz. Das war nun mal so wenn man ins Meer baden ging. Er hielt sich nciht mehr zurück. Man hätte schon fast sagen können das der Kuss drängend war. Denn er wollte einfach nur Amber nahe sein. Nahe wie nie zuvor irgendeinem anderen Mädchen. Es war ein langer Kuss auich wenn er Slade nicht lang vorkam, löste er die Lippen von ihren. Langsam stand er auf.

Ich hab irgendwie Durst....Kommst du mit ins Gemeinschaftshaus?

Er hielt ihr seine Hand hin.
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BeitragThema: Re: Der Strand   Mi Okt 13, 2010 8:50 pm

Zwei Welten prallten hier aufeinander. Aber Jamie war eigentlich nicht so, dass sie etwas gegen eine andere Ansicht hatte oder sich absolut nicht auf Kompromisse einlassen konnte. Doch mit Sly würde es schwierig werden. Der Mittelweg war sehr schmal und rutschig, wenn man nicht aufpasste würde man in einen Abgrund fallen, bzw sich dorthin mitziehen lassen. Und Jamie war nicht dazu bereit sich irgendwohin ziehen zu lassen, sie würde ihren Weg weiter gehen und sich auch von dem jungen Mann ihr gegenüber nicht darin beirren lassen. Es war es nicht wert sich aufzugeben oder sich zu ändern. Nichts war das wert. Und nur um Anerkennung zu erlangen schon gar nicht. Die gebürtige Irin verbog sich für niemanden und würde sich selbst bis zu ihrem Tode treu bleiben. Schon während ihrer Kindheit und jetzt in der Jugend hatte sie immer darauf geachtet nie allen Erscheinungen hinterher zu rennen, ihr Stil und ihre Art hatten sich recht frei entfalten können und wurden nicht durch irgendwelche teenagertypischen Marotten gestört. Natürlich gab es immer wieder Menschen, die trotzdem versuchen wollten sie zu ändern. Bis zu einem bestimmten Punkt sah sie so etwas vielleicht auch ein, aber im Allgemeinen war sie doch ein Charakter mit dem man gut zurecht kommen konnte und der nicht viel auf Vorurteile gab. Im Gegenteil zu Sly. Er sah es nicht ein im Sinne der Gemeinschaft sich zu entschuldigen. Klar konnte Jamie ihn auch nur bis zu einem bestimmten Punkt dazu zwingen, aber wahrscheinlich war es doch sinnlos es total gegen seinen Willen zu versuchen. Was nicht heißen sollte, dass sie total aufgab. Denn das kam nicht in Frage. Aber sie wollte den jungen Mann auch nicht um 360° drehen. Das war erstensmal unmöglich und zweitens unberechtigt. Sly war sicher jemand mit dem man unter anderen Umständen, die nicht gerade auf dem Krach stiften zwischen zwei Verliebten besaierten, ganz gut zurecht kommen und vor allem auskommen konnte. Eine gewisse Art Humor schien der junge Mann zumindest zu haben. Aber gut, schließlich blieben Jamie noch ein paar Wochen um das heraus zu finden. Man würde sich schon arrangieren. Letztendlich würde ihnen allen nichts anderes übrig bleiben. Das Zusammenleben auf der Insel war potenziell schwierig, besonders da es Bindungen gab die gefestigt wurden, nur um später wieder auseinander zu brechen. Das war auch im normalen Leben so und hier auf dem beengten Raum bestand dann noch die Schwierigkeit, dass man sich schlecht eine Weile aus dem Weg gehen konnte. Es war eine Art Reifeprüfung für die Teens. Würden sie die Wochen hier überstehen, waren sie wohl fast so gut wie bereit für ein eigenes, unabhängiges Leben. Auch wenn sicher einige von ihnen das schon eine Weile führten. Jamie zumindest konnte sich nicht dran erinnern, wann sie zuletzt total auf ihre Mutter angewiesen gewesen wäre. Es lag schon länger zurück. Wahrscheinlich würde es eher ihrer Mum auffallen, wenn Jamie sich eine eigene Wohnung nehmen würde, als wenn es anders herum war. Schließlich war sie oft unterwegs und Jamie hatte dann die Wohnung für sich. Das das jedoch so gut funktionierte lag zum größten Teil auch an dem gegenseitigen Vertrauen zwischen den beiden Frauen. Mitlerweile brauchte Jamie den mütterlichen Trost und Zuspruch auch nicht mehr all zu häufig, und wenn doch war ihre Mutter für sie da. Aber aus dem kleinen rothaarigen Mädchen war eine selbstbewusste junge Frau geworden, die sich nicht so leicht untergriegen lies und ihre Probleme ganz gut allein lösen konnte.

“Das werden wir ja dann noch sehen.“

Sie gab sich noch nicht geschlagen. Dennoch lies Jamie Slys Hand erst einmal los. Es war etwas krampfig geworden, wie sie so dort stand, mit ihm diskutierte und ihm dabei am Handgelenk fest hielt, zumal er mitlerweile wirklich etwas gereizt zu sein schien, was ihr innerlich ein ganz kleines Triumphgefühl gab. Noch immer betrachtete sie den Schwarzhaarigen jedoch, auf der Suche nach Einsicht in seinen Augen.

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Slyven

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BeitragThema: Re: Der Strand   Mi Okt 13, 2010 9:35 pm

Die schwarzen Haare die in das Engelsgesicht fielen, die ebenmäßigkeit seines Antlitzes und die dunklen Seelenfenster welche die Welt ständig mit merkwürdiger Intensität betrachteten, erstaunlich gut in das hellhäutige Gesicht hinein passten. Das immer währende arrogante Lächeln, welches zusammen mit dem selbstverliebten Funkeln erstrahlte, zeigte was er in Wahrheit fühlte und doch war es immer so unklar. Eine Mischung aus Engel und Teufel, eine Kreuzung aus Rasierklinge und Gänseblümchen. Vielleicht war genau diese Tatsache der Grund warum er so verdammt gut bei dem weiblichen Geschlecht ankam, aber sicherlich spielte sein oftmals beinahe schon zu großes Selbstbewusstsein mit hinein, denn er holte sich nun einmal das was er wollte. Sein Leben war eine riesige Party und er tanzte ziemlich leichtfertig hindurch, kümmerte sich kaum um die Menschen die besoffen am Boden lagen und nicht mehr aufstehen konnten, verspottete diese nur und setzte seinen Weg fort um seine verdammte Überlegenheit allen zu Präsentieren. So war er und würde er immer sein. Zu viele hatten schon versucht ihn zu verändern und noch mehr waren gescheitert, hatten einsehen müssen das man nicht gegen ihn ankommen konnte sobald er einmal auf Stur schaltete, besonders da er durch seine zweifellose Intelligenz alle Unterwarf. Warum sollte man Autorität anerkennen wenn man selber der war der an der Spitze stehen wollte? Ja, in diesem Punkt hatte er einen erstaunlichen Ehrgeiz, denn er wollte immer der erste auf dem Siegertreppchen sein und auch der höchste in der Nahrungskette, niemals würde er so tief fallen können um auf den letzten Plätzen zu logieren.

Die dunklen Augen, kalte flackernde Lichter in seinem schönen Gesicht betrachteten die rothaarige Frau die im Gegensatz zu ihm wie ein lebendiges, flackerndes Licht wirkte, als würde sie die Wärme ausstrahlen die er der Welt nahm. Beide waren auf ihre Art vermutlich faszinierend, doch der junge Mann, der niemals ein Blatt für den Mund nahm, strahlte genau das, was andere faszinierte, so offen aus, dass es einem entgegen sprang so bald man nur die Augen öffnete. Selbst seine Art sich zu bewegen hatte etwas provozierendes an sich, etwas das es schaffte Blicke zu bannen, auf ihn zu ziehen und er genoss es eindeutig im Mittelpunkt zu sein. Oft Mals schürte er Ärger nur um sich darüber zu amüsieren, wie Menschen wie wilde Tiere aufeinander los zu gehen, oder er tat genau das was er auch bei Slade und Amber getan hatte, er zeigte seine Überlegenheit indem er sie gegeneinander ausspielte. So etwas klappte oftmals sogar bei den besten Freunden oder dem glücklichsten Liebespaar. Genau deswegen würde er niemals in eine Gemeinschaft passen, er würde viel zu viel manipulieren und sie alle irgendwann einmal gegeneinander ausspielen nur um zu sehen wie sie begannen sich zu hassen, während er lachend daneben saß.

Anscheinend konnte sie nicht einsehen das er unverbesserlich war und wahrscheinlich immer so stur bleiben würde wie er es nun einmal war, vom beginn seines Lebens an hatte er gelernt wie er seinen Kopf durchsetzte, egal was ihm im Weg stand und so machte er es immer noch. Ein provozierendes Lächeln lag auf seinen Lippen, perfekt dort hinein gesetzte und es schien alles so gut mit einander zu Harmonieren, dass man am liebsten vergessen würde was für ein Arschloch er doch war. Vielleicht sollte sie sich jetzt darauf etwas einbilden, denn dieses Lächeln auf seinem ebenmäßigen Mund galt nur ihr, nun leider war auch niemand in der Nähe der das nur noch hätte hervor heben können. Ihm fehlte eindeutig das Publikum, das er immer in der Großstadt gehabt hatte, aber was sollte er schon tun, anfangen mit dem Sand zu reden? Nein danke. Diese deutliche Provokation auf seinem Gesicht galt ihr, das Mädchen das er eindeutig anziehend fand und das für seine Verhältnisse auch ziemlich deutlich zeigte.

Nun gab sie auf, ließ sein Handgelenk los, doch er hielt die ihre fest, umfasste mit seinen schlanken Fingern ihre Knochen und wischte die Gereiztheit mit einem nachdrücklichen Gedanken einfach weg, dass passte nicht hier her und würde ihr nur einen unnötigen Triumph verpassen. Elegant zog er sie an sich, so dich das kaum ein Stückpapier zwischen sie gepasst hätte und neigte den Kopf leicht, sodass sein Gesicht dicht vor ihrem war und er ihren Atem spüren konnte. Sein Lächeln würde süffisant und trotzdem anziehen, ausziehend, charmant trotz des Spottes der in ihm lag. Wie meistens wirkte alles so perfekt einstudiert und doch überhaupt nicht gespielt, denn er war genau das, dieses Wesen das nach der absoluten Perfektion strebte und diese auch zu erreichen schien. Aber leider lag das auch irgendwie im Auge des Betrachters, aber die meisten waren mit ihm eine Meinung, er war zwar eine Arschloch, aber das auf eine Art und Weiße die ziemlich Geil war.

„Es ist viel härter Hand an zu legen als sie nur zu falten, nicht wahr?!“

Schnurrte er nah an ihrem Ort und schaffte es tatsächlich sie so zu bewegen, dass es aussah als würden sie einen merkwürdigen Tanz zu tanzen den Slyven extra für diesen Moment kreiert hatte. Seine gute Laune kehrte zurück, denn es war wieder ein Triumph für ihn sie so herum schubsen zu können. Sanft lag seine Hand an ihrem Handgelenk und trotzdem Bestimmen, während er sie schließlich wieder dicht an ihn zog, die Finger seiner freien Hand elegant an ihrer Seite empor gleiten ließ nur um sie an zu blicken, die schwarzen Augen auf ihre ebenfalls dunklen gerichtet und blickten sie mit einer verwirrenden Intensität an. Immer noch lächelte er, ebenso süffisant als hätte man ihm das aufs Gesicht gebrannt ebenso wie die typische Überheblichkeit.

„Gibst du so schnell auf, Kleine? Wie enttäuschend...“

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Amber

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BeitragThema: Re: Der Strand   Fr Okt 15, 2010 10:42 pm

Es war wirklich wie im Himmel, oder hätte so sein können. Denn wenn man bedachte, dass beide so allein und vertraut am Strand lagen, im Moment keine großen Probleme hatten und einfach die Zeit genossen, dann war es das Paradies. Das dachte zumindest Amber. Aber schließlich gab es verschiedene Vorstellungen vom Paradies. Für sie gab es nichts schöneres als mit demjenigen, in dem sie Hals über Kopf verliebt war, auf Cambio zu sein.
Seine Worte trafen genau ins Schwarze. Es war alles kein Traum oder sonstiges, sondern die Wirklichkeit. Das war gut so. Genauso wie er es gerade gesagt hatte. Das war das Beste was ihr hätte je passieren können. Es kam ihr wie eine Ewigkeit vor, so lange waren ihre Lippen von seinen getrennt – zumindest schien es so. Auf jeden Fall war es wundervoll seine im nächsten Moment zu spüren. Nichts zählte. Nur Er und Sie. Sicherlich schmeckte er auch den, sagen wir mal etwas seltsamen Salzgeschmack auf den Lippen. Aber das war der Blonden völlig egal. Sie genoss – wie immer eigentlich, wenn sich ihre Lippen trafen – den nicht enden wollenden Kuss, der ihre Zuneigung zueinander deutlich zeigte. Leider musste er ja zu Ende gehen.
Ihr Kopf hob sich und ihr Blick folgte ihm, als Slade aufstand, um mit ihr zum Gemeinschaftshaus zu gehen. Jetzt merkte die Blonde auch erst, wie trocken und ausgelaugt sie eigentlich war. Aber ohne ihm wäre ihr das höchst wahrscheinlich gar nicht aufgefallen. Lächelnd stand sie auf und umschlang ihre Hände wieder in seine. Es war unerträglich seine Nähe nicht zu spüren, unmöglich ihn nicht zu berühren. Schweigend ging sie neben ihm her. Irgendwie wusste Amber nichts zu sagen. Sie war einfach glücklich.
Ihr Blick streifte den Strand und dann aber auch das sich anscheinend streitende Paar. Es gab nicht viele Möglichkeiten wer das hätte sein können. Aber am wenigsten hatte sie das erwartet. Beim Näherkommen konnte sie jedoch Jamie und Slyven ausmachen. Sofort runzelte sie die Stirn und blickte Slade skeptisch an.

Was mag wohl los sein?

Die Blonde hatte eigentlich bis jetzt keine Verbindung zwischen ihnen bemerkt, doch Täuschungen waren schließlich immer möglich. Vor ihnen entstand ein seltsames Bild: Jamie, die Slys Hand festhielt und Sly, der gelassen sich gegen sie stemmte. Beide näherten sich den Streitenden. Sie war gespannt was los war. Ihre Gedanken verdunkelten sich ein wenig, denn sie konnte sich gut vorstellen, dass Sly wieder irgendetwas im Schilde führte. Man sollte sich auch fragen was, denn nicht noch einmal wollte Amber sein Opfer, sein Spielzeug sein. Nicht wieder.
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Slade

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BeitragThema: Re: Der Strand   So Okt 17, 2010 3:14 pm

Sie folgte ihm. Er war sich zwar sicher gewesen das sie mitkommen wollte aber wissen konnte er es nciht richtig. Und so war dies wieder ein Grunde das sich ein kelines Lächeln auf seinen Lippen abzeichnete. Über beide Ohren verliebt, passte wohl mehr auf ihn in diesem Moment als alles andere. Und der Grund dafür war Amber. Das Mädchen, das ihm während weniger Stunden wohl den Kopf verdreht hatte wie keine anderes zuvor. Das Mädchen was ihn durch eine Achterbahn seiner Gefühle innerhalb von 2 Tagen geschickt hatte. Das Mädchen mit dem er sich sein Leben vorstellen konnte. Ja, auch wenn es kitschig war, aber er konnte es sich vorstellen. Das Mädchen, dass nun vor ihm stand und ihm anlächelte mit einem Lächeln das er stundenlang, tagelang ja ewig angucken konnte ohne das ihm wohl langweilig werden würde. Er konnte sich nicht vorstellen das nun noch irgendetwas sich zwischen sie drängen konnte.

Und doch wusste er das es da noch so einige Hürden zu lösen gab. So mussten sie wohl unweigerlich um zum gemeinschaftshaus zu gelangen an Slyven und Jmaie vorbei. Jamie war ja nun gar kein Problem aber Slyven. Er hatte keine Lust auf seine Worte und selbst wenn dieser Typ seine Klappe halten würde dann wäre daimmer noch sein Blick der Slade wohl wieder jegliche Wut in den Kopf treiben würde. Doch wusste er auch das er ruhig bleiben konnte und irgendwie musste er ja mit diesem kerl die nächsten Tage oder länger auskommen. Immerhin war es neben seinen Busenfreund Syricaz die einzigen Jungs noch auf der Insel. Und nun wollte er sich von nichts mehr diese Chance hier kaputt machen lassen wollen.

Auch Amber hatte die beiden schon gesehen und es war wirklich komisch wie sie sich verhielten. Doch er glaubte Jamie zukennen und zu wissen das so eine starke Frau sich nicht einfach von so einem wie Slyven einlullen lassen würde. Egal um was es ging sie würden es entweder jetzt erfahren oder sonst nie. Immer näher kamen sie den beidne und Slade wusste absolut nicht wie er sich nun verhalten sollte. Er drückte Amber Hand noch etwas fester.

Keine Ahnung was die beiden haben.


Sagte er zu Amber und schaute nicht von der Szene auf. Na das kann ja heiter werden. Mit einem glücklichen Blick an Jamie und einem Blick der sagte Egal was du wieder ausgeheckt hast....Lass es. ging er auf die beidne zu.
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Jamie
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BeitragThema: Re: Der Strand   Di Okt 19, 2010 6:36 pm

Im Moment war Jamie so weit, dass sie der Meinung war lang genug mit Sly diskutiert zu haben. Immer wieder durch zuckte sie auch kurz der Gedanke, dass es sich bei dem jungen Mann auch einfach zum Teil um ein missverstandenes Wesen handeln konnte. Doch ab und zu reizte er es dann doch zu sehr aus, um diese Tatsache wirklich zu bereuen. Zunächst wollte Jamie sich jedoch mit anderen Dingen ablenken, es gab auf der Insel so viele andere Möglichkeiten sich zu beschäftigen. Zumal ihr vorheriges Ziel war, dass sie eine Runde schwimmen ging, da sie das seit ihrer Ankunft noch nicht getan hatte. Zu viele Dinge waren mit einem Man auf sie eingestürmt. Eindrücke mussten verarbeitet werden und sie sollte sich auch mal um sich selbst kümmern. Aber noch war sie zu sehr gefangen von Slys Verhalten. Immer wieder gab er Impulse, wo sie sich aufregen konnte und ihm am liebsten irgendwelceh harten, schweren Gegenstände gegen den Kopf werfen wollte und dann wieder blitzte eine Sekunde lang eine Seite auf, die sie faszinierte und die sie näher entdecken wollte.

Als Jamie nun bereit war es für das Erste auf sich beruhen zu lassen, war es an Sly sie fest zu halten und nicht gehen zu lassen. Den Grund dafür konnte die junge Frau nicht so schnell ausmachen.
Wieder zog er sie dicht an seinen Körper und die Rothaarige konnte sich nicht dagegen wehren, da er erstens mal stärker war als sie und sie zweitens mal wieder überraschte und faszinierte. Sein Lächeln war falsch, dass war Jamie bewusst und doch wirkte es genau so, wie Sly es wahrscheinlich beabsichtigte. Doch sie würde ihm seinen Spaß zunächst lassen. So lange er keine Grenze überschreiten würde. Ihre Grenze. Fast wie eine Puppe konnte er sie führen und während sein Blick auf ihrem ruhte bewegte er sich ganz leicht mit Jamie durch den Sand. Ihre beiden Körper waren sich sehr nah, das erste mal für eine etwas längere Zeit, als Slys Blick immer intensiver wurde und seine andere Hand sich langsam an ihrer Körperseite entlangtastete, war es Jamie zu viel. Bestimmt schob sie den jungen Mann von sich und brachte etwas Abstand zwischen sich und ihn. Seine Nähe war ihr im Moment zu viel und sie war schließlich nicht sein Spielzeug. Nein, Jamie würde sich nicht benutzen lassen und dann wieder in eine Ecke abschieben lassen, nur weil Sly es so wollte. Er war zwar wirklich gut, doch ihre Selbstbeherrschung war um einiges besser.

„Ich hatte nur nicht vor meine ganze Energie auf dich zu verwenden. Und glaub mir, ich fange gerade erst an!“

Der junge Mann sollte nicht den Fehler begehen sie zu unterschätzen. Sie war nicht so einfach zu manipulieren, auch wenn das gerade eben einen Moment so gewirkt hatte und vielleicht auch so war, doch jetzt hatte sich die Rothaarige wieder voll unter Kontrolle. Das einzige, was sie Sly entgegen halten konnte.

Schritte im Sand erklangen und Jamie wandte sich um. Es waren Amber und Slade, die den Weg entlang kamen. Sie steuerten so ziemlich auf Sly und Jamie zu. An der Tatsache, dass die beiden Händchen hielten merkte die junge Frau, dass ihre Aktion nicht sinnlos war. Sly abzulenken, sodass er nicht weiter zwischen die beiden funken konnte hatte offenbar funktioniert. Ein wenig Stolz war Jamie schon auf sich. Sie nickte den beiden leicht zu und hoffte, dass die Jungs sich zurück halten würden.

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